3-fache FPS: Ehemals Nvidia-exklusives PhysX landet auf Radeon-GPUs
Das Open-Source-Projekt ZLUDA bringt in seiner neuesten Version eine große Neuerung für Radeon-Besitzer. Die Software ermöglicht es endlich, klassische PhysX-Titel mit allen Effekten auf AMD-Grafikkarten flüssig darzustellen.
PhysX ist eine Technologie zur Berechnung komplexer physikalischer Effekte. Sie baut stark auf Nvidias Programmierschnittstelle CUDA auf. Ursprünglich wurde die Technik von Ageia entwickelt, die dafür spezielle Beschleunigerkarten anbot, bevor Nvidia das Unternehmen übernahm. Ohne passende Grafikkarte mussten Systeme bei entsprechenden Spielen Aufgaben auf die CPU auslagern, was zu deutlich weniger Frames und zum Teil starken Rucklern führte.
Ein aktueller Test mit dem Spiel Mafia II aus dem Jahr 2010 zeigt das Potenzial von ZLUDA. Auf einer modernen Grafikkarte wie der Radeon RX 9070 XT sorgt das Tool für einen Leistungssprung von 26 auf satte 80 Bilder pro Sekunde. Optische Details wie realistische Flammen, fliegende Trümmerteile oder wehende Kleidung werden flüssig und korrekt dargestellt.
Janik betreibt die Entwicklung fortan wieder als reines Freizeitprojekt. Er betont, dass die Weiterentwicklung in Zukunft in einem langsameren Tempo stattfinden wird. Die Community zeigt sich dennoch erfreut über den Fortschritt. Viele Anwender hoffen darauf, dass weitere Entwickler dem Projekt beitreten und bei der Fehlerbehebung helfen.
Spielt ihr noch alte PC-Spiele mit PhysX-Effekten und werdet das Tool ausprobieren? Teilt eure Erfahrungen mit Grafikkarten von AMD in den Kommentaren mit uns.
Siehe auch:
PhysX auf Radeon-Grafikkarten
Nutzer von AMD-Grafikkarten können ab sofort von einer neuen Funktion profitieren. Die Übersetzungssoftware ZLUDA liegt ab sofort in Version 6 vor und bringt eine frühe Unterstützung für 32-Bit-PhysX mit. Dadurch lassen sich ältere PC-Spiele, die ehemals exklusiv für Nvidia-Hardware optimiert wurden, mit höheren Bildraten und vollen Effekten auf Radeon-GPUs spielen.PhysX ist eine Technologie zur Berechnung komplexer physikalischer Effekte. Sie baut stark auf Nvidias Programmierschnittstelle CUDA auf. Ursprünglich wurde die Technik von Ageia entwickelt, die dafür spezielle Beschleunigerkarten anbot, bevor Nvidia das Unternehmen übernahm. Ohne passende Grafikkarte mussten Systeme bei entsprechenden Spielen Aufgaben auf die CPU auslagern, was zu deutlich weniger Frames und zum Teil starken Rucklern führte.
Ein aktueller Test mit dem Spiel Mafia II aus dem Jahr 2010 zeigt das Potenzial von ZLUDA. Auf einer modernen Grafikkarte wie der Radeon RX 9070 XT sorgt das Tool für einen Leistungssprung von 26 auf satte 80 Bilder pro Sekunde. Optische Details wie realistische Flammen, fliegende Trümmerteile oder wehende Kleidung werden flüssig und korrekt dargestellt.
Einige Einschränkungen
Dennoch gibt es bei der Nutzung noch Hürden. Wie der Entwickler Andrzej Janik im Blog des ZLUDA-Projekts auf Github erklärt, befindet sich die Funktion im frühen Entwicklungsstadium. Bei der Simulation von Flüssigkeiten kann es zu Darstellungsfehlern kommen. Auch das Laden der Software in Steam-Spiele gestaltet sich derzeit noch umständlich. Anwender müssen Dateien manuell verschieben.Geschichte des Open-Source-Projekts
Hinter ZLUDA steckt eine bewegte Geschichte. Das Projekt startete im Jahr 2020 ursprünglich, um CUDA-Anwendungen auf Intel-Chips lauffähig zu machen. Später wechselte der Fokus komplett auf AMD. Zwischenzeitlich finanzierte AMD die Entwicklung offiziell, stellte die Zahlungen jedoch im Jahr 2024 ein. Nach einem kurzen Sponsoring durch ein ungenanntes KI-Unternehmen Ende 2024 sind die Gelder nun erneut versiegt.Janik betreibt die Entwicklung fortan wieder als reines Freizeitprojekt. Er betont, dass die Weiterentwicklung in Zukunft in einem langsameren Tempo stattfinden wird. Die Community zeigt sich dennoch erfreut über den Fortschritt. Viele Anwender hoffen darauf, dass weitere Entwickler dem Projekt beitreten und bei der Fehlerbehebung helfen.
Verbesserungen abseits von Spielen
Neben der PhysX-Integration bietet die Version 6 von ZLUDA weitere Anpassungen. Der Entwickler hat die Unterstützung für Windows überarbeitet. Ein neuer Loader wurde integriert, der benötigte Bibliotheken automatisch erkennt. Im Bereich des maschinellen Lernens gibt es wichtige Fehlerbehebungen für das Framework PyTorch. Für die 3D-Software Blender wurde zudem eine grundlegende Textur-Unterstützung implementiert.Spielt ihr noch alte PC-Spiele mit PhysX-Effekten und werdet das Tool ausprobieren? Teilt eure Erfahrungen mit Grafikkarten von AMD in den Kommentaren mit uns.
Zusammenfassung
- Die neue Version von ZLUDA ermöglicht PhysX-Support auf Radeon-Grafikkarten
- Ältere Spiele profitieren durch Effekte und eine höhere Bildrate
- Ein Test mit Mafia II zeigt bei einer Radeon RX 9070 XT eine hohe Leistung
- Das Projekt befindet sich aktuell noch in einem frühen Entwicklungsstadium
- ZLUDA wird nach dem Ende der AMD-Finanzierung nun als Hobbyprojekt geführt
- Neben der Spieloptimierung bringt ZLUDA Updates für Blender und PyTorch mit
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