In einem Klick zur Datenschleuder:
Kritische Lücke in Copilot behoben
Microsoft hat eine kritische Sicherheitslücke in seinem KI-Tool Copilot geschlossen. Über diese konnten Angreifer unter bestimmten Umständen ohne größeren Aufwand vertrauliche Daten aus E-Mails, OneDrive oder SharePoint auslesen.
Demnach basiert SearchLeak nicht auf einem einzelnen Fehler, sondern auf einer Kombination mehrerer Schwachstellen. Erst das Zusammenspiel dieser Sicherheitsprobleme ermöglichte einen erfolgreichen Datenabfluss.
Im Zentrum des Angriffs steht die Suchfunktion von Microsoft 365 Copilot Enterprise. Anders als der klassische Copilot greift diese Variante auf Unternehmensdaten aus E-Mails, Kalendern, Besprechungen, SharePoint-Dokumenten und OneDrive-Inhalten zu. Die Forscher fanden heraus, dass sich über einen speziell präparierten Link Suchanweisungen in einen URL-Parameter einschleusen lassen. Klickt ein Opfer auf einen solchen Link, verarbeitet Copilot die versteckten Anweisungen automatisch.
Die manipulierte Suchanfrage kann Copilot dazu veranlassen, bestimmte Informationen aus dem Postfach oder anderen Datenquellen auszulesen und in einer bestimmten Form auszugeben. Anschließend kommt eine weitere Schwachstelle zum Einsatz: Während Copilot seine Antwort erzeugt, werden HTML-Inhalte kurzfristig im Browser dargestellt, bevor sie bereinigt werden. In diesem kurzen Zeitfenster kann eingebetteter Schadcode aktiv werden.
Für die Betroffenen gab es während des Angriffs keinerlei sichtbare Hinweise. Aus ihrer Sicht schien Copilot lediglich eine Suchanfrage zu bearbeiten. Nach Angaben von Microsoft wurde die Schwachstelle bereits Anfang des Monats behoben. Nutzer müssen keine zusätzlichen Maßnahmen ergreifen.
Siehe auch:
Sensible Inhalte konnten leaken
Die Schwachstelle, die von Sicherheitsforschern unter dem Namen "SearchLeak" bekannt gemacht wurde, erhielt die Kennung CVE-2026-42824 und wurde von Microsoft mit der höchsten Gefährdungsstufe "kritisch" eingestuft. Entdeckt wurde die Angriffsmethode von Forschern des Datensicherheitsunternehmens Varonis.Demnach basiert SearchLeak nicht auf einem einzelnen Fehler, sondern auf einer Kombination mehrerer Schwachstellen. Erst das Zusammenspiel dieser Sicherheitsprobleme ermöglichte einen erfolgreichen Datenabfluss.
Im Zentrum des Angriffs steht die Suchfunktion von Microsoft 365 Copilot Enterprise. Anders als der klassische Copilot greift diese Variante auf Unternehmensdaten aus E-Mails, Kalendern, Besprechungen, SharePoint-Dokumenten und OneDrive-Inhalten zu. Die Forscher fanden heraus, dass sich über einen speziell präparierten Link Suchanweisungen in einen URL-Parameter einschleusen lassen. Klickt ein Opfer auf einen solchen Link, verarbeitet Copilot die versteckten Anweisungen automatisch.
Die manipulierte Suchanfrage kann Copilot dazu veranlassen, bestimmte Informationen aus dem Postfach oder anderen Datenquellen auszulesen und in einer bestimmten Form auszugeben. Anschließend kommt eine weitere Schwachstelle zum Einsatz: Während Copilot seine Antwort erzeugt, werden HTML-Inhalte kurzfristig im Browser dargestellt, bevor sie bereinigt werden. In diesem kurzen Zeitfenster kann eingebetteter Schadcode aktiv werden.
Nutzer müssen nicht aktiv werden
Für den eigentlichen Datentransfer nutzten die Forscher schließlich eine Server-Side-Request-Forgery-Schwachstelle (SSRF) in der Bing-Funktion zur Bildersuche. Dadurch wurde eine Anfrage an einen vom Angreifer kontrollierten Server ausgelöst. Die zuvor ausgelesenen Informationen konnten dabei unbemerkt in einer URL übertragen und anschließend aus den Serverprotokollen ausgelesen werden.Für die Betroffenen gab es während des Angriffs keinerlei sichtbare Hinweise. Aus ihrer Sicht schien Copilot lediglich eine Suchanfrage zu bearbeiten. Nach Angaben von Microsoft wurde die Schwachstelle bereits Anfang des Monats behoben. Nutzer müssen keine zusätzlichen Maßnahmen ergreifen.
Zusammenfassung
- Microsoft schloss kritische Sicherheitslücke in Copilot: CVE-2026-42824
- Varonis-Forscher entdeckten die Angriffsmethode und machten sie publik
- SearchLeak kombinierte mehrere Schwachstellen für einen unauffälligen Datenabfluss
- Über manipulierte Links wurden Suchbefehle eingeschleust, die Copilot verarbeitete
- HTML-Inhalte wurden vor der Bereinigung kurz dargestellt - Schadcode konnte aktiv werden
- Eine SSRF-Lücke in der Bing-Bildersuche ermöglichte die Datenübertragung
- Opfer sahen nur eine harmlose Suchanfrage - die Attacke blieb verborgen
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