Xpeng: Chinesischer Hersteller will 'fliegende Autos' 2027 in Serie bauen

Der chinesische Autohersteller Xpeng will ab dem nächsten Jahr in der Lage sein, die Massenproduktion von "fliegenden" Autos zu starten. Bei einer Veranstaltung in Hongkong zeigte man zuletzt erneut ein Konzeptfahrzeug.
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Xpeng

Massenfertigung startet nach Freigabe durch Behörden

Schon ab 2027 will der chinesische Elektroautohersteller Xpeng mit der Massenfertigung von "fliegenden Autos" beginnen. Gemeint ist damit bisher die Kombination aus einer Art Van, welcher über eine Ladefläche verfügt, auf der ein elektrisch angetriebenes, drohnenähnliches Luftfahrzeug transportiert wird.

Bisher habe man bereits gut 7000 Vorbestellungen für sein AeroHT "eVTOL Flying Car" erhalten, bei dem es sich um eine Art Drohne mit sechs ausklappbaren Elektromotoren handelt, in der zwei Passagiere Platz finden. Das Fluggerät wird von dem sogenannten Land Aircraft Carrier transportiert, bei dem es sich um ein optisch an den Tesla Cybertruck erinnerndes Elektrofahrzeug mit zwei Hinterachsen handelt.

Erst massenweise Roboter, dann eVTOLs

Wie Xpeng-Präsident Brian Gu heute gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters erklärte, soll die Massenfertigung des Drohnentransporters und des eVTOL (Electric Vertical Take-off and Landing) ab 2027 anlaufen. Bereits ab dem vierten Quartal 2026 will Xpeng nach Angaben von Gu zunächst die Herstellung großer Zahlen von humanoiden Robotern aufnehmen.

Xpeng "Land Aircraft Carrier"Xpeng "Land Aircraft Carrier"Xpeng "Land Aircraft Carrier"Xpeng "Land Aircraft Carrier"

Was die Aussichten seines Unternehmens im Markt angeht, gab sich Gu zuversichtlich. Man sehe "beträchtliches Potenzial" in der Ausweitung einer Kooperation mit dem deutschen Autokonzern Volkswagen. Die beiden Firmen produzieren seit Kurzem gemeinsam ein großes neues Elektro-SUV für den chinesischen Markt, das sie zuvor zusammen entwickelten.

Xpeng will Kooperation mit VW ausbauen

Es gebe viele Bereiche, in denen Xpeng mit Partnern wie VW kooperieren und so gegenseitigen Nutzen erzeugen könne, so Gu weiter. Xpeng sei weiterhin offen für Kooperationen mit weiteren Autoherstellern, da man schnell und flexibel in verschiedenen Regionen mit unterschiedlichen Partnern zusammenarbeiten müsse, erklärte Gu.

Aktuell versucht Xpeng nach eigenen Angaben, die Freigaben der chinesischen Luftfahrtbehörden zu erhalten, um sein eVTOL auch tatsächlich vermarkten zu können. Der Großteil der gut 7000 Vorbestellungen stammt aus dem Heimatland des Unternehmens. Unterdessen treibt man die internationale Expansion weiter voran.

Zuletzt erwirtschaftete Xpeng nach Aussage von Gu rund 10 Prozent seiner Verkäufe und rund 15 Prozent seiner Umsätze außerhalb Chinas. Innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre soll der im Ausland erzielte Umsatzanteil möglichst rasch auf über 50 Prozent gesteigert werden, hieß es weiter.

Zusammenfassung
  • Xpeng plant ab 2027 die Massenproduktion von fliegenden Autos
  • Das eVTOL ist eine Drohne mit sechs Elektromotoren für zwei Passagiere
  • Bereits über 7000 Vorbestellungen für das fliegende Auto eingegangen
  • Ab dem vierten Quartal 2026 sollen humanoide Roboter gefertigt werden
  • Xpeng sieht beträchtliches Potenzial in der Kooperation mit Volkswagen
  • Chinesische Luftfahrtbehörden müssen das eVTOL noch offiziell freigeben
  • Der Auslandsumsatz soll in fünf bis zehn Jahren über 50 Prozent betragen

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