Windows 11: Erste Vorschau aus neuem Experimental-Kanal steht bereit

Das Windows Insider-Programm erhält eine überarbeitete Struktur. Der neue Experimental-Kanal soll für mehr Übersichtlichkeit sorgen. Jetzt hat Microsoft die ersten Insider-Builds daraus gestartet. Insgesamt stehen vier neue Windows-11-Versionen für Tester bereit.
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Neuer Experimental-Kanal startet

Das langjährige Testprogramm für Windows 11 durchläuft aktuell eine umfassende Umstrukturierung. Nutzer des bisherigen Dev- und Canary-Kanals werden ab sofort schrittweise in den neu geschaffenen Experimental-Kanal überführt. Ein Ziel der Neuordnung ist es, Testern einen direkteren Zugang zu neuen Funktionen zu bieten. Anwender müssen nun nicht mehr auf externe Werkzeuge zur Freischaltung zurückgreifen. Jetzt hat Microsoft mit der Verteilung der ersten Builds aus dem Experimental-Kanal begonnen. Die bringen wie gewohnt einige neue Funktionen für Windows 11 mit.

Neben mehreren Experimental-Builds steht auch eine neue Betriebssystemversion im Beta-Kanal bereit. Insgesamt sind die vier folgenden Updates verfügbar:

  • Beta-Kanal: 26220.8283
  • Experimental-Kanal (früherer Dev-Kanal): 26300.8289
  • Experimental-Kanal (26H1) (früherer Canary-Kanal 28000-Serie): 28020.1873
  • Experimental (Future Platforms) (früherer Canary-Kanal 29500-Serie): 29576.1000


Experimental-Kanal

Eine der praktischsten Neuerungen der aktuellen Testversionen betrifft den Einrichtungsprozess eines neuen Computers. Bisher mussten Anwender während der Ersteinrichtung oft bis zu einer halben Stunde warten, bis alle Systemaktualisierungen heruntergeladen waren. Jetzt lässt sich dieser Schritt bei Bedarf einfach überspringen. Zudem können Update-Pausen im laufenden Betrieb beliebig oft verlängert werden, was besonders für Administratoren nützlich ist.

Experimental-Kanal (Future Platforms)

Auch im Experimental-Kanal (Future Platfroms) gibt es unter der Haube funktionale Erweiterungen. So erhält der Task-Manager ein wichtiges Werkzeug für moderne Hardware. Besitzer von Computern mit einer NPU, einer speziellen Recheneinheit für Aufgaben der künstlichen Intelligenz, können deren Auslastung und Speicherverbrauch nun detailliert überwachen. Diese Integration spiegelt den wachsenden Fokus auf lokale KI-Berechnungen wider.

Gleichzeitig werden die Sound-Einstellungen direkt in das Hauptmenü integriert. Anwender müssen für erweiterte Konfigurationen wie den exklusiven Gerätemodus oder die Hardwarebeschleunigung nicht mehr in die alte Systemsteuerung wechseln. Ein visueller Indikator am Lautstärkeregler zeigt zudem zuverlässig an, wenn eine Anwendung gerade Ton abspielt.

Für den Fall von schwerwiegenden Fehlern führt Windows 11 jetzt außerdem eine neue Wiederherstellungsfunktion ein. Der sogenannte Point-in-Time-Restore ermöglicht es, den Rechner bei Problemen schnell auf einen früheren Zustand zurückzusetzen. Dabei sollen persönliche Dateien erhalten bleiben, während fehlerhafte Apps gelöscht oder neu vorgenommene Konfigurationen verlässlich rückgängig gemacht werden. Diese Funktion ähnelt den bekannten Wiederherstellungspunkten, arbeitet aber deutlich effizienter.

Beta-Kanal

Im Beta-Kanal werden dieses Mal vor allem kleinere Anpassungen und Fehlerbehebungen vorgenommen. So verbessert Microsoft die Erkennung von Klicks am linken Rand der Taskleiste zum Aufrufen des Startmenüs, wenn die Taskleisten-Symbole linksbündig ausgerichtet sind. Obendrein bekommt der Internet Protocol Print Driver neue Hardware-IDs um die angekündigte Einstellung des Supports für einige Drittanbieter-Druckertreiber vorzubereiten.

Zu den weiteren Detailverbesserungen zählen zudem:

  • Behobener Fehler beim Öffnen des Gruppenrichtlinien-Editors.
  • Verbesserte Unterstützung von diakritischen Zeichen in Times New Roman.

Wie bewertet ihr die Umstrukturierung des Insider-Programms? Ist das System jetzt übersichtlicher geworden oder hat Microsoft einfach nur neue Namen für die Kanäle vergeben? Teilt eure Gedanken und Meinungen gerne in den Kommentaren mit uns!

Zusammenfassung
  • Windows-Insider-Programm erhält eine komplett überarbeitete Struktur
  • Der neue Experimental-Kanal ersetzt die bisherigen Dev- und Canary-Kanäle
  • Insgesamt stehen vier neue Builds für Tester bereit
  • Update-Schritte bei der Ersteinrichtung lassen sich jetzt überspringen
  • Der Task-Manager zeigt nun die Auslastung der NPU detailliert an
  • Eine neue Point-in-Time-Restore-Funktion erleichtert die Wiederherstellung
  • Im Beta-Kanal gibt es vor allem kleinere Anpassungen und Fehlerbehebungen

Siehe auch:


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