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Bundeswehr wirft erstmals Wiesel-Panzer erfolgreich aus der Luft ab

Erstmals hat die Bundeswehr den leichten Waffenträger Wiesel erfolgreich aus einem A400M-Transportflugzeug abgeworfen. Der Test schließt eine taktische Lücke und ermöglicht Luftlandetruppen künftig schnellere Einsätze mit direkter Feuerunterstützung.
Militär, Panzer, Bundeswehr, Wiesel
Bundeswehr

Erfolgreicher Abwurf aus dem A400M

Mitte April 2026 hat die deutsche Bundeswehr einen wichtigen Testlauf für ihre Luftlandetruppen abgeschlossen. Die Erste Luftlandebrigade und die wehrtechnische Dienststelle WTD 61 warfen den leichten Waffenträger Wiesel erstmals aus einem Transportflugzeug des Typs Airbus A400M ab. Das Manöver fand über einem festgelegten Zielgebiet statt und soll die Einsatzfähigkeit der Truppe erhöhen.

Für den Abwurf kam das modulare Fallschirmsystem ATAX des britischen Herstellers IrvinGQ zum Einsatz. Der Panzer wird in einem speziellen Käfig über die Heckrampe der Maschine abgesetzt und gleitet an drei Fallschirmen zu Boden. Wiederverwendbare Airbags dämpfen den Aufprall. Die Soldaten können das Fahrzeug nach der Landung sofort und ohne aufwendige Montagearbeiten vom Palettensystem fahren.

Taktischer Vorteil und Schwächen

Bisher fehlte den deutschen Fallschirmjägern die Fähigkeit, gepanzerte Fahrzeuge direkt in Einsatzgebiete abzuwerfen. Wie The Warzone berichtet, mussten Soldaten in der Vergangenheit zunächst Landebahnen sichern, bevor schwere Ausrüstung eingeflogen werden konnte. Durch das neue Verfahren erhalten die Einheiten in der kritischen Anfangsphase einer Operation sofortige Feuerunterstützung.

Der Wiesel zeichnet sich durch kompakte Maße und ein Gewicht von unter fünf Tonnen aus. Angetrieben von einem handelsüblichen Dieselmotor von Volkswagen erreicht das Kettenfahrzeug Geschwindigkeiten von über 64 km/h bei einer Reichweite von etwa 190 Kilometern. Die Bewaffnung variiert je nach Variante und reicht von 20-Millimeter-Maschinenkanonen bis zu Spike-Panzerabwehrraketen.

Das Fahrzeug wurde in den späten 1980er-Jahren entwickelt und seitdem stetig modernisiert. Es diente deutschen Truppen unter anderem bei Auslandseinsätzen in Afghanistan. Trotz seines Alters bleibt das Konzept eines extrem leichten Panzers weltweit nahezu einzigartig. Andere Streitkräfte setzen in der gleichen Gewichtsklasse oft auf ungepanzerte Geländewagen.

Neben der hohen Mobilität bringt das Konzept jedoch Nachteile mit sich. Die leichte Panzerung schützt die Insassen primär vor Splittern und Beschuss durch Handfeuerwaffen. Gegen moderne Bedrohungen auf dem Gefechtsfeld, allen voran Drohnen, bleibt das Fahrzeug verwundbar. Seine geringe Größe und Wendigkeit können diese Anfälligkeit nur teilweise kompensieren.

Zukünftige Entwicklungen im Blick

Zukünftig könnte das Fallschirmsystem für andere militärische Plattformen genutzt werden. Ingenieure prüfen derzeit die Kompatibilität mit weiteren Fahrzeugen. Im Fokus stehen der neue luftbewegliche Waffenträger LuWa als Wiesel-Nachfolger, die Caracal-Plattform für Spezialkräfte sowie unbemannte Bodenfahrzeuge für autonome Missionen.

Was meint ihr zu der neuen militärischen Fähigkeit? Teilt eure Gedanken zu den Vor- und Nachteilen des Wiesel-Abwurfs in den Kommentaren mit uns.

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