Highlight
KI-Boom fordert weitere Opfer:
Games verlieren den Multiplayer-Modus
Der KI-Boom wirkt sich nicht mehr nur auf Hardwarepreise aus, sondern fordert nun auch Opfer bei Software. So verliert das Videospiel Stormgate seinen Multiplayer. Der Server-Anbieter wurde von einer KI-Firma übernommen. Weitere Spiele könnten folgen.
Die Infrastruktur von Hathora wird daher künftig nicht mehr für das Hosting von Online-Spielen genutzt. Stattdessen plant die von ehemaligen Meta-Entwicklern gegründete Käuferfirma, die Server-Kapazitäten für das Training und den Betrieb von großen Sprachmodellen umzurüsten. Für die Spieleentwickler bedeutet das einen plötzlichen Verlust essenzieller Cloud-Dienste, die für einen großen Teil ihres Produkts zwingend erforderlich sind.
Stormgate startete ursprünglich als vielversprechendes Projekt von ehemaligen Blizzard-Angestellten, die an Titeln wie StarCraft II mitgewirkt hatten. Die Finanzierung erfolgte über Crowdfunding-Kampagnen, die fast 2,8 Millionen US-Dollar (etwa 2,4 Millionen Euro) einbrachten, ergänzt durch private Investitionen in Höhe von 35 Millionen US-Dollar (etwa 30 Millionen Euro). Trotz des starken finanziellen Fundaments konnte sich das Free-to-Play-Spiel nach der Veröffentlichung der Vollversion aber nicht langfristig etablieren.
Die Spielerzahlen sanken zuletzt drastisch. Die gleichzeitigen Nutzer auf Steam liegen laut Daten von SteamDB oft nur noch im zweistelligen Bereich. Der erzwungene Wechsel der Server-Infrastruktur trifft das Studio daher in einer ohnehin schwierigen Phase. Hathora war speziell für eine extrem geringe Latenz bekannt, was für reaktionsschnelle Echtzeit-Strategiespiele unverzichtbar ist.
Die Übernahme durch Fireworks AI zeigt den aktuellen finanziellen Druck auf dem Server-Markt. Das Training von Sprachmodellen verspricht den Betreibern deutlich höhere Margen als das klassische Spiele-Hosting. Frost Giant Studios konzentriert sich nun vollständig auf die Solo-Inhalte. Ob das Projekt jemals wieder kompetitive Online-Gefechte bieten wird, bleibt abzuwarten.
Glaubt ihr, dass künftig noch mehr Spiele ihre Server an Firmen aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz verlieren werden? Teilt eure Meinung mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
KI-Boom trifft nun auch Gaming
Der immense Bedarf an Rechenleistung für künstliche Intelligenz lässt die Preise bei Hardware immer weiter steigen. Während Hersteller Rekordgewinne verbuchen, werden Komponenten wie Grafikkarten und Speicher für immer mehr Kunden unerschwinglich. Nun zeigt das Echtzeit-Strategiespiel Stormgate, dass der KI-Boom auch direkte negative Auswirkungen auf Software haben kann. So werden gegen Ende April die Multiplayer-Server des Titels von Frost Giant Studios abgeschaltet. Der Grund dafür liegt in der Übernahme des bisherigen Server-Anbieters Hathora durch das auf künstliche Intelligenz spezialisierte Unternehmen Fireworks AI.Die Infrastruktur von Hathora wird daher künftig nicht mehr für das Hosting von Online-Spielen genutzt. Stattdessen plant die von ehemaligen Meta-Entwicklern gegründete Käuferfirma, die Server-Kapazitäten für das Training und den Betrieb von großen Sprachmodellen umzurüsten. Für die Spieleentwickler bedeutet das einen plötzlichen Verlust essenzieller Cloud-Dienste, die für einen großen Teil ihres Produkts zwingend erforderlich sind.
Rettung durch Offline-Modus
Wie PC Gamer berichtet, arbeitet Frost Giant Studios an einem Patch, der Stormgate vorerst als reines Offline-Spiel spielbar machen soll. Solo-Modi und die kostenpflichtige Kampagne bleiben somit erhalten. Die Entwickler hoffen darauf, den Online-Multiplayer durch einen neuen Partner in der Zukunft wiederherstellen zu können. Hathora hatte bereits angekündigt, seine Kunden zu Anbieter Nitrado transferieren zu wollen. Da die Umstellung jedoch mit hohen Kosten verbunden ist, bleibt die Umsetzung ungewiss.Stormgate startete ursprünglich als vielversprechendes Projekt von ehemaligen Blizzard-Angestellten, die an Titeln wie StarCraft II mitgewirkt hatten. Die Finanzierung erfolgte über Crowdfunding-Kampagnen, die fast 2,8 Millionen US-Dollar (etwa 2,4 Millionen Euro) einbrachten, ergänzt durch private Investitionen in Höhe von 35 Millionen US-Dollar (etwa 30 Millionen Euro). Trotz des starken finanziellen Fundaments konnte sich das Free-to-Play-Spiel nach der Veröffentlichung der Vollversion aber nicht langfristig etablieren.
Die Spielerzahlen sanken zuletzt drastisch. Die gleichzeitigen Nutzer auf Steam liegen laut Daten von SteamDB oft nur noch im zweistelligen Bereich. Der erzwungene Wechsel der Server-Infrastruktur trifft das Studio daher in einer ohnehin schwierigen Phase. Hathora war speziell für eine extrem geringe Latenz bekannt, was für reaktionsschnelle Echtzeit-Strategiespiele unverzichtbar ist.
Folgen für die Spielebranche
Das Beispiel Stormgate illustriert deutlich die Abhängigkeit moderner Videospiele von externen Dienstleistern im Cloud-Segment. Kleine und mittelgroße Entwicklerstudios lagern ihre Systeme oft aus, um Kosten für eigene Server zu sparen. Wenn Infrastruktur-Anbieter jedoch lukrativere Geschäftsfelder wie künstliche Intelligenz entdecken, stehen diese Studios vor großen Herausforderungen. Branchenexperten befürchten, dass künftig weitere Multiplayer-Titel ähnliche Ausfälle erleiden könnten.Die Übernahme durch Fireworks AI zeigt den aktuellen finanziellen Druck auf dem Server-Markt. Das Training von Sprachmodellen verspricht den Betreibern deutlich höhere Margen als das klassische Spiele-Hosting. Frost Giant Studios konzentriert sich nun vollständig auf die Solo-Inhalte. Ob das Projekt jemals wieder kompetitive Online-Gefechte bieten wird, bleibt abzuwarten.
Glaubt ihr, dass künftig noch mehr Spiele ihre Server an Firmen aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz verlieren werden? Teilt eure Meinung mit uns in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- KI-Firma Fireworks AI übernimmt den Spieleserver-Anbieter Hathora
- Serverkapazitäten werden in Zukunft für Sprachmodelle genutzt
- Stormgates Multiplayer-Server werden daher Ende April abgeschaltet
- Frost Giant Studios plant einen Patch für den reinen Offline-Betrieb
- Das Spiel wurde von Ex-Blizzard-Entwicklern mit Crowdfunding finanziert
- Die Spielerzahlen auf Steam liegen oft nur noch im zweistelligen Bereich
- Branchenexperten befürchten ähnliche Ausfälle bei weiteren Spieletiteln
Siehe auch:
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