Steam-Hardware-Umfrage zeigt, wie hart die RAM-Krise Gamer trifft

Die Hardware-Umfrage auf Steam offenbart einen paradoxen Trend beim Arbeitsspeicher. Eigentlich erfordern neue Spiele immer mehr Kapazität, doch hohe Preise erzwingen das Gegenteil. Gamer rüsten ihre PCs aktiv ab und verkaufen teure RAM-Riegel.
Steam, Valve, Valve Steam, Valve Corporation

Steam-Umfrage zeigt RAM-Absturz

Die monatliche Hard- und Softwareumfrage von Valve für den März 2026 offenbart ungewöhnliche Veränderungen bei der Ausstattung von Spiele-PCs. Der Anteil der Systeme mit 32 Gigabyte Arbeitsspeicher fiel nämlich um signifikante 20,31 Prozent auf insgesamt 36,62 Prozent. Im Gegenzug stieg die Nutzung von 16 Gigabyte RAM um 13,5 Prozent an. Das stellt nun die am häufigsten genutzte Konfiguration dar.

Der Hauptgrund für das veränderte Nutzerverhalten liegt erwartungsgemäß in den gestiegenen Komponentenpreisen. Technologieunternehmen kaufen große Mengen an Speicherchips für den Ausbau ihrer Rechenzentren, was zu einer anhaltenden Verknappung auf dem Endkundenmarkt führt. Aktuell kosten Kits mit 32 Gigabyte DDR5-Speicher zwischen 260 und 520 Euro. Älterer DDR4-Speicher kostet im Einzelhandel oft noch 170 bis 260 Euro.

Wie PCGamesN berichtet, reagieren Konsumenten direkt auf diese Preissteigerungen. Viele Käufer entscheiden sich von vornherein für schwächere Hardware mit weniger Arbeitsspeicher. Andere Anwender rüsten ihre bestehenden Systeme aktiv ab. Sie veräußern einen Teil ihres Speichers, um finanziell von der "RAMpokalypse" zu profitieren. Das führt dazu, dass der Gebrauchtmarkt für Speicherriegel aktuell stark wächst.

Diese Entwicklung bringt jedoch auch technische Einschränkungen mit sich. Ein wesentlicher Nachteil besteht darin, dass 16 Gigabyte für anspruchsvolle Spiele und gleichzeitiges Multitasking oft sehr knapp bemessen sind. Moderne Titel setzen häufig größere Mengen an Arbeitsspeicher voraus, um eine flüssige Darstellung zu gewährleisten. Nutzer mit weniger Kapazität müssen daher vermehrt Grafikeinstellungen reduzieren oder Hintergrundprogramme schließen.

Neben dem Arbeitsspeicher zeigen sich ähnliche Tendenzen bei den Speichermedien. Der Anteil der PCs mit Festplatten oder SSDs von einem Terabyte und mehr sank um knapp 20 Prozent. Bei den Grafikkarten gab es ebenfalls Verschiebungen. Die Nvidia RTX 3060 eroberte den ersten Platz zurück, nachdem die RTX 4060 um 3,54 Prozentpunkte abrutschte. Ein Ausreißer der RTX 5070 hat sich korrigiert.

Auch bei der genutzten Systemsoftware zeigen sich eindeutige Trends auf der Plattform. Der Marktanteil von Windows 10 sank um rund 15 Prozent, während Windows 11 um über zehn Prozent zulegte. Gleichzeitig verzeichnete Linux einen Anstieg auf über fünf Prozent. Das ist jedoch nicht zwangsläufig eine Folge der Unzufriedenheit mit Windows 11, sondern ist primär auf die wachsende Verbreitung von Gaming-Handhelds wie dem Steam Deck zurückzuführen.

Wie viel Arbeitsspeicher nutzt ihr aktuell in eurem System? Habt ihr Hardware verkauft oder Upgrades wegen der Preise verschoben? Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Die Steam-Umfrage zeigt einen starken Rückgang bei 32 Gigabyte RAM an
  • Hohe Preise durch den Ausbau von Rechenzentren führen zur Verknappung
  • Viele Nutzer verkaufen ihren Speicher oder kaufen direkt weniger RAM ein
  • Mit nur 16 Gigabyte RAM müssen Spieler oft die Grafikregler reduzieren
  • Auch bei großen Festplatten und modernen Grafikkarten gibt es Verluste
  • Bei den Betriebssystemen verzeichnen Windows 11 und Linux Zuwächse

Siehe auch:
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!