Raspberry-Pi-Schock: Massive Preiserhöhungen durch Speicherkrise
Die globale Speicherkrise treibt die Preise für den beliebten Raspberry Pi bzw. dessen einzelne Modelle massiv in die Höhe. Wegen der enormen Nachfrage aus dem KI-Sektor steigen die Kosten für Varianten mit viel Arbeitsspeicher um bis zu 150 Dollar.
Besonders stark betroffen sind Platinen mit hoher Speicherkapazität. Der Raspberry Pi 5 mit 16 Gigabyte Arbeitsspeicher kostet nun 100 Dollar (etwa 87 Euro) mehr. Das Desktop-Kit Raspberry Pi 500+ verzeichnet einen Aufschlag von 150 Dollar (etwa 130 Euro). Für Käufer bedeutet das eine finanzielle Mehrbelastung. Ältere Modelle wie der Raspberry Pi Zero oder Varianten mit ein bis zwei Gigabyte RAM bleiben von den Erhöhungen indes verschont.
Um die Auswirkungen auf das eigene Budget besser kalkulieren zu können, hilft ein Blick auf die konkreten Preissteigerungen der gängigsten Modelle - die vollständige Liste der Steigerungen (auf Basis der Dollar-Preise) ist im Anschluss zu finden:
Laut Upton handele es sich bei den Preisanpassungen um eine temporäre Maßnahme. Sobald sich der Speichermarkt beruhige und die Komponentenkosten sinken, werde das Unternehmen die Preise auf das ursprüngliche Niveau senken. Bis dahin müssen Nutzer abwägen, wie viel Arbeitsspeicher ihre Software-Anwendungen voraussetzen, um unnötige Ausgaben zu vermeiden. Die anhaltende Speicherkrise dürfte dabei laut Analysten noch einige Jahre andauern.
Wie bewertet ihr die Preissteigerungen beim Raspberry Pi? Werdet ihr auf Modelle mit weniger Speicher ausweichen oder Projekte verschieben? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!
Siehe auch:
Preisschock für Einplatinen-PCs
Die anhaltende globale Speicherkrise hat diverse direkte Auswirkungen auf Endanwender, nun trifft es Hardware- und PC-Bastler hart. Ab sofort steigen die Preise für zahlreiche Modelle des Raspberry Pi um bis zu 150 Dollar (etwa 130 Euro). Eben Upton, der Gründer des Unternehmens, begründet den Schritt in einem Blogbeitrag mit den sich versiebenfachenden Kosten für LPDDR4-Speicherbausteine innerhalb des vergangenen Jahres. Der enorme Bedarf an Arbeitsspeicher für Rechenzentren im Bereich der Künstlichen Intelligenz verknappt das Angebot auf dem Weltmarkt.Besonders stark betroffen sind Platinen mit hoher Speicherkapazität. Der Raspberry Pi 5 mit 16 Gigabyte Arbeitsspeicher kostet nun 100 Dollar (etwa 87 Euro) mehr. Das Desktop-Kit Raspberry Pi 500+ verzeichnet einen Aufschlag von 150 Dollar (etwa 130 Euro). Für Käufer bedeutet das eine finanzielle Mehrbelastung. Ältere Modelle wie der Raspberry Pi Zero oder Varianten mit ein bis zwei Gigabyte RAM bleiben von den Erhöhungen indes verschont.
Neues Modell als Zwischenlösung
Wie The Register meldet, reagiert der Hersteller auf die angespannte Marktlage mit einer technischen Anpassung. Ingenieure haben eine neue Version des Raspberry Pi 4 mit drei Gigabyte RAM entworfen, die für 83,75 Dollar (etwa 73 Euro) angeboten wird. Das Ziel ist es, dass Kunden exakt die Speichermenge erwerben können, die sie für ihre Projekte benötigen.Um die Auswirkungen auf das eigene Budget besser kalkulieren zu können, hilft ein Blick auf die konkreten Preissteigerungen der gängigsten Modelle - die vollständige Liste der Steigerungen (auf Basis der Dollar-Preise) ist im Anschluss zu finden:
- Raspberry Pi 4 und 5 (vier Gigabyte): Anstieg um 25 Dollar (etwa 22 Euro)
- Raspberry Pi 4 und 5 (acht Gigabyte): Anstieg um 50 Dollar (etwa 43 Euro)
- Raspberry Pi 5 (16 Gigabyte): Anstieg um 100 Dollar (etwa 87 Euro)
- Compute Module 4 und 5 (ab vier Gigabyte): Anstieg um 25 bis 100 Dollar (etwa 22 bis 87 Euro)
Laut Upton handele es sich bei den Preisanpassungen um eine temporäre Maßnahme. Sobald sich der Speichermarkt beruhige und die Komponentenkosten sinken, werde das Unternehmen die Preise auf das ursprüngliche Niveau senken. Bis dahin müssen Nutzer abwägen, wie viel Arbeitsspeicher ihre Software-Anwendungen voraussetzen, um unnötige Ausgaben zu vermeiden. Die anhaltende Speicherkrise dürfte dabei laut Analysten noch einige Jahre andauern.
Wie bewertet ihr die Preissteigerungen beim Raspberry Pi? Werdet ihr auf Modelle mit weniger Speicher ausweichen oder Projekte verschieben? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!
| Raspberry Pi: Preiserhöhungen ab April 2026 | |||
|---|---|---|---|
| Produkt | Speicher | Aufpreis (USD) | Aufpreis (Euro) |
| Raspberry Pi 4 und 5 | 4 GB | 25 Dollar | ~22 Euro |
| Raspberry Pi 4 und 5 | 8 GB | 50 Dollar | ~43 Euro |
| Raspberry Pi 5 | 16 GB | 100 Dollar | ~86 Euro |
| Raspberry Pi 500 (Einzelgerät und Kit) | – | 50 Dollar | ~43 Euro |
| Raspberry Pi 500+ (Einzelgerät) | – | 150 Dollar | ~129 Euro |
| Raspberry Pi 500+ Kit | – | 150 Dollar | ~129 Euro |
| Compute Module 4 und 4S | 1 GB | 11,25 Dollar | ~10 Euro |
| Compute Module 4, 4S, 5 | 2 GB | 12,50 Dollar | ~11 Euro |
| Compute Module 4, 4S, 5 | 4 GB | 25 Dollar | ~22 Euro |
| Compute Module 4, 4S, 5 | 8 GB | 50 Dollar | ~43 Euro |
| Compute Module 5 | 16 GB | 100 Dollar | ~86 Euro |
| Dev Kit für Compute Module 5 | – | 25 Dollar | ~22 Euro |
| Raspberry Pi AI HAT+ 2 | – | 50 Dollar | ~43 Euro |
Zusammenfassung
- Zahlreiche Raspberry-Pi-Modelle verteuern sich um bis zu 150 Dollar
- Grund dafür sind die extrem gestiegenen Kosten für LPDDR4-Speicherchips
- Der hohe Bedarf für Künstliche Intelligenz verknappt das Speicherangebot
- Besonders Platinen mit viel Arbeitsspeicher verzeichnen hohe Aufschläge
- Ein neues Modell des Raspberry Pi 4 mit drei Gigabyte RAM schafft Abhilfe
- Gründer Eben Upton plant, die Preise bei Marktentspannung wieder zu senken
- Bastler müssen nun genau abwägen, wie viel Arbeitsspeicher sie benötigen
Siehe auch:
- Irre RAM-Preisentwicklung: Raspberry Pi muss abermals Preise erhöhen
- Raspberry Pi: Speicherkrise macht Bastelcomputer bis zu 25 Dollar teurer
- RAMpokalypse: Speicherkrise wird noch viele Jahre lang dauern
- Neue Raspberry Pi-Erweiterung führt KI-Modelle lokal aus
- Zu teuer, zu hohe Nachfrage - Hersteller reagieren mit RAM-Downgrades
Thema:
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- Tutorial: Wie man den Raspberry Pi mit der Cloud synchroniert (Teil 1)
- Tutorial: Wie man den Raspberry Pi mit der Cloud synchroniert (Teil 2)
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