Kleiner als Blutzelle: Uni erstellt den weltweit winzigsten QR-Code

Physiker der Universität Münster haben einen neuen Weltrekord auf­ge­stellt: Sie schufen den kleinsten QR-Code aller Zeiten. Mit einer Fläche von nur 5,38 Quadratmikrometern ist er siebenmal kleiner als eine rote Blutzelle und übertrifft den bisherigen Rekord deutlich.
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Winziger Code, große Leistung

Ein Forscherteam der Universität Münster hat einen Weltrekord aufgestellt: Sie haben den kleinsten QR-Code der Welt hergestellt. Mit einer Fläche von nur 5,38 Quadratmikrometern ist dieser Code etwa siebenmal kleiner als eine menschliche rote Blutzelle und übertrifft den bisherigen Rekord um das Zwanzigfache.

Das Team um Physikprofessor Dr. Carsten Schuck und die Studenten Lukas Schulte, Tim Buskasper und David Lemli nutzte für diesen Erfolg die hochmoderne Infrastruktur der Münster Nanofabrication Facility (MNF). Der Miniatur-QR-Code wurde mithilfe der Elektronenstrahllithografie erstellt, einem äußerst präzisen Verfahren zur Mikro- und Nanostrukturierung. Google QR-CodesDer QR-Code ist rund siebenmal kleiner als eine rote Blutzelle eines Menschen Die offizielle Messung und Anerkennung des Rekords erfolgte durch das Unternehmen Hitachi High-Tech Europe GmbH und wurde von Guinness World Records bestätigt. Mit einer Seitenlänge von nur etwa 2,319 Mikrometern (0,002319 Millimetern) setzt dieser QR-Code neue Maßstäbe in der Miniaturisierung.

Mehr als nur ein Rekord

Der winzige Code hat nicht nur einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde erhalten, sondern dient auch einem praktischen Zweck.

Mit diesem Miniatur-Code möchten wir das Physikstudium an der Universität Münster bewerben und zeigen, was mit der hiesigen Infrastruktur möglich ist.
Lukas Schulte, Student und Projektbeteiligter
Professor Schuck betont die Bedeutung dieser Leistung für die Ausbildung: "Die technische Ausstattung in der MNF ist hochmodern und kommt neben unseren Forschungsaktivitäten in der Quantentechnologie unseren Studierenden in innovativen Lehrformaten zugute, die in Praktika nanoskalige QR-Codes herstellen - wenn auch etwas größer als bei unserem Rekordversuch."


QR-Codes: Klein, aber oho

QR-Codes, die in den 1990er-Jahren von der japanischen Firma Denso Wave entwickelt wurden, sind heute allgegenwärtig. Im Gegensatz zu herkömmlichen Barcodes können QR-Codes zweidimensional ausgelesen werden, was die Speicherung einer deutlich größeren Datenmenge ermöglicht.

Der Rekord-QR-Code der Universität Münster ist mit bloßem Auge nicht zu er­ken­nen. Er kann jedoch über ein Mikroskop stark vergrößert auf einem Com­pu­ter­bild­schirm dargestellt werden. Scannt man die vergrößerte Darstellung, wird man auf die Website des Departments für Quantenphysik der Universität weitergeleitet.

Herausforderungen und Grenzen

Trotz des Erfolgs stößt die Miniaturisierung von QR-Codes an physikalische Grenzen. Bei winzigen Strukturen können Quanteneffekte auftreten, die die Funktionalität beeinträchtigen. Zudem stellt die Auslesung solcher winzigen Codes eine technische Herausforderung dar, die spezielle Mikroskope erfordert.

Obwohl der Rekord-QR-Code primär zu Demonstrationszwecken dient, könnten ähnliche Techniken in Zukunft für die Produktauthentifizierung oder in der Nanotechnologie eingesetzt werden. Denkbar wären etwa mikroskopisch kleine Markierungen auf Medikamenten oder elektronischen Bauteilen.

Was denkt ihr über diesen Miniatur-QR-Code? Seht ihr praktische Anwendungen für solch winzige Strukturen in der Technik oder im Alltag? Teilt eure Ideen und Meinungen in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Physiker der Uni Münster stellen kleinsten QR-Code der Welt her
  • Code misst nur 5,38 Quadratmikrometer und ist 7-mal kleiner als Blutzelle
  • Herstellung erfolgte mittels Elektronenstrahllithografie an der MNF
  • Guinness World Records bestätigte offiziell den neuen Weltrekord
  • QR-Code wirbt für Physikstudium und demonstriert technische Möglichkeiten
  • Scan der vergrößerten Darstellung führt zur Website des Departments
  • Miniaturisierung könnte künftig für Produktauthentifizierung genutzt werden

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