Windows: Alte Kernel-Treiber werden in Kürze endgültig gesperrt
Microsoft will noch in diesem Jahr eine zentrale Schwachstelle seines Betriebssystems Windows 11 beheben. Im Fokus steht dabei eine tiefgreifende Änderung im Umgang mit Kernel-Treibern, die direkten Zugriff auf das Herzstück des Systems haben.
Zukünftig erlaubt der Windows-Kernel standardmäßig nur noch Treiber, die über das offizielle Windows-Hardware-Compatibility-Program (WHCP) signiert wurden. Diese Maßnahme betrifft unter anderem kommende Versionen wie Windows 11 24H2 sowie auch Server-Systeme wie Windows Server 2025.
Gleichzeitig versucht Microsoft, den Spagat zwischen Sicherheit und Kompatibilität zu meistern. So wird es eine Ausnahmeliste geben, auf der ältere, aber als vertrauenswürdig eingestufte Treiber weiterhin zugelassen bleiben. Zudem startet die neue Sicherheitsrichtlinie zunächst in einem Prüfmodus: Systeme werden über einen gewissen Zeitraum überwacht, um mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen.
Hintergrund der Initiative sind unter anderem anhaltende Beschwerden von Nutzern sowie Berichte über Schwächen bei Stabilität und Zuverlässigkeit insbesondere im Unternehmensumfeld. Microsoft betont, dass die neuen Maßnahmen auf umfangreichen Telemetriedaten basieren, die über Jahre hinweg von Millionen Geräten gesammelt wurden.
Die Einführung der neuen Kernel-Richtlinie soll schrittweise erfolgen. Dabei will Microsoft Rückmeldungen von Kunden kontinuierlich auswerten, um die Umsetzung weiter zu optimieren und mögliche Probleme frühzeitig zu beheben.
Siehe auch:
Nur noch WHCP - mit Ausnahmen
Konkret kündigte das Unternehmen an, ab April 2026 eine veraltete Methode zur Treiber-Zertifizierung endgültig abzuschaffen. Dabei handelt es sich um das sogenannte Cross-Signed-Root-Program, das bereits Anfang der 2000er Jahre eingeführt wurde. Obwohl dieses Verfahren schon 2021 eingestellt wurde und die entsprechenden Zertifikate inzwischen abgelaufen sind, werden einige dieser alten Treiber bislang weiterhin vom System akzeptiert. Genau das soll sich nun ändern.Zukünftig erlaubt der Windows-Kernel standardmäßig nur noch Treiber, die über das offizielle Windows-Hardware-Compatibility-Program (WHCP) signiert wurden. Diese Maßnahme betrifft unter anderem kommende Versionen wie Windows 11 24H2 sowie auch Server-Systeme wie Windows Server 2025.
Gleichzeitig versucht Microsoft, den Spagat zwischen Sicherheit und Kompatibilität zu meistern. So wird es eine Ausnahmeliste geben, auf der ältere, aber als vertrauenswürdig eingestufte Treiber weiterhin zugelassen bleiben. Zudem startet die neue Sicherheitsrichtlinie zunächst in einem Prüfmodus: Systeme werden über einen gewissen Zeitraum überwacht, um mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen.
Keine echte Konsequenz
Unternehmen erhalten darüber hinaus die Möglichkeit, eigene Anpassungen vorzunehmen. Mithilfe von Richtlinien für Anwendungskontrolle können sie etwa selbst entwickelte Treiber weiterhin einsetzen, auch wenn diese nicht den neuen Standardvorgaben entsprechen.Hintergrund der Initiative sind unter anderem anhaltende Beschwerden von Nutzern sowie Berichte über Schwächen bei Stabilität und Zuverlässigkeit insbesondere im Unternehmensumfeld. Microsoft betont, dass die neuen Maßnahmen auf umfangreichen Telemetriedaten basieren, die über Jahre hinweg von Millionen Geräten gesammelt wurden.
Die Einführung der neuen Kernel-Richtlinie soll schrittweise erfolgen. Dabei will Microsoft Rückmeldungen von Kunden kontinuierlich auswerten, um die Umsetzung weiter zu optimieren und mögliche Probleme frühzeitig zu beheben.
Zusammenfassung
- Microsoft sperrt ab April 2026 alte Kernel-Treiber in Windows 11
- Das veraltete Cross-Signed-Root-Program wird endgültig abgeschafft
- Nur noch über das offizielle WHCP signierte Treiber werden erlaubt
- Eine Ausnahmeliste erlaubt weiterhin vertrauenswürdige alte Treiber
- Die neue Sicherheitsrichtlinie startet zunächst in einem Prüfmodus
- Unternehmen können eigene Treiber per Anwendungskontrolle zulassen
- Die Einführung der neuen Kernel-Richtlinie erfolgt schrittweise
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