Neues High-Tech-Verfahren soll Krebs um Jahre früher sichtbar machen
Forscher in den USA haben auf Basis modernster Technologien eine neue Methode entwickelt, mit der sich Krebs möglicherweise um Jahre früher erkennen lässt. Das kann die Heilungschancen deutlich nach oben treiben.
Ziel ist es, Krebs nicht erst dann zu diagnostizieren, wenn er bereits klinisch sichtbar ist, sondern bereits fünf bis acht Jahre vorher. Grundlage dafür sind kleinste Veränderungen in DNA und RNA, die auf eine spätere Erkrankung hindeuten können.
Die Wissenschaftler haben über zwei Jahre hinweg frühere Studien ausgewertet, um zu verstehen, warum zwischen der Entstehung von Krebs und seiner Diagnose oft eine große zeitliche Lücke liegt. Ihre Erkenntnis: Entscheidend ist, extrem frühe molekulare Prozesse sichtbar zu machen.
Hier setzt nun die Kombination aus Photonik, also der Nutzung von Licht, und Nanotechnologie an. Da Moleküle und Mikroorganismen zu klein sind, um mit herkömmlichen Methoden ausreichend genau erfasst zu werden, nutzen die Forscher spezielle Nanomaterialien. Diese können mit Licht interagieren und so gewissermaßen mit biologischen Strukturen "kommunizieren". Auf diese Weise lassen sich Veränderungen im Körper indirekt beobachten.
Die Forschungsarbeit, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Chemical Reviews, gilt als wichtiger Schritt hin zu früheren und präziseren Diagnosen. Experten sehen darin großes Potenzial für die Medizin. Denn je früher eine Krankheit erkannt wird, desto größer sind die Behandlungsmöglichkeiten.
Siehe auch:
Veränderte RNA-Moleküle finden
Ein Team der University of Illinois Urbana-Champaign berichtet, dass mithilfe von Photonik und Nanotechnologie molekulare Signale identifiziert werden können, die lange vor den ersten herkömmlichen Krebs-Symptomen auftreten. Im Mittelpunkt der Arbeit steht der Postdoktorand Seemesh Bhaskar, der gemeinsam mit Professor Brian Cunningham an innovativen Nanosensoren forscht.Ziel ist es, Krebs nicht erst dann zu diagnostizieren, wenn er bereits klinisch sichtbar ist, sondern bereits fünf bis acht Jahre vorher. Grundlage dafür sind kleinste Veränderungen in DNA und RNA, die auf eine spätere Erkrankung hindeuten können.
Die Wissenschaftler haben über zwei Jahre hinweg frühere Studien ausgewertet, um zu verstehen, warum zwischen der Entstehung von Krebs und seiner Diagnose oft eine große zeitliche Lücke liegt. Ihre Erkenntnis: Entscheidend ist, extrem frühe molekulare Prozesse sichtbar zu machen.
Hier setzt nun die Kombination aus Photonik, also der Nutzung von Licht, und Nanotechnologie an. Da Moleküle und Mikroorganismen zu klein sind, um mit herkömmlichen Methoden ausreichend genau erfasst zu werden, nutzen die Forscher spezielle Nanomaterialien. Diese können mit Licht interagieren und so gewissermaßen mit biologischen Strukturen "kommunizieren". Auf diese Weise lassen sich Veränderungen im Körper indirekt beobachten.
Nanostrukturen nutzen
Ein bislang wenig beachteter Aspekt spielt dabei eine wichtige Rolle: das magnetische Feld elektromagnetischer Strahlung. Während sich die Forschung lange auf elektrische Eigenschaften konzentrierte, gelang es Bhaskar und seinem Team erstmals, auch das magnetische Potenzial mithilfe speziell entwickelter Nano-Strukturen nutzbar zu machen. So konnten sie winzige RNA-Signale nachweisen, die Jahre später wahrscheinlich zur Krebsentstehung beitragen.Die Forschungsarbeit, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Chemical Reviews, gilt als wichtiger Schritt hin zu früheren und präziseren Diagnosen. Experten sehen darin großes Potenzial für die Medizin. Denn je früher eine Krankheit erkannt wird, desto größer sind die Behandlungsmöglichkeiten.
Zusammenfassung
- Forscher der University of Illinois entwickelten ein neues Krebserkennungsverfahren
- Photonik und Nanotechnologie ermöglichen das Erkennen molekularer Signale
- Krebs soll bereits fünf bis acht Jahre vor der Diagnose erkennbar werden
- Kleinste Veränderungen in DNA und RNA deuten auf spätere Erkrankungen hin
- Spezielle Nanomaterialien interagieren mit Licht und biologischen Strukturen
- Das magnetische Feld elektromagnetischer Strahlung spielt eine neue Rolle
- Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Chemical Reviews veröffentlicht
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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