LibreOffice wettert gegen Ribbon-Interface von Microsoft Office
The Document Foundation kritisiert Microsofts Ribbon-Menü. Die weitverbreitete Leiste gelte zu Unrecht als Goldstandard, so die Entwickler. Doch was macht die Open-Source-Alternative der eigenen Meinung nach tatsächlich besser als der Marktführer?
Laut der Stiftung gibt es keine objektiven Beweise für eine überlegene Nutzbarkeit der mit Office 2007 eingeführten Menübänder. Damals ersetzte Microsoft die gewohnten Menüs durch das optisch dominante Ribbon, was zunächst für erhebliche Proteste bei routinierten Nutzern sorgte. Das Design beansprucht besonders auf modernen 16:9-Monitoren wertvollen vertikalen Platz, so ein Kritikpunkt. Erfahrene Anwender sind mit klassischen, tief gestaffelten Menüstrukturen oft schneller, da das Muskelgedächtnis hier effektiver greift, meint TDF.
Nutzer können je nach Workflow und Vorlieben zwischen diversen Ansichten wechseln:
Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist der Umgang mit Daten. LibreOffice, das 2010 als Abspaltung von OpenOffice.org entstand, verzichtet komplett auf Telemetrie oder Werbung. Während kommerzielle Suiten zunehmend Cloud-Zwang und KI-Funktionen integrieren, setzt die TDF auf lokale Datenverarbeitung. Der offene Quellcode ermöglicht zudem eine unabhängige Sicherheitsüberprüfung, was für Behörden und datenschutzbewusste Unternehmen entscheidend ist.
Haltet ihr das Ribbon-Menü für unverzichtbar oder bevorzugt ihr klassische Leisten? Schreibt uns eure Meinung jetzt in die Kommentare!
Siehe auch:
Kritik am Office-Standard
Die Entwickler von LibreOffice haben deutliche Kritik am weitverbreiteten Ribbon-Interface von Microsoft Office geäußert. In einem Blogbeitrag argumentiert The Document Foundation (TDF), dass die Beliebtheit der Multifunktionsleiste nicht auf ergonomischen Vorteilen beruhe. Vielmehr basiere der Erfolg lediglich auf der enormen Marktmacht des Konzerns aus Redmond. Viele Anwender würden Software nur danach beurteilen, wie sehr sie dem bekannten Vorbild ähnelt, was Innovationen bremst.Laut der Stiftung gibt es keine objektiven Beweise für eine überlegene Nutzbarkeit der mit Office 2007 eingeführten Menübänder. Damals ersetzte Microsoft die gewohnten Menüs durch das optisch dominante Ribbon, was zunächst für erhebliche Proteste bei routinierten Nutzern sorgte. Das Design beansprucht besonders auf modernen 16:9-Monitoren wertvollen vertikalen Platz, so ein Kritikpunkt. Erfahrene Anwender sind mit klassischen, tief gestaffelten Menüstrukturen oft schneller, da das Muskelgedächtnis hier effektiver greift, meint TDF.
Flexibilität statt Zwang
Wie Neowin unter Berufung auf den TDF-Beitrag berichtet, sehen die Macher der freien Software ihre Stärke in der Anpassbarkeit. Während Microsoft 365 oder Klone wie WPS Office meist eine starre Oberfläche bieten, lässt LibreOffice dem Anwender die Wahl. Die Gemeinschaft entwickelte verschiedene Konzepte, um unterschiedliche Arbeitsweisen zu unterstützen.Nutzer können je nach Workflow und Vorlieben zwischen diversen Ansichten wechseln:
- Klassische Symbolleisten für traditionelles Arbeiten
- Die registerkartenbasierte Ansicht (ähnlich dem Ribbon)
- Kompakte Varianten für kleine Bildschirme
- Eine seitenleistenbasierte Umgebung für Widescreens
- Kontextabhängige Einzel-Leisten
Formate und Historie
Neben der Oberflächen-Debatte führen die Entwickler technische Argumente ins Feld. Das native Open Document Format (ODF) garantiere im Gegensatz zu Microsofts OOXML langfristigen Zugriff auf Dateien ohne Abhängigkeiten. Das Microsoft-Format gilt unter Experten als extrem komplex. In der Praxis weichen gespeicherte Dateien oft von den Spezifikationen ab, was die fehlerfreie Darstellung in anderer Software erschwert.Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist der Umgang mit Daten. LibreOffice, das 2010 als Abspaltung von OpenOffice.org entstand, verzichtet komplett auf Telemetrie oder Werbung. Während kommerzielle Suiten zunehmend Cloud-Zwang und KI-Funktionen integrieren, setzt die TDF auf lokale Datenverarbeitung. Der offene Quellcode ermöglicht zudem eine unabhängige Sicherheitsüberprüfung, was für Behörden und datenschutzbewusste Unternehmen entscheidend ist.
Haltet ihr das Ribbon-Menü für unverzichtbar oder bevorzugt ihr klassische Leisten? Schreibt uns eure Meinung jetzt in die Kommentare!
Zusammenfassung
- TDF kritisiert Microsofts Ribbon-Menü als ungerechtfertigten Goldstandard
- Ribbons Erfolg basiere nur auf Microsofts enormer Marktmacht laut TDF
- Keine objektiven Beweise für überlegene Nutzbarkeit der Menübänder
- Das Ribbon-Design beansprucht wertvollen vertikalen Platz auf Monitoren
- LibreOffice bietet flexible Oberflächen für verschiedene Arbeitsweisen
- Das offene ODF-Format sichert langfristigen Zugriff ohne Abhängigkeiten
- LibreOffice verzichtet komplett auf Telemetrie, Werbung und Cloud-Zwang
Siehe auch:
- LibreOffice Online kehrt zurück und Streit mit Collabora eskaliert
- LibreOffice teilt heftig aus: Konkurrent OnlyOffice sei 'fake Open-Source'
- Umstieg leicht gemacht: LibreOffice verbessert Microsoft-Kompatibilität
- LibreOffice vs. Microsoft: keine Telemetrie, Offline-Nutzung & PGP
- LibreOffice 25.8 besiegelt das Ende für Windows 7- und 32-Bit-Support
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