LibreOffice vs. Microsoft:
keine Telemetrie, Offline-Nutzung & PGP

Die Entwickler von LibreOffice sehen in aktuellen Entwicklungen die Chance, sich noch besser als Gegenmodell zum Marktführer aus dem Hause Microsoft zu positionieren. Es geht dabei um wachsende geopolitische Spannungen und strengere Datenschutzgesetze.
Büropaket, Libreoffice, bürosoftware
The Document Foundation

Neue Version mit Behörden-Fokus

LibreOffice 25.8, das vergangene Woche veröffentlicht wurde, richtet sich vor allem an öffentliche Verwaltungen und große Unternehmen, die mehr Kontrolle über ihre IT-Infrastruktur und Daten erlangen wollen, erklärte das Entwickler-Team in einem gesonderten Beitrag.

Die Prioritäten seien klar: Schutz sensibler Informationen, Unabhängigkeit von ausländischen Anbietern und Stärkung der digitalen Eigenständigkeit. Gerade für Regierungen bedeutet digitale Souveränität nicht nur ein politisches Leitbild, sondern eine konkrete Notwendigkeit - ob beim Schutz vor ausländischer Überwachung, der Einhaltung von Regularien wie der DSGVO oder bei der Vermeidung kostspieliger Lizenzmodelle.


LibreOffice 25.8 verzichtet daher vollständig auf Telemetrie und arbeitet ohne versteckte Datensammlung, hieß es. Die Software sei außerdem - im Gegensatz zu dem immer stärker mit Cloud und KI-Systemen verbundenen Microsoft Office - vollständig offline nutzbar und eignet sich damit auch für besonders sensible Umgebungen wie Behördennetzwerke oder kritische Infrastrukturen. Zudem lassen sich Dokumente direkt mit OpenPGP verschlüsseln, wobei die Schlüsselverwaltung in den Händen der Nutzer liegt.

Ein zentrales Element bleibt die Unterstützung offener Formate. LibreOffice setzt auf das ISO-zertifizierte Open Document Format (ODF), das langfristige Zugänglichkeit und Interoperabilität garantieren soll. Gleichzeitig wurde die Kompatibilität mit gängigen Microsoft-Formaten wie DOCX, XLSX und PPTX weiter verbessert, um den Dokumentaustausch in gemischten Infrastrukturen zu erleichtern.

Bewährt in mehreren Staaten

Die Suite läuft auf Windows, Linux und MacOS und lässt sich nahtlos mit Plattformen wie Nextcloud oder OwnCloud verbinden. Sie skaliert von einzelnen Arbeitsplätzen bis hin zu umfangreichen Unternehmensinstallationen mit zentraler Verwaltung. Da keine Lizenzgebühren anfallen, können Institutionen ihre IT-Ausgaben deutlich senken - im Einklang mit Vergaberichtlinien, die offene Standards bevorzugen.

Bereits heute setzen Regierungen und Ministerien in Deutschland, Frankreich, Italien und Brasilien auf LibreOffice, um ihre digitale Infrastruktur unabhängiger zu gestalten. Hinter der Software steht die gemeinnützige Document Foundation, die mit einem weltweiten Netzwerk an Entwicklern arbeitet - frei von kommerziellen Interessenkonflikten.

Download LibreOffice - quelloffene Office-Suite
Zusammenfassung
  • LibreOffice 25.8 präsentiert sich als Gegenmodell zu Microsoft Office
  • Vollständiger Verzicht auf Telemetrie und versteckte Datensammlungen
  • Offline-Nutzbarkeit auch in sensiblen Umgebungen wie Behördennetzwerken
  • Direkte OpenPGP-Verschlüsselung mit nutzerkontrollierter Schlüsselverwaltung
  • Unterstützung offener ISO-zertifizierter Formate bei verbesserter Microsoft-Kompatibilität
  • Kostenlos nutzbar auf Windows, Linux und MacOS, mit Cloudanbindungsmöglichkeit
  • Bereits in Regierungen Deutschlands, Frankreichs, Italiens und Brasiliens im Einsatz

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