Neue Vorstöße: Altersprüfung soll durchs Betriebssystem erfolgen
Weltweit wird inzwischen versucht, in Sozialen Medien einen besseren Jugendschutz durchzusetzen. Im Fahrwasser dessen laufen nun auch Gesetzgebungsprojekte an, die eine Altersprüfung direkt in den Betriebssystemen verankern wollen.
Der Colorado-Entwurf sieht vor, dass Nutzer ihr Alter einmalig beim Betriebssystem angeben. Apps könnten dann über eine Schnittstelle (API) auf eine Altersklasse zugreifen, ohne direkt persönliche Daten zu erhalten. "Ziel ist es, Kinder im Netz besser zu schützen, ohne dabei die Privatsphäre der Nutzer zu gefährden", erklärte Ball gegenüber dem US-Magazin PCMag.
Anders als in einigen anderen Bundesstaaten sei bei dem geplanten Gesetz weder die Weitergabe personenbezogener Daten noch die Nutzung von Gesichtserkennung erforderlich. Auch sollen die Altersinformationen nur zur Altersverifikation genutzt werden und nicht für andere Zwecke weitergegeben werden.
Ein zentraler Vorteil des Entwurfs: Die Altersprüfung würde einmalig über das Betriebssystem erfolgen, statt dass jede App ihre eigene Überprüfung implementieren müsste. Bisherige Methoden wie das Einscannen von Ausweisen werfen oft Datenschutz- und Sicherheitsfragen auf. Zudem sieht die Regelung bei Verstößen empfindliche Bußgelder vor: bis zu 2500 Dollar pro betroffenen Minderjährigen bei fahrlässiger Verletzung und bis zu 7500 Dollar bei vorsätzlicher Verletzung.
Befürworter hingegen sehen Vorteile für App-Entwickler und Plattformbetreiber, die bisher für unzureichende Altersprüfungen verklagt wurden. Verschiedene Betreiber großer Social Media-Plattformen und auch das Porno-Portal Pornhub unterstützen Altersverifikationen auf Geräteebene. Denn diese könnten sehr viel Geld sparen, wenn sich nicht selbst um die Altersverifikation kümmern müssen.
Siehe auch:
Gesetzentwurf in Colorado
Im US-Bundesstaat Colorado gibt es aktuell einen entsprechenden Vorstoß. Hier könnten bald Alterskontrollen direkt auf Betriebssystem-Ebene vorgeschrieben werden. Ein entsprechender Gesetzentwurf wurde kürzlich eingebracht. In Kalifornien wird mit dem Gesetz AB 1043 eine vergleichbare Regelung bereits im Januar 2027 in Kraft treten.Der Colorado-Entwurf sieht vor, dass Nutzer ihr Alter einmalig beim Betriebssystem angeben. Apps könnten dann über eine Schnittstelle (API) auf eine Altersklasse zugreifen, ohne direkt persönliche Daten zu erhalten. "Ziel ist es, Kinder im Netz besser zu schützen, ohne dabei die Privatsphäre der Nutzer zu gefährden", erklärte Ball gegenüber dem US-Magazin PCMag.
Anders als in einigen anderen Bundesstaaten sei bei dem geplanten Gesetz weder die Weitergabe personenbezogener Daten noch die Nutzung von Gesichtserkennung erforderlich. Auch sollen die Altersinformationen nur zur Altersverifikation genutzt werden und nicht für andere Zwecke weitergegeben werden.
Ein zentraler Vorteil des Entwurfs: Die Altersprüfung würde einmalig über das Betriebssystem erfolgen, statt dass jede App ihre eigene Überprüfung implementieren müsste. Bisherige Methoden wie das Einscannen von Ausweisen werfen oft Datenschutz- und Sicherheitsfragen auf. Zudem sieht die Regelung bei Verstößen empfindliche Bußgelder vor: bis zu 2500 Dollar pro betroffenen Minderjährigen bei fahrlässiger Verletzung und bis zu 7500 Dollar bei vorsätzlicher Verletzung.
Plattformbetreiber feiern
Kritiker bemängeln allerdings Schwächen des Vorschlags. Eine verpflichtende Überprüfung über amtliche Ausweise ist nicht vorgesehen, und die Regelung betrifft bislang nur Apps und App-Stores, nicht Websites. Nutzer auf Reddit wiesen zudem darauf hin, dass ein Gerät zwar einem volljährigen Besitzer gehören kann, die tatsächliche Nutzung jedoch durch Minderjährige erfolgen könnte. "Man muss den Menschen kennen, nicht das Gerät", schrieb ein Softwareentwickler.Befürworter hingegen sehen Vorteile für App-Entwickler und Plattformbetreiber, die bisher für unzureichende Altersprüfungen verklagt wurden. Verschiedene Betreiber großer Social Media-Plattformen und auch das Porno-Portal Pornhub unterstützen Altersverifikationen auf Geräteebene. Denn diese könnten sehr viel Geld sparen, wenn sich nicht selbst um die Altersverifikation kümmern müssen.
Zusammenfassung
- Colorados Gesetzentwurf will Altersprüfung im Betriebssystem verankern
- Kaliforniens Gesetz AB 1043 tritt bereits im Januar 2027 in Kraft
- Nutzer geben ihr Alter einmalig an, Apps greifen per API darauf zu
- Weder Gesichtserkennung noch Weitergabe persönlicher Daten nötig
- Bußgelder bis zu 7500 Dollar bei vorsätzlichen Verstößen vorgesehen
- Kritiker bemängeln fehlende Ausweispflicht und Lücken bei Websites
- Plattformbetreiber befürworten die Altersprüfung auf Geräteebene
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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