So geht's mit dem Radio weiter:
ARD schaltet UKW-Sender ab
UKW verschwindet leise aus dem Äther: Immer mehr Radiosender schalten ihre analogen Frequenzen ab und setzen voll auf DAB+. Der digitale Umstieg erreicht nun auch weitere Regionen und bekannte Programme.
Betroffen ist das Kulturprogramm radio3. In der Region ist das Programm dann terrestrisch nur noch über DAB+ empfangbar. Der rbb verweist darauf, dass digitale Empfangswege inzwischen eine flächendeckende Versorgung ermöglichen sollen.
Ganz ohne UKW bleibt radio3 in Teilen des Sendegebiets jedoch nicht. Im östlichen und nordöstlichen Raum kann weiterhin die Berliner Frequenz 92,4 Megahertz genutzt werden. Südlich des Hohen Flämings bis zur Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt ist diese Alternative allerdings kaum noch praktikabel. Begleitend zur Abschaltung wirbt der rbb mit einer Aktion, bei der DAB+-Radios verlost werden.
Für den rbb ist es erst die zweite Stilllegung einer analogen Frequenz. Bereits 2017 verschwand eine UKW-Frequenz von Antenne Brandenburg am Standort Oranienburg, nachdem der dortige Sendemast gesprengt worden war. Eine Ersatzfrequenz wurde nicht aufgebaut. Seitdem sind Hörer des Regionalprogramms in der Region auf DAB+ oder das Internet angewiesen.
Beim Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) stehen weitere Abschaltungen bevor. Die Anstalt hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, sich von einem Teil ihrer UKW-Frequenzen zu trennen. Insgesamt sollen 37 der ehemals 173 Frequenzen aufgegeben werden. Der Rückzug begann bereits 2025, weitere Abschaltungen gelten als wahrscheinlich.
Ein wesentlicher Treiber ist die Finanzierung. Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) erkennt die Kosten für die UKW-Verbreitung nur noch bis Ende 2032 an. Ab 2033 können ARD und Deutschlandradio nur noch DAB+-Verbreitungskosten geltend machen. Ein gesetzliches UKW-Verbot ist damit zwar nicht verbunden, doch müssten die Anstalten die analoge Ausstrahlung aus anderen Budgets finanzieren.
Angesichts des Spardrucks gilt ein Festhalten an UKW als unwahrscheinlich. Prognosen gehen davon aus, dass bis Anfang der 2030er-Jahre mehr als drei Viertel der Bevölkerung Zugang zu DAB+ haben werden. Nach aktuellen Erhebungen verfügen bereits rund 40 Prozent der Haushalte über mindestens ein entsprechendes Gerät.
Wie hört ihr Radio - noch klassisch über UKW oder längst digital per DAB+ und App? Teilt eure Erfahrungen gern in den Kommentaren.
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Siehe auch:
Abschied vom analogen UKW-Radio
Sowohl öffentlich-rechtliche als auch private Anbieter schalten nach und nach klassische UKW-Frequenzen ab und setzen stattdessen auf den Digitalstandard DAB+. Das meldet das Online-Magazin Teltarif. Nach anderen ARD-Anstalten treibt nun auch der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) den Umstieg voran. Zum 1. Februar wird die UKW-Frequenz 100,2 Megahertz mit einer Sendeleistung von zehn Kilowatt am Standort Bad Belzig abgeschaltet.Betroffen ist das Kulturprogramm radio3. In der Region ist das Programm dann terrestrisch nur noch über DAB+ empfangbar. Der rbb verweist darauf, dass digitale Empfangswege inzwischen eine flächendeckende Versorgung ermöglichen sollen.
Ganz ohne UKW bleibt radio3 in Teilen des Sendegebiets jedoch nicht. Im östlichen und nordöstlichen Raum kann weiterhin die Berliner Frequenz 92,4 Megahertz genutzt werden. Südlich des Hohen Flämings bis zur Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt ist diese Alternative allerdings kaum noch praktikabel. Begleitend zur Abschaltung wirbt der rbb mit einer Aktion, bei der DAB+-Radios verlost werden.
Für den rbb ist es erst die zweite Stilllegung einer analogen Frequenz. Bereits 2017 verschwand eine UKW-Frequenz von Antenne Brandenburg am Standort Oranienburg, nachdem der dortige Sendemast gesprengt worden war. Eine Ersatzfrequenz wurde nicht aufgebaut. Seitdem sind Hörer des Regionalprogramms in der Region auf DAB+ oder das Internet angewiesen.
Pläne bei NDR und MDR
Auch andere ARD-Anstalten reduzieren ihre UKW-Präsenz. Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) trennte sich zum Jahresbeginn von der Frequenz 96,3 Megahertz in Stralsund, über die NDR 1 Radio Mecklenburg-Vorpommern ausgestrahlt wurde. Infografik Rundfunkgebühren: Wo ist der ÖRR noch gebührenfinanziert?
Beim Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) stehen weitere Abschaltungen bevor. Die Anstalt hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, sich von einem Teil ihrer UKW-Frequenzen zu trennen. Insgesamt sollen 37 der ehemals 173 Frequenzen aufgegeben werden. Der Rückzug begann bereits 2025, weitere Abschaltungen gelten als wahrscheinlich.
Ein wesentlicher Treiber ist die Finanzierung. Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) erkennt die Kosten für die UKW-Verbreitung nur noch bis Ende 2032 an. Ab 2033 können ARD und Deutschlandradio nur noch DAB+-Verbreitungskosten geltend machen. Ein gesetzliches UKW-Verbot ist damit zwar nicht verbunden, doch müssten die Anstalten die analoge Ausstrahlung aus anderen Budgets finanzieren.
Angesichts des Spardrucks gilt ein Festhalten an UKW als unwahrscheinlich. Prognosen gehen davon aus, dass bis Anfang der 2030er-Jahre mehr als drei Viertel der Bevölkerung Zugang zu DAB+ haben werden. Nach aktuellen Erhebungen verfügen bereits rund 40 Prozent der Haushalte über mindestens ein entsprechendes Gerät.
Wie hört ihr Radio - noch klassisch über UKW oder längst digital per DAB+ und App? Teilt eure Erfahrungen gern in den Kommentaren.
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Zusammenfassung
- Immer mehr Radiosender schalten analoge UKW-Frequenzen ab
- Der rbb schaltet am 1. Februar die UKW-Frequenz in Bad Belzig ab
- Nach 2032 erkennt die KEF nur noch DAB+-Verbreitungskosten an
- Bis Anfang der 2030er-Jahre werden 75 Prozent DAB+-Zugang haben
- Der MDR plant die Abschaltung von 37 seiner ehemals 173 Frequenzen
- Etwa 40 Prozent der Haushalte besitzen mindestens ein DAB+-Gerät
- Finanzielle Gründe sind ein wesentlicher Treiber für den UKW-Ausstieg
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