Sicherheit hat ihren Preis:
Bitwarden verdoppelt Abo-Preise
Der Passwortmanager Bitwarden richtet seine kostenpflichtigen Tarife neu aus. Mit einem Update erweitert der Anbieter den Funktionsumfang von der reinen Passwortverwaltung hin zu proaktiver Identitätssicherheit. Für wen das Update geeignet ist.
Kunden der Premium- und Familientarife erhalten Zugriff auf sogenannte "Vault Health Alerts". Diese weisen direkt im Tresor auf schwache, wiederverwendete oder in bekannten Datenlecks aufgetauchte Passwörter hin. Ergänzend führt Bitwarden ein interaktives "Password Coaching" ein, das Nutzer bei der Erstellung oder Änderung von Zugangsdaten unterstützt und auf sichere Alternativen hinweist. Die Sicherheitsprüfungen sind damit stärker in den Arbeitsablauf integriert.
Bitwarden galt lange als Preisführer mit einem Jahrespreis von zehn Dollar für das Premium-Abo. Trotz der deutlichen Erhöhung bleibt Bitwarden im Vergleich zu Wettbewerbern wie 1Password oder Dashlane preislich im unteren Segment, vermutlich wagt das Unternehmen genau deshalb die Anpassung.
Bestehende Abonnenten werden 15 Tage vor der nächsten Abrechnung informiert und erhalten bei der ersten Verlängerung einen Treuerabatt von 25 Prozent.
Auch die Zwei-Faktor-Authentifizierung wird ausgebaut. Künftig können bis zu zehn Sicherheitsschlüssel hinterlegt werden, darunter FIDO2-WebAuthn-Lösungen und Hardware-Keys wie YubiKeys. Diese gelten als besonders wirksamer Schutz vor Phishing. Ergänzend ist ein Phishing-Blocker angekündigt, der schädliche Webseiten erkennen soll, bevor Zugangsdaten eingegeben werden.
Was haltet ihr von der neuen Preisstruktur und den zusätzlichen Features? Seht ihr den Aufpreis als gerechtfertigt an oder schaut ihr euch nach Alternativen um? Wir freuen uns auf eure Meinung in den Kommentaren!
Download Bitwarden - Open-Source-Passwort-Manager
Siehe auch:
Fokus auf proaktive Identitätssicherheit
Im Mittelpunkt stehen Funktionen, die Sicherheitsrisiken erkennen sollen, bevor Konten kompromittiert werden, meldet das Unternehmen. Dazu zählt insbesondere der Schutz vor sogenanntem Credential-Stuffing, bei dem Angreifer automatisierte Anmeldeversuche mit gestohlenen Zugangsdaten durchführen.Kunden der Premium- und Familientarife erhalten Zugriff auf sogenannte "Vault Health Alerts". Diese weisen direkt im Tresor auf schwache, wiederverwendete oder in bekannten Datenlecks aufgetauchte Passwörter hin. Ergänzend führt Bitwarden ein interaktives "Password Coaching" ein, das Nutzer bei der Erstellung oder Änderung von Zugangsdaten unterstützt und auf sichere Alternativen hinweist. Die Sicherheitsprüfungen sind damit stärker in den Arbeitsablauf integriert.
Preisanpassung
Die neuen Funktionen gehen allerdings mit einer kräftigen Preisanpassung einher. Der Premium-Tarif kostet künftig 1,65 Dollar pro Monat beziehungsweise 19,80 Dollar pro Jahr. Der Familientarif für bis zu sechs Nutzer liegt bei 3,99 Dollar monatlich oder 47,88 Dollar jährlich.Bitwarden galt lange als Preisführer mit einem Jahrespreis von zehn Dollar für das Premium-Abo. Trotz der deutlichen Erhöhung bleibt Bitwarden im Vergleich zu Wettbewerbern wie 1Password oder Dashlane preislich im unteren Segment, vermutlich wagt das Unternehmen genau deshalb die Anpassung.
Bestehende Abonnenten werden 15 Tage vor der nächsten Abrechnung informiert und erhalten bei der ersten Verlängerung einen Treuerabatt von 25 Prozent.
Erweiterter Speicher und FIDO2-Support
Zusätzlich erweitert Bitwarden die technischen Leistungen der Abonnements. Der verschlüsselte Speicherplatz für Dateianhänge wurde auf fünf Gigabyte erhöht. Damit lassen sich mehr Dokumente wie Ausweiskopien, Backup-Codes oder Zertifikate Ende-zu-Ende-verschlüsselt im Tresor speichern. Infografik: Regelmäßige Passwortänderung für Deutsche kaum ein Thema
Auch die Zwei-Faktor-Authentifizierung wird ausgebaut. Künftig können bis zu zehn Sicherheitsschlüssel hinterlegt werden, darunter FIDO2-WebAuthn-Lösungen und Hardware-Keys wie YubiKeys. Diese gelten als besonders wirksamer Schutz vor Phishing. Ergänzend ist ein Phishing-Blocker angekündigt, der schädliche Webseiten erkennen soll, bevor Zugangsdaten eingegeben werden.
Kostenlose Version und Self-Hosting
An der kostenlosen Basis-Version hält Bitwarden fest. Sie bietet weiterhin unbegrenzte Passwörter auf beliebig vielen Geräten. Zudem bleibt das Self-Hosting per Docker möglich.Was haltet ihr von der neuen Preisstruktur und den zusätzlichen Features? Seht ihr den Aufpreis als gerechtfertigt an oder schaut ihr euch nach Alternativen um? Wir freuen uns auf eure Meinung in den Kommentaren!
Download Bitwarden - Open-Source-Passwort-Manager
Zusammenfassung
- Bitwarden vollzieht Strategiewechsel zu proaktiver Identitätssicherheit
- Neue 'Vault Health Alerts' warnen vor schwachen oder geleakten Zugangsdaten
- Premium-Tarif steigt auf 1,65 Dollar monatlich, Familientarif auf 3,99 Dollar
- Bestehende Kunden erhalten bei erster Verlängerung 25 Prozent Treuerabatt
- Speicherplatz für verschlüsselte Dateianhänge wurde auf fünf Gigabyte erhöht
- Bis zu zehn Sicherheitsschlüssel für Zwei-Faktor-Authentifizierung möglich
- Kostenlose Version behält unbegrenzte Passwörter und Self-Hosting-Option
Siehe auch:
- BSI deckt viel zu viele Sicherheitslücken im Passwortmanager-Test auf
- BSI warnt: Zero-Day-Lücke in Google Chrome wird aktiv ausgenutzt
- BSI warnt vor aktiven Angriffen auf iOS und MacOS - Updates verfügbar
- Achtung - BSI mit Sicherheitswarnung für Edge- und Chrome-User
- BSI schlägt Alarm: Nur 44 % der Deutschen nutzen starke Passwörter
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