Microsoft bestätigt: Januar-Update lässt Anwendungen abstürzen

Die Windows-Updates vom Januar bereiten Ärger, da Programme beim Zugriff auf Cloud-Dienste wie OneDrive einfrieren. Be­trof­fen sind fast alle Systeme von Windows 10 bis Server 2025. Mi­cro­soft bestätigt den Fehler und nennt erste Über­gangs­lö­sun­gen für Nutzer.
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Januar-Update sorgt für App-Abstürze

Das erste große Update-Paket des Jahres 2026 bereitet einmal wieder große Probleme. Nach der Installation der Sicherheitsupdates vom Januar-Patchday, darunter insbesondere KB5074109, melden Nutzer vermehrt einfrierende Programme und Fehlermeldungen.

Betroffen sind vor allem Anwendungen, die direkt auf Cloud-Speicher zugreifen oder Dateien dort öffnen. Sobald Programme versuchen, Daten auf Dienste wie OneDrive oder Dropbox zu schreiben, kann der jeweilige Prozess hängen bleiben.


Der Fehler tritt nicht nur bei einer einzelnen Windows-Version auf. Betroffen sind nahezu alle aktuell unterstützten Systeme, darunter Windows 11 (Versionen 25H2, 24H2 und 23H2) sowie Windows 10 22H2. Auch im Server-Umfeld, von Windows Server 2019 bis Windows Server 2025, wird das Problem beobachtet. Besonders kritisch ist dies für Unternehmen, die Terminal-Server oder virtuelle Desktop-Infrastrukturen mit Cloud-Anbindung einsetzen.

Wie Microsoft im Release Health Dashboard bestätigt, ist der Fehler bekannt und wird untersucht. Besonders deutlich zeigt sich das Problem bei Microsoft Outlook. Befinden sich PST- oder OST-Dateien auf synchronisierten Cloud-Laufwerken oder werden dorthin verschoben, reagiert der E-Mail-Client häufig nicht mehr.

Warnung vor Datenverlust in Outlook

In diesen Fällen bleibt Nutzern oft nur, den Prozess über den Task-Manager zu beenden oder das System neu zu starten. Microsoft warnt, dass gesendete E-Mails unter Umständen nicht im Ordner "Gesendete Objekte" erscheinen oder Dateien mehrfach heruntergeladen werden.

Übergangslösung für betroffene Nutzer

Bis ein korrigierendes Update bereitsteht, empfiehlt Microsoft verschiedene Übergangslösungen. IT-Verantwortliche sollten prüfen, ob betroffene Anwender vorübergehend alternative Speicherorte nutzen können.

Folgende Maßnahmen werden empfohlen:

  • Verschieben der Outlook-PST-Dateien aus dem OneDrive-Ordner auf ein lokales, nicht synchronisiertes Laufwerk.
  • Nutzung von Webmail (Outlook Web App/OWA) als vorübergehende Alternative zum Desktop-Client.
  • Kontaktaufnahme mit dem Entwickler der jeweiligen Drittanbieter-App, falls spezielle Branchensoftware betroffen ist.

Microsoft arbeitet an einer Lösung und dürfte zeitnah ein Update bereitstellen, das den Fehler korrigiert.

Habt ihr diese Probleme nach dem Januar-Patchday ebenfalls beobachtet oder seid ihr verschont geblieben? Schreibt uns eure Erfahrungen und eventuelle Lösungswege gerne in die Kommentare!

Zusammenfassung
  • Januar-Update von Microsoft führt zu Abstürzen bei Cloud-Zugriffen
  • Betroffen sind Windows 10 bis Server 2025 nach Installation von KB5074109
  • Programme frieren besonders beim Zugriff auf OneDrive oder Dropbox ein
  • Kritisch für Unternehmen mit Terminal-Servern und Cloud-Anbindungen
  • Microsoft bestätigt Problem und empfiehlt Nutzung lokaler Laufwerke
  • Outlook-Nutzer sollten PST-Dateien aus synchronisierten Cloud-Ordnern verschieben
  • Eine permanente Lösung durch ein korrigierendes Update ist in Arbeit

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