Wer soll das bezahlen? Auch PC-Netzteile & -Kühler werden wohl teurer
Nach Arbeitsspeicher und SSDs drohen nun auch bei Netzteilen und Kühlern spürbare Preiserhöhungen. Steigende Rohstoffkosten und das Ende von Rabattaktionen könnten den PC-Bau im Jahr 2026 noch teurer machen, als er ohnehin schon geworden ist.
Die Warnung kommt zu einer Zeit, in der die Budgets vieler Anwender bereits strapaziert sind. Sollten sich die Prognosen bewahrheiten, steht der PC-Markt im Jahr 2026 vor einer enorm schwierigen Phase. Wenn neben den ohnehin oft volatilen Preisen für Grafikkarten und dem teuren Speicher nun auch die klassischen Basiskomponenten im Preis anziehen, wird der PC zunehmend zum Luxusgut.
Die im Raum stehenden Zahlen dürften Endanwender beunruhigen. Denn bei Netzteilen wird eine Kostensteigerung von sechs bis zehn Prozent erwartet. Für Heatpipes und Kühlkörper soll der Preis um sechs bis acht Prozent steigen. Außerdem sollen ab dem 1. Februar 2026 sämtliche Promotions- und Rabattaktionen gestrichen werden. Über 90 Prozent der Produkte werden dann wohl nicht nur zum regulären Listenpreis verkauft, sondern erhalten zusätzlich den erwähnten Aufschlag.
Auch Silber spielt eine wichtige Rolle und kommt oft in hochwertigen, bleifreien Loten oder leistungsstarken Wärmeleitpasten zum Einsatz. Da die Preise für diese Metalle zuletzt angezogen haben, sinkt die Marge der Fertiger. Diese Kostensteigerung soll nun wohl direkt an die Kunden weitergegeben werden. Allerdings konnte die Verbindung von Guangzhou Xinhongzheng Electronic Technology zu großen westlichen Marken bislang nicht zweifelsfrei durch unabhängige Stellen verifiziert werden, und es handelt sich primär um Informationen aus dem chinesischen Distributionskanal.
Dennoch betreffen globale Rohstoffpreise in der Regel alle Hersteller gleichermaßen. Es ist daher nicht unwahrscheinlich, dass auch hierzulande bekannte Marken wie Corsair, be quiet! oder Seasonic ihre Preise zeitnah anpassen. Händler könnten versuchen, ihre Lagerbestände noch im Januar aufzufüllen, was kurzfristig zu einer Verknappung führen könnte.
Für viele PC-Käufer und Gamer könnte das bedeuten, geplante Upgrades aufzuschieben oder bei der Qualität der Komponenten Abstriche zu machen. Letzteres ist gerade bei Netzteilen jedoch riskant, da billigere Modelle oft schlechtere Schutzschaltungen und eine geringere Effizienz aufweisen, was langfristig die die Hardware gefährden kann.
Wie bewertet ihr diese Preisentwicklung für Hardware im Jahr 2026? Schreibt uns eure Einschätzung und Pläne für kommende Upgrades gerne in die Kommentare!
Siehe auch:
Nächste Hiobsbotschaft für PC-Enthusiasten
Wer aktuell einen neuen Desktop-PC zusammenstellt oder aufrüstet, muss bereits tief in die Tasche greifen. Insbesondere Arbeitsspeicher und SSDs haben sich in den letzten Monaten spürbar verteuert. Anbieter verkaufen daher sogar schon Fertig-PCs komplett ohne RAM. Erste Bastler löten ihren DDR5-RAM zudem schon selbst zusammen. Doch auch andere Komponenten werden jetzt wohl teurer. So stehen aktuellen Berichten zufolge zwei weitere essenzielle PC-Einzelteile vor einer signifikanten Preisanpassung: Netzteile und CPU-Kühler.Die Warnung kommt zu einer Zeit, in der die Budgets vieler Anwender bereits strapaziert sind. Sollten sich die Prognosen bewahrheiten, steht der PC-Markt im Jahr 2026 vor einer enorm schwierigen Phase. Wenn neben den ohnehin oft volatilen Preisen für Grafikkarten und dem teuren Speicher nun auch die klassischen Basiskomponenten im Preis anziehen, wird der PC zunehmend zum Luxusgut.
Bericht aus der Lieferkette
Wie VideoCardz berichtet, kursiert derzeit ein entsprechendes Schreiben des chinesischen Unternehmens Guangzhou Xinhongzheng Electronic Technology an Distributoren. Darin wird explizit vor steigenden Kosten für vorgelagerte Materialien gewarnt. Die Zulieferer hätten bereits zum 6. Januar 2026 die Annahme von Aufträgen zu alten Konditionen gestoppt. Bestellungen, die nach diesem Stichtag eingingen, würden bereits mit den neuen, höheren Preisen kalkuliert.Die im Raum stehenden Zahlen dürften Endanwender beunruhigen. Denn bei Netzteilen wird eine Kostensteigerung von sechs bis zehn Prozent erwartet. Für Heatpipes und Kühlkörper soll der Preis um sechs bis acht Prozent steigen. Außerdem sollen ab dem 1. Februar 2026 sämtliche Promotions- und Rabattaktionen gestrichen werden. Über 90 Prozent der Produkte werden dann wohl nicht nur zum regulären Listenpreis verkauft, sondern erhalten zusätzlich den erwähnten Aufschlag.
Rohstoffe treiben die Kosten
Als Ursache für die Teuerung werden spezifisch Kupfer, Silber und Zinn genannt. Diese Rohstoffe sind für die Fertigung hochwertiger Hardware unverzichtbar. Kupfer ist das Basismaterial für Spulen und Transformatoren in Netzteilen sowie für Heatpipes und Bodenplatten bei CPU-Kühlern, da es eine exzellente Wärmeleitfähigkeit und elektrische Leitfähigkeit besitzt. Gerade moderne Hochleistungskühler benötigen Kupfer, um die Abwärme aktueller Prozessoren effizient abzuführen.Auch Silber spielt eine wichtige Rolle und kommt oft in hochwertigen, bleifreien Loten oder leistungsstarken Wärmeleitpasten zum Einsatz. Da die Preise für diese Metalle zuletzt angezogen haben, sinkt die Marge der Fertiger. Diese Kostensteigerung soll nun wohl direkt an die Kunden weitergegeben werden. Allerdings konnte die Verbindung von Guangzhou Xinhongzheng Electronic Technology zu großen westlichen Marken bislang nicht zweifelsfrei durch unabhängige Stellen verifiziert werden, und es handelt sich primär um Informationen aus dem chinesischen Distributionskanal.
Dennoch betreffen globale Rohstoffpreise in der Regel alle Hersteller gleichermaßen. Es ist daher nicht unwahrscheinlich, dass auch hierzulande bekannte Marken wie Corsair, be quiet! oder Seasonic ihre Preise zeitnah anpassen. Händler könnten versuchen, ihre Lagerbestände noch im Januar aufzufüllen, was kurzfristig zu einer Verknappung führen könnte.
Wird der PC zum Luxusgut?
Damit stellt sich die drängende Frage, welche Zielgruppe sich leistungsfähige Systeme in absehbarer Zukunft noch ohne Zähneknirschen leisten kann. Gerade im Einsteiger- und Mittelklasse-Segment, wo oft mit spitzem Bleistift kalkuliert wird, schlagen Aufschläge von zehn Prozent durch die Bank spürbar ins Gewicht. Ein System könnte durch die kumulierten Erhöhungen bei RAM, SSD, Netzteil und Kühlung schnell mehrere hunderte Euro teurer werden, ohne dabei mehr Leistung zu bieten.Für viele PC-Käufer und Gamer könnte das bedeuten, geplante Upgrades aufzuschieben oder bei der Qualität der Komponenten Abstriche zu machen. Letzteres ist gerade bei Netzteilen jedoch riskant, da billigere Modelle oft schlechtere Schutzschaltungen und eine geringere Effizienz aufweisen, was langfristig die die Hardware gefährden kann.
Wie bewertet ihr diese Preisentwicklung für Hardware im Jahr 2026? Schreibt uns eure Einschätzung und Pläne für kommende Upgrades gerne in die Kommentare!
Zusammenfassung
- Preissteigerungen von 6-10% bei Netzteilen und Kühlern ab Januar 2026 erwartet
- Steigende Kosten für Kupfer, Silber und Zinn belasten die Produktion
- Hersteller werden Mehrkosten wohl an Kunden weitergeben
- Rabatt- und Promotionsaktionen sollen ab dem 1. Februar 2026 entfallen
- Auch RAM und SSDs sind bereits deutlich teurer geworden
- PCs werden zunehmend teurer, besonders bei Einsteiger- und Mittelklasse
Siehe auch:
- Samsung 'verursacht' Speicherknappheit und warnt nun vor Preisanstieg
- Speicher-Krise: Asus kündigt spürbare Preiserhöhungen an
- Speicherkrise: Preise für ältere AMD-Prozessoren schießen in die Höhe
- Speicherkrise: Smartphone-Preise steigen, Hardware wird schlechter
- Speicherkrise: Dell hebt Preise vieler Laptops um bis zu 30 Prozent an
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