Windows 11 bekommt per Update ein modernes Ausführen-Fenster
Der klassische "Ausführen"-Dialog ist ein Relikt aus Windows-95-Zeiten. Nun testet Microsoft eine moderne WinUI-3-Variante, die optisch zu Windows 11 passt. Die neue Version bleibt wohl vorerst optional und muss manuell aktiviert werden.
Das graue Fenster mit den eckigen Kanten wirkte inmitten der abgerundeten und transparenten Oberflächen zunehmend wie ein Fremdkörper. Nun wurden in aktuellen Vorschau-Versionen Hinweise auf eine grundlegende Überarbeitung entdeckt. Microsoft testet eine auf WinUI 3 basierende Variante, die das in die Jahre gekommene Design durch eine zeitgemäße Optik ersetzt.
Die neue Version wurde erstmals in der Insider-Build 26.534 gesichtet und unterscheidet sich signifikant vom Vorgänger. Technisch verabschiedet sich Microsoft hier von den alten GDI-Zeichnungsroutinen der shell32.dll und setzt auf XAML. Das Resultat sind abgerundete Ecken, eine bessere Unterstützung für den Dunkelmodus und eine Integration der Befehlshistorie direkt über dem Eingabefeld. User müssen sich jedoch nicht sofort umgewöhnen. Nach aktuellen Erkenntnissen plant der Konzern aus Redmond, die moderne Fassung zunächst rein optional anzubieten. Der klassische Dialog wird vorerst mit der Neuentwicklung koexistieren.
Wie der bekannte Leaker @phantomofearth auf der Plattform X schreibt, ist die neue Funktion standardmäßig noch deaktiviert. Nutzer müssen sie explizit in den Systemeinstellungen aktivieren, was über einen speziellen Bereich für Entwickler oder fortgeschrittene Startoptionen geschieht.
Das neue Design weist technisch und optisch starke Parallelen zum Launcher aus den PowerToys auf. Wird ein bekannter Befehl erkannt, zeigt der Dialog nun das passende App-Icon an, was eine sofortige visuelle Bestätigung ermöglicht. Wer beispielsweise "notepad" eintippt, sieht sofort das Editor-Symbol. Ein wichtiges Detail für Administratoren bleibt dabei erhalten: Die Tastenkombination Strg+Umschalt+Enter, mit der Befehle direkt mit erhöhten Rechten (als Administrator) ausgeführt werden können, funktioniert auch in der WinUI-3-Fassung tadellos. Das System greift dabei im Hintergrund weiterhin auf die Registry-Datenbank unter `HKEY_CURRENT_USERSoftwareMicrosoftWindowsCurrentVersionExplorerRunMRU` zu, um die Historie der zuletzt genutzten Befehle abzurufen.
Gerade das Fehlen der Durchsuchen-Option könnte für einige Anwender ein Ausschlusskriterium darstellen. Wer häufig Skripte oder Programme startet, die nicht im globalen Pfad (PATH-Variable) liegen, ist auf diese Navigation angewiesen. Es bleibt abzuwarten, ob Microsoft dieses Feature bis zum finalen Release nachrüstet oder ob die neue Version primär als schneller App-Launcher konzipiert ist.
Nutzt ihr regelmäßig den klassischen Ausführen-Dialog oder seid ihr längst auf Alternativen wie PowerToys Run umgestiegen? Schreibt uns eure Meinung zu der geplanten Design-Änderung gerne in die Kommentare!
Siehe auch:
Modernisierung für Win+R
Das "Ausführen"- bzw. "Run"-Dialogfenster gehört zum absoluten Urgestein des Microsoft-Betriebssystems. Seit der Einführung des Startmenüs in Windows 95 dient das kleine Eingabefenster Administratoren und Power-Usern als direkter Draht zum Systemkern. Während Microsoft in den letzten Jahren weite Teile von Windows 11 optisch an die moderne Fluent-Designsprache angepasst hat, blieb dieser Dialog, der u. a. über die Tastenkombination Win+R aufgerufen wird, ein Relikt der Win32-Ära.Das graue Fenster mit den eckigen Kanten wirkte inmitten der abgerundeten und transparenten Oberflächen zunehmend wie ein Fremdkörper. Nun wurden in aktuellen Vorschau-Versionen Hinweise auf eine grundlegende Überarbeitung entdeckt. Microsoft testet eine auf WinUI 3 basierende Variante, die das in die Jahre gekommene Design durch eine zeitgemäße Optik ersetzt.
Die neue Version wurde erstmals in der Insider-Build 26.534 gesichtet und unterscheidet sich signifikant vom Vorgänger. Technisch verabschiedet sich Microsoft hier von den alten GDI-Zeichnungsroutinen der shell32.dll und setzt auf XAML. Das Resultat sind abgerundete Ecken, eine bessere Unterstützung für den Dunkelmodus und eine Integration der Befehlshistorie direkt über dem Eingabefeld. User müssen sich jedoch nicht sofort umgewöhnen. Nach aktuellen Erkenntnissen plant der Konzern aus Redmond, die moderne Fassung zunächst rein optional anzubieten. Der klassische Dialog wird vorerst mit der Neuentwicklung koexistieren.
Wie der bekannte Leaker @phantomofearth auf der Plattform X schreibt, ist die neue Funktion standardmäßig noch deaktiviert. Nutzer müssen sie explizit in den Systemeinstellungen aktivieren, was über einen speziellen Bereich für Entwickler oder fortgeschrittene Startoptionen geschieht.
Das neue Design weist technisch und optisch starke Parallelen zum Launcher aus den PowerToys auf. Wird ein bekannter Befehl erkannt, zeigt der Dialog nun das passende App-Icon an, was eine sofortige visuelle Bestätigung ermöglicht. Wer beispielsweise "notepad" eintippt, sieht sofort das Editor-Symbol. Ein wichtiges Detail für Administratoren bleibt dabei erhalten: Die Tastenkombination Strg+Umschalt+Enter, mit der Befehle direkt mit erhöhten Rechten (als Administrator) ausgeführt werden können, funktioniert auch in der WinUI-3-Fassung tadellos. Das System greift dabei im Hintergrund weiterhin auf die Registry-Datenbank unter `HKEY_CURRENT_USERSoftwareMicrosoftWindowsCurrentVersionExplorerRunMRU` zu, um die Historie der zuletzt genutzten Befehle abzurufen.
Licht und Schatten
Ein genauerer Blick auf die aktuelle Implementierung offenbart allerdings, dass die Modernisierung noch nicht abgeschlossen ist. Es zeigen sich im direkten Vergleich zum bewährten Standard sowohl Fortschritte als auch funktionale Lücken:- Modernisierung: Das Fenster nutzt transparente Materialien (Mica-Effekt) und fügt sich nahtlos in das Windows-11-Design ein.
- Defizit: Der klassische "Durchsuchen"-Button, mit dem man manuell nach ausführbaren Dateien im Dateisystem suchen kann, fehlt in der neuen Ansicht bisher komplett.
Gerade das Fehlen der Durchsuchen-Option könnte für einige Anwender ein Ausschlusskriterium darstellen. Wer häufig Skripte oder Programme startet, die nicht im globalen Pfad (PATH-Variable) liegen, ist auf diese Navigation angewiesen. Es bleibt abzuwarten, ob Microsoft dieses Feature bis zum finalen Release nachrüstet oder ob die neue Version primär als schneller App-Launcher konzipiert ist.
Nutzt ihr regelmäßig den klassischen Ausführen-Dialog oder seid ihr längst auf Alternativen wie PowerToys Run umgestiegen? Schreibt uns eure Meinung zu der geplanten Design-Änderung gerne in die Kommentare!
Zusammenfassung
- Microsoft modernisiert den klassischen Windows-Ausführen-Dialog mit WinUI 3
- Die neue Version bietet abgerundete Ecken und bessere Dunkelmodus-Unterstützung
- Befehlshistorie erscheint nun direkt über dem Eingabefeld mit passenden App-Icons
- Die modernisierte Variante bleibt zunächst optional und muss manuell aktiviert werden
- Der klassische Durchsuchen-Button fehlt bisher in der neuen WinUI-3-Variante
- Administrator-Befehle können weiterhin mit Strg+Umschalt+Enter ausgeführt werden
- Die neue Design-Version wurde erstmals in der Insider-Build 26534 entdeckt
Siehe auch:
- Windows 11: Microsoft will CPU-Liste vereinfachen, erreicht Gegenteil
- Windows 11: Neues Update sorgt für Schrecksekunde im Datei-Explorer
- Windows 11: Frisches optionales Update führt etliche Neuerungen ein
- Microsoft gibt zu: KI-Agenten in Windows 11 können halluzinieren
- Windows 11 strauchelt plötzlich - Nutzerzahlen im November 2025
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