The Witcher: Entwickler plant 3 Spiele in 6 Jahren - kann das gut gehen?
CD Projekt Red will seine komplett neue Witcher-Trilogie innerhalb von nur sechs Jahren veröffentlichen. Nach dem Debakel um Cyberpunk 2077 gibt es jedoch Zweifel an der Machbarkeit. Kann der ambitionierte Zeitplan ohne Qualitätsverlust gelingen?
Demnach sollen die nächsten drei Hauptspiele der Reihe immer noch innerhalb eines Zeitraums von nur sechs Jahren veröffentlicht werden. Angesichts der turbulenten Veröffentlichungsgeschichte des Studios, insbesondere im Hinblick auf den technisch desaströsen Start von Cyberpunk 2077, beäugen Branchenkenner diese Ankündigung kritisch.
Michał Nowakowski, Co-CEO des Unternehmens, bestätigte gegenüber Investoren, dass sich The Witcher 4 inzwischen in der vollen Produktionsphase befinde. Ein Release im Jahr 2026 sei jedoch ausgeschlossen, da die Marketingkampagnen für Titel dieser Größenordnung mindestens ein Jahr Vorlauf benötigen. Sollte der erste Teil der neuen Saga 2027 erscheinen, müsste das Studio die beiden Nachfolger bis 2033 fertigstellen. Das würde eine signifikante Verkürzung der Entwicklungszyklen bedeuten, die bei CD Projekt Red in der Vergangenheit oft fünf bis sieben Jahre zwischen großen Titeln betrugen.
Während frühere Titel auf der hauseigenen, oft schwerfälligen REDengine basierten, nutzt das Studio für die neue Trilogie die Unreal Engine 5 von Epic Games. Seit fast vier Jahren experimentieren die Entwickler bereits mit der neuen Umgebung. Das Management argumentiert nun, dass die neue Technologiebasis die Entwicklung der Teile fünf und sechs massiv beschleunigt. Zudem dürfte der Industriestandard das Onboarding neuer Mitarbeiter erleichtern, da viele Programmierer bereits Erfahrung mit der Unreal Engine mitbringen.
Es bleibt abzuwarten, ob die Synergieeffekte der Unreal Engine 5 ausreichen, um die berüchtigten "Crunch"-Phasen und mittlerweile branchenüblichen Verschiebungen wie zuletzt auch bei GTA 6 zu vermeiden. Für Gamer wäre ein stabiler Release-Zyklus wünschenswert, doch die Qualität darf unter dem Termindruck nicht leiden. Das Studio wandert auf einem schmalen Grat zwischen wirtschaftlicher Effizienz und dem künstlerischen Anspruch, der The Witcher 3: Wild Hunt vor zehn Jahren zum Meisterwerk machte.
Glaubt ihr, dass CD Projekt Red diesen straffen Zeitplan ohne Qualitätsverlust einhalten kann? Oder befürchtet ihr angesichts der Release-Strategie und der Historie des Studios ein erneutes Bug-Desaster? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare!
Siehe auch:
Ehrgeizige Pläne für die Saga
Während der Wicther-Autor verrät, dass ein wichtiges Element der Computerspiele auf einem Fehler basiert und der Wechsel zu Ciri als Hauptcharakter in The Witcher 4 als "woke" bezeichnet wird, befindet sich das nächste Hexer-Spiel in der intensiven Entwicklung. Der polnische Entwickler CD Projekt Red hat jetzt im Rahmen einer aktuellen Finanzkonferenz zudem bekräftigt, an einem äußerst ehrgeizigen Zeitplan festzuhalten.Demnach sollen die nächsten drei Hauptspiele der Reihe immer noch innerhalb eines Zeitraums von nur sechs Jahren veröffentlicht werden. Angesichts der turbulenten Veröffentlichungsgeschichte des Studios, insbesondere im Hinblick auf den technisch desaströsen Start von Cyberpunk 2077, beäugen Branchenkenner diese Ankündigung kritisch.
Michał Nowakowski, Co-CEO des Unternehmens, bestätigte gegenüber Investoren, dass sich The Witcher 4 inzwischen in der vollen Produktionsphase befinde. Ein Release im Jahr 2026 sei jedoch ausgeschlossen, da die Marketingkampagnen für Titel dieser Größenordnung mindestens ein Jahr Vorlauf benötigen. Sollte der erste Teil der neuen Saga 2027 erscheinen, müsste das Studio die beiden Nachfolger bis 2033 fertigstellen. Das würde eine signifikante Verkürzung der Entwicklungszyklen bedeuten, die bei CD Projekt Red in der Vergangenheit oft fünf bis sieben Jahre zwischen großen Titeln betrugen.
Branchenkenner äußern Zweifel
Die Skepsis in der Fachpresse ist greifbar. Wie Eurogamer anmerkt, ist ein solches Unterfangen in der modernen RPG-Landschaft fast beispiellos. Als letzter vergleichbarer Erfolg gilt die Mass-Effect-Trilogie von BioWare, deren Abschluss jedoch bereits über ein Jahrzehnt zurückliegt und die in einer Zeit entstand, als der technische Aufwand noch deutlich geringer war. Es besteht die Gefahr, dass die Spiele zugunsten des Zeitplans an Tiefe verlieren oder in technisch mangelhaftem Zustand erscheinen.Während frühere Titel auf der hauseigenen, oft schwerfälligen REDengine basierten, nutzt das Studio für die neue Trilogie die Unreal Engine 5 von Epic Games. Seit fast vier Jahren experimentieren die Entwickler bereits mit der neuen Umgebung. Das Management argumentiert nun, dass die neue Technologiebasis die Entwicklung der Teile fünf und sechs massiv beschleunigt. Zudem dürfte der Industriestandard das Onboarding neuer Mitarbeiter erleichtern, da viele Programmierer bereits Erfahrung mit der Unreal Engine mitbringen.
Enorme interne Belastung
Ein weiterer kritischer Faktor ist jedoch die interne Ressourcenverteilung und die schiere Masse an parallelen Projekten. Laut aktuellen Berichten arbeiten derzeit 447 Entwickler allein an The Witcher 4. Das ist jedoch nur ein Teil der gewaltigen Projektfülle, die das Studio bewältigen muss:- Project Polaris: Der Start der neuen Witcher-Trilogie
- Canis Majoris: Ein Remake des ersten Witcher-Teils (extern)
- Project Sirius: Ein Multiplayer-Spin-off (extern)
- Project Hadar: Eine komplett neue IP (Konzeptphase)
- Project Orion: Die Fortsetzung zu Cyberpunk 2077
Es bleibt abzuwarten, ob die Synergieeffekte der Unreal Engine 5 ausreichen, um die berüchtigten "Crunch"-Phasen und mittlerweile branchenüblichen Verschiebungen wie zuletzt auch bei GTA 6 zu vermeiden. Für Gamer wäre ein stabiler Release-Zyklus wünschenswert, doch die Qualität darf unter dem Termindruck nicht leiden. Das Studio wandert auf einem schmalen Grat zwischen wirtschaftlicher Effizienz und dem künstlerischen Anspruch, der The Witcher 3: Wild Hunt vor zehn Jahren zum Meisterwerk machte.
Glaubt ihr, dass CD Projekt Red diesen straffen Zeitplan ohne Qualitätsverlust einhalten kann? Oder befürchtet ihr angesichts der Release-Strategie und der Historie des Studios ein erneutes Bug-Desaster? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare!
Zusammenfassung
- CD Projekt Red plant drei Witcher-Spiele innerhalb von sechs Jahren
- Nach dem problematischen Start von Cyberpunk 2077 gibt es Zweifel
- The Witcher 4 befindet sich bereits in der vollen Produktionsphase
- Statt REDengine wird künftig die Unreal Engine 5 verwendet
- 447 Entwickler arbeiten derzeit allein am vierten Witcher-Teil
- Das Studio muss parallel fünf große Projekte bewältigen
- Experten sehen das Vorhaben in der modernen RPG-Landschaft kritisch
Siehe auch:
- The Witcher-Autor: Wichtiges Spielelement basiert auf einem Fehler
- The Witcher 3: RPG soll nach 10 Jahren völlig neuen Story-DLC erhalten
- Witcher 4 mit Ciri "woke"? Geralt-Sprecher nennt Kommentare "dumm"
- Atemberaubende Tech-Demo: So umwerfend könnte Witcher 4 aussehen
- The Witcher 4: Termin erst, wenn Entwickler "ganz, ganz sicher" sind
Thema:
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