Apple M7-Gerücht: Intel bekommt Auftrag, Chip-Fertigung in den USA

Geopolitische Risiken, ein neuer/alter Partner und Fabriken in den USA: Apple plant beim M7-Chip offenbar eine radikale Kehrtwende. Ab 2027 soll Intel die Fertigung der Basis-Prozessoren übernehmen, um die gefährliche Abhängigkeit vom Standort Taiwan zu lösen.
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Fertigung in den USA statt Taiwan

Apple erwägt, den M7-Chip der unteren Leistungsklasse ab 2027 in den Vereinigten Staaten herstellen zu lassen. Damit würde erstmals ein Apple-Silicon-Prozessor außerhalb der Werke des bisherigen Exklusivfertigers TSMC produziert. Bislang entsteht die gesamte M-Serie in Taiwan. Mit der möglichen Verlagerung käme Bewegung in die globalen Lieferketten der Halbleiterindustrie.

Hintergrund ist die zunehmende geopolitische Unsicherheit in der Region sowie die Strategie des Unternehmens, Fertigungsstandorte zu diversifizieren. Betroffen wären nicht die leistungsstärksten Pro- und Max-Varianten, sondern die Basischips, die höhere Stückzahlen und etabliertere Fertigungsverfahren nutzen.


Kuo konkretisiert die Pläne

Der Analyst Ming-Chi Kuo berichtet, Apple plane die Fertigung der M7-Basischips ab 2027 in US-Werken (via AppleInsider). Nach seinen Informationen soll Intel als zweiter Fertiger einsteigen. Demnach hat Apple bereits ein Abkommen zur Nutzung von Intels 18A-Prozess geschlossen.

Dies würde die bisherige Abhängigkeit von TSMC reduzieren und die Produktion teilweise in die USA verlagern. Kuo zufolge sollen die modernsten Fertigungsprozesse weiterhin in Taiwan bleiben. Für die US-Produktion seien Verfahren vorgesehen, die für den M7-Chip geeignet und bereits in Simulationen getestet worden seien.

Hintergründe der Verlagerung

Die geplante Produktionsverlagerung dient vor allem der Risikominimierung. Die Konzentration auf einen einzigen Standort in Taiwan gilt zunehmend als problematisch. Eine US-Fertigung würde die Lieferkette stabilisieren und politischen Forderungen nach einer Stärkung der heimischen Halbleiterindustrie entgegenkommen. Auch Bereiche wie das Chip-Packaging könnten perspektivisch in die Vereinigten Staaten verlagert werden, um mehr Fertigungsschritte lokal abzubilden.

Welche Folgen hätte eine teilweise Verlagerung der Apple-Chipfertigung in die USA für die Branche - und wie bewertet ihr diesen Schritt? Diskutiert gern in den Kommentaren.
Zusammenfassung
  • Apple plant Fertigung der M7-Chips ab 2027 in den USA statt in Taiwan
  • Intel könnte laut Analyst Ming-Chi Kuo zweiter Fertiger für Apple werden
  • Fertigung nutzt Intels 18A-Prozess gemäß bereits geschlossenem Abkommen
  • Strategischer Schritt zur Reduzierung der Abhängigkeit von TSMC in Taiwan
  • Entscheidung reagiert auf geopolitische Risiken im pazifischen Raum
  • US-Fertigung konzentriert sich auf Basis-Modelle mit etablierter Technologie
  • Höhere US-Produktionskosten könnten langfristig Einstiegs-Mac-Preise beeinflussen

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