Apple-Chips aus Intel-Fertigung:
Zusammenarbeit näher als gedacht
Dass Apple möglicherweise bald auf Intel als Fertigungspartner für bestimmte Chips setzen will, wurde kürzlich bereits berichtet. Jetzt ist zu hören, dass man sogar schon ein vorläufiges Abkommen getroffen und damit überraschend konkrete Pläne hat.
Laut dem Wall Street Journal diskutieren Apple und Intel schon seit gut einem Jahr eine Zusammenarbeit bei der Chipfertigung. Dabei geht es um die Nutzung von Intels Fertigungsstätten für die Produktion von Chips nach Apples Designs und Spezifikationen, also das, was Apple bisher vor allem vom taiwanischen Chipvertragsfertiger TSMC vornehmen lässt.
Bisher ist noch vollkommen unklar, welche Chips Intel für Apple fertigen könnte. Auch ist offen, in welchem Umfang die beiden US-Firmen künftig kooperieren wollen. Denkbar wäre, dass Apple durch Intel Foundry zunächst Chips für günstigere Geräte bauen lässt, bevor man später bei entsprechender Ausbeute weitere Aufträge an den verstärkt als Vertragsfertiger agierenden Chipgiganten vergibt.
Dem Aktienkurs von Intel bekommt all das Gerede über eine mögliche Kooperation mit Apple natürlich bestens. Nach dem ersten Bericht vor einigen Tagen zog der Kurs bereits kräftig an. Als das WSJ dann heute nachlegte, sorgte dies für einen weiteren Schub, weshalb die Intel-Aktie allein innerhalb eines Tages knapp 14 Prozent an Wert gewann.
Siehe auch:
Apple und Intel sollen sich weitestgehend einig sein
Vor einigen Tagen gab es einen ersten Bericht, laut dem Apple mit Samsung und Intel über die Nutzung von deren Fertigungsanlagen für die Produktion von Halbleiterprodukten verhandelt. Jetzt legt eine zweite Quelle nach und behauptet: Apple und Intel haben sich sogar schon vorläufig auf eine entsprechende Kooperation geeinigt.Laut dem Wall Street Journal diskutieren Apple und Intel schon seit gut einem Jahr eine Zusammenarbeit bei der Chipfertigung. Dabei geht es um die Nutzung von Intels Fertigungsstätten für die Produktion von Chips nach Apples Designs und Spezifikationen, also das, was Apple bisher vor allem vom taiwanischen Chipvertragsfertiger TSMC vornehmen lässt.
Mehr Chips aus den USA, auch weil Trump es will
Ziel der Kooperation ist mutmaßlich ein Ausbau der Fertigung von Chips in den USA. Dass es überhaupt Gespräche gibt, sei vor allem auf den Druck der aktuellen US-Regierung zurückzuführen, heißt es. Vonseiten eines Regierungsvertreters war zu hören, dass man natürlich großes Interesse daran habe, Intel zu helfen. Seit einigen Monaten ist die US-Regierung Intels größter Anteilseigner, investierte man doch staatliche Gelder in Höhe von 10 Milliarden US-Dollar (etwa 9 Milliarden Euro) in den noch angeschlagenen Konzern.Bisher ist noch vollkommen unklar, welche Chips Intel für Apple fertigen könnte. Auch ist offen, in welchem Umfang die beiden US-Firmen künftig kooperieren wollen. Denkbar wäre, dass Apple durch Intel Foundry zunächst Chips für günstigere Geräte bauen lässt, bevor man später bei entsprechender Ausbeute weitere Aufträge an den verstärkt als Vertragsfertiger agierenden Chipgiganten vergibt.
Dem Aktienkurs von Intel bekommt all das Gerede über eine mögliche Kooperation mit Apple natürlich bestens. Nach dem ersten Bericht vor einigen Tagen zog der Kurs bereits kräftig an. Als das WSJ dann heute nachlegte, sorgte dies für einen weiteren Schub, weshalb die Intel-Aktie allein innerhalb eines Tages knapp 14 Prozent an Wert gewann.
Zusammenfassung
- Apple und Intel haben sich vorläufig auf eine Chipkooperation geeinigt
- Seit etwa einem Jahr führen Apple und Intel Gespräche über die Chipfertigung
- Ziel ist der Ausbau der Chipproduktion in den USA auf Drängen der US-Regierung
- Die Gespräche zwischen Apple und Intel seien vor allem auf staatlichen Druck zurückzuführen
- Die US-Regierung ist mit Investitionen von 10 Milliarden US-Dollar Intels größter Anteilseigner
- Möglicherweise lässt Apple zunächst günstigere Chips bei Intel fertigen
- Der Intel-Aktienkurs legte nach der Meldung innerhalb eines Tages knapp 14 Prozent zu
Siehe auch:
- Intel könnte bald wieder Prozessoren für Apple-Hardware produzieren
- Das Ende der Intel-Ära: Apple aktiviert den finalen Countdown
- Technisch gehts voran: Intels Panther Lake hält gegen Apples M5 stand
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