Das endgültige De-Mail-Aus kommt:
Letzter Anbieter stellt Dienst ein
Das Kapitel der staatlich zertifizierten Kommunikation via De-Mail in Deutschland schließt sich endgültig. Damit endet ein Projekt, das vor über einem Jahrzehnt als rechtsverbindliche und sichere Alternative zur klassischen E-Mail angetreten war.
Die Francotyp-Postalia Digital Business Solutions (kurz FP-DBS), der letzte verbliebene Anbieter auf dem De-Mail-Markt, wird den operativen Betrieb zum 31. Dezember 2026 vollständig einstellen. Mit sofortiger Wirkung werden keine Neuregistrierungen mehr angenommen, schreibt der Anbieter auf seiner Webseite. Für bestehende Nutzer und verantwortliche IT-Administratoren besteht laut dem Anbieter kein sofortiger Handlungsbedarf bezüglich einer Kündigung, da die Verträge automatisch zum Stichtag enden.
Wie auf der Webseite von fp-dbs.com zu lesen ist, rät das Unternehmen professionellen Anwendern dringend zur rechtzeitigen Migration auf etablierte Alternativen. Für Behörden und Organisationen steht das besondere elektronische Behördenpostfach (beBPo) im Fokus. Dieses System ermöglicht den sicheren Austausch mit Gerichten und Justizbehörden und erfüllt dabei hohe Sicherheitsstandards wie ISO/IEC 27001.
Die Telekom begründete diesen Schritt damals mit dem fehlenden wirtschaftlichen Erfolg. Kritiker aus der IT-Sicherheit bemängelten zudem seit Einführung die Architektur: Da die De-Mail-Gesetzgebung eine Virenprüfung auf den Servern der Provider vorsah, musste die Verschlüsselung kurzzeitig aufgebrochen werden. Eine echte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, wie sie IT-Profis erwarten, war damit standardmäßig nicht gegeben.
Das endgültige Aus ist auch eine politische Entscheidung im Rahmen des Bürokratieabbaus. Die Bundesregierung hatte beschlossen, die gesetzlichen Verpflichtungen zur Bereithaltung von De-Mail-Zugängen zu streichen, um Unternehmen und Verwaltung zu entlasten.
Nutzt ihr in eurem Unternehmen noch aktiv De-Mail-Konten oder seid ihr längst auf Alternativen wie das eBO umgestiegen? Schreibt uns in die Kommentare, wie ihr die Einstellung des Dienstes und die Migration bewertet.
Siehe auch:
Das Ende der De-Mail ist besiegelt
Das ist Caschy nun aufgefallen - und sicher dachten viele Leser, dass es De-Mail bereits nicht mehr gibt. Andere Anbieter, genauer gesagt GMX, Web.de und 1&1, hatten schon vor eineinhalb Jahren den Schlussstrich gezogen.Die Francotyp-Postalia Digital Business Solutions (kurz FP-DBS), der letzte verbliebene Anbieter auf dem De-Mail-Markt, wird den operativen Betrieb zum 31. Dezember 2026 vollständig einstellen. Mit sofortiger Wirkung werden keine Neuregistrierungen mehr angenommen, schreibt der Anbieter auf seiner Webseite. Für bestehende Nutzer und verantwortliche IT-Administratoren besteht laut dem Anbieter kein sofortiger Handlungsbedarf bezüglich einer Kündigung, da die Verträge automatisch zum Stichtag enden.
Empfohlene Alternativen nutzen
Ab Anfang 2027 wird das Postfach für drei Monate in einen reinen "Nur-Lese-Modus" versetzt. In dieser Phase ist keine Kommunikation mehr möglich. Sie dient ausschließlich dem Export wichtiger Dokumente und Nachweise, bevor alle Daten unwiderruflich gelöscht werden.Wie auf der Webseite von fp-dbs.com zu lesen ist, rät das Unternehmen professionellen Anwendern dringend zur rechtzeitigen Migration auf etablierte Alternativen. Für Behörden und Organisationen steht das besondere elektronische Behördenpostfach (beBPo) im Fokus. Dieses System ermöglicht den sicheren Austausch mit Gerichten und Justizbehörden und erfüllt dabei hohe Sicherheitsstandards wie ISO/IEC 27001.
Hintergründe des Scheiterns
Rückblickend litt die De-Mail unter strukturellen Problemen und mangelnder Akzeptanz. Die großen Provider wie die Deutsche Telekom sowie United Internet mit den Marken Web.de und GMX zogen sich bereits in den vergangenen Jahren aus dem Geschäft zurück.Geschichte von De-Mail
-
2011
1. MaiInkrafttreten des De-Mail-Gesetzes, das rechtliche Grundlage schuf
-
2012
1. AugustBundesweiter Start von De-Mail als sicherer elektronischer Kommunikationsdienst
-
2022
Ende AugustTelekom kündigte die Abschaltung ihres De-Mail-Dienstes wegen fehlender Wirtschaftlichkeit an
-
2024
1. Oktober1&1 kündigte die Vertragskündigung für De-Mail-Kunden an
-
2026
31. DezemberGeplantes endgültiges Ende des De-Mail-Dienstes
Die Telekom begründete diesen Schritt damals mit dem fehlenden wirtschaftlichen Erfolg. Kritiker aus der IT-Sicherheit bemängelten zudem seit Einführung die Architektur: Da die De-Mail-Gesetzgebung eine Virenprüfung auf den Servern der Provider vorsah, musste die Verschlüsselung kurzzeitig aufgebrochen werden. Eine echte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, wie sie IT-Profis erwarten, war damit standardmäßig nicht gegeben.
Das endgültige Aus ist auch eine politische Entscheidung im Rahmen des Bürokratieabbaus. Die Bundesregierung hatte beschlossen, die gesetzlichen Verpflichtungen zur Bereithaltung von De-Mail-Zugängen zu streichen, um Unternehmen und Verwaltung zu entlasten.
Nutzt ihr in eurem Unternehmen noch aktiv De-Mail-Konten oder seid ihr längst auf Alternativen wie das eBO umgestiegen? Schreibt uns in die Kommentare, wie ihr die Einstellung des Dienstes und die Migration bewertet.
Wann wird De-Mail endgültig abgeschaltet?
Der De-Mail-Dienst wird offiziell zum 31.12.2026 eingestellt. Dies betrifft den letzten verbliebenen Anbieter am Markt, die Francotyp-Postalia (FP) Gruppe. Andere große Provider wie die Telekom, Web.de oder GMX hatten sich bereits in den vergangenen Jahren aus diesem Geschäftsfeld zurückgezogen.
Nach diesem Stichtag ist der reguläre Betrieb, also das Versenden und Empfangen von rechtssicheren Nachrichten über dieses Protokoll, nicht mehr möglich. Das "Entlastungskabinett" der Bundesregierung hat das offizielle Ende von De-Mail als Maßnahme zum Bürokratieabbau bestätigt.
Nach diesem Stichtag ist der reguläre Betrieb, also das Versenden und Empfangen von rechtssicheren Nachrichten über dieses Protokoll, nicht mehr möglich. Das "Entlastungskabinett" der Bundesregierung hat das offizielle Ende von De-Mail als Maßnahme zum Bürokratieabbau bestätigt.
Muss ich meinen Vertrag selbst kündigen?
Nein, laut aktuellen Informationen ist keine aktive Kündigung Ihrerseits erforderlich. Die bestehenden Verträge und De-Mail-Konten werden zum Stichtag am 31.12.2026 automatisch durch den Anbieter gekündigt und deaktiviert.
Dies entlastet IT-Abteilungen von administrativem Aufwand. Dennoch empfiehlt es sich, bestehende Verträge daraufhin zu prüfen, ob eventuell gekoppelte Zusatzleistungen existieren, die separat gekündigt werden müssen.
Dies entlastet IT-Abteilungen von administrativem Aufwand. Dennoch empfiehlt es sich, bestehende Verträge daraufhin zu prüfen, ob eventuell gekoppelte Zusatzleistungen existieren, die separat gekündigt werden müssen.
Was passiert mit meinen alten Nachrichten?
Nach der Abschaltung am 31.12.2026 gewährt der Anbieter eine dreimonatige Übergangsphase. In diesem Zeitraum haben Sie noch lesenden Zugriff auf Ihr Postfach. Ein Versand oder Empfang ist dann jedoch bereits nicht mehr möglich.
Nutzen Sie diese Zeit dringend, um alle relevanten Dokumente, Nachweise und Metadaten zu exportieren und in einem rechtssicheren Archiv zu sichern. Nach Ablauf der drei Monate werden das Konto und alle darin befindlichen Daten unwiderruflich gelöscht.
Nutzen Sie diese Zeit dringend, um alle relevanten Dokumente, Nachweise und Metadaten zu exportieren und in einem rechtssicheren Archiv zu sichern. Nach Ablauf der drei Monate werden das Konto und alle darin befindlichen Daten unwiderruflich gelöscht.
Sind noch Neuregistrierungen möglich?
Nein, Neuregistrierungen für De-Mail sind ab sofort nicht mehr möglich. Da der Dienst vollständig abgewickelt wird, nehmen die verbliebenen Anbieter keine neuen Kunden mehr an.
Unternehmen, die aktuell eine Lösung für den rechtssicheren digitalen Versand suchen, sollten direkt auf die verfügbaren Alternativen (wie beBPo oder eBO) setzen, um nicht in eine Technologie zu investieren, die in Kürze abgeschaltet wird.
Unternehmen, die aktuell eine Lösung für den rechtssicheren digitalen Versand suchen, sollten direkt auf die verfügbaren Alternativen (wie beBPo oder eBO) setzen, um nicht in eine Technologie zu investieren, die in Kürze abgeschaltet wird.
Warum wird der Dienst eingestellt?
Die Einstellung ist Teil einer Initiative der Bundesregierung zum Bürokratieabbau. De-Mail konnte sich am Markt nie flächendeckend durchsetzen; große Anbieter wie die Telekom verzeichneten angeblich Verluste in dreistelliger Millionenhöhe.
Die gesetzlichen Grundlagen waren oft zu komplex und die Akzeptanz bei Bürgern und Unternehmen zu gering. Mit der Bereinigung der Gesetze ("Entlastungskabinett") wird nun der Weg für spezialisiertere und modernere Lösungen im E-Government frei gemacht.
Die gesetzlichen Grundlagen waren oft zu komplex und die Akzeptanz bei Bürgern und Unternehmen zu gering. Mit der Bereinigung der Gesetze ("Entlastungskabinett") wird nun der Weg für spezialisiertere und modernere Lösungen im E-Government frei gemacht.
Zusammenfassung
- Francotyp-Postalia stellt als letzter Anbieter De-Mail Ende 2026 ein
- Keine Neuregistrierungen mehr möglich, bestehende Konten enden automatisch
- Drei Monate Nur-Lese-Modus nach Abschaltung für Datenexport vorgesehen
- Behörden sollen auf besonderes elektronisches Behördenpostfach umsteigen
- Rechtssichere Alternativen wie beA, beN und eBO haben De-Mail überholt
- Strukturelle Probleme und fehlende Ende-zu-Ende-Verschlüsselung als Kritikpunkte
- Bundesregierung streicht De-Mail-Verpflichtungen im Rahmen des Bürokratieabbaus
Siehe auch:
Thema:
Kurs der T-Aktie
Videos zum Thema Telekom
- The Walking Dead: Dead City - Der Trailer zur dritten Staffel ist da
- Super Bowl 2026: Die Backstreet Boys singen für T-Mobile
- The Walking Dead: Daryl Dixon: Spanisches Zombie-Inferno in Staffel 3
- AVM Fritzbox 7590 AX: "Anschließen und lossurfen" getestet
- The Walking Dead: Dead City - Erster Teaser zu Staffel 2 veröffentlicht
Beliebte Downloads
Beiträge aus dem Forum
Beliebt im Preisvergleich
- WLAN-Router mit Modem:
Weiterführende Links
Neue Nachrichten
- Aktuelle Technik-Blitzangebote von Amazon im Überblick
- Ryzen-CPUs: AMD killt RAM-Verschlüsselung - und rudert jetzt zurück
- Windows 11 26H2: Microsoft veröffentlicht allererste Vorschau-Version
- Apple M6-Prozessoren: TSMC liefert erste 2nm-Chips für neue Macs
- Windows 11 26H2: Microsoft kündigt nächste OS-Version offiziell an
- VW ID.3 Neo GTI: Erlkönig des neuen Elektro-GTI wurde gesichtet
- Prime Day: Bei Amazon starten schon jetzt tolle Saugroboter-Deals
Videos
Neueste Downloads
Beliebte Nachrichten
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen