De-Mail: Nie wirklich am Leben, aber jetzt endgültig und offiziell tot
Der Bundestag hat nach über zehn Jahren das endgültige Aus für die staatliche De-Mail beschlossen. Wegen hoher Kosten und geringer Akzeptanz wird der (ohnehin schon tote) Dienst zum Jahresende eingestellt. Als Ersatz fungiert künftig unter anderem Bund-ID.
Die im Jahr 2011 eingeführte Technologie war ursprünglich als sichere und rechtlich verbindliche Alternative zur klassischen E-Mail konzipiert. Bürger und Unternehmen sollten damit beim Kontakt mit staatlichen Behörden zweifelsfrei nachweisen können, dass bestimmte Nachrichten oder Dokumente tatsächlich verschickt und empfangen wurden. Dabei garantierte die technische Architektur eine verschlüsselte Datenübertragung. Das System konnte sich im Alltag jedoch nie flächendeckend durchsetzen.
Auch die Privatwirtschaft hatte sich längst von dem Projekt abgewandt. Große Kommunikationsanbieter wie Deutsche Telekom, 1&1, GMX und Web.de beendeten ihre entsprechenden Dienste in den vergangenen Jahren.
Als Ersatz für die rechtssichere Kommunikation mit Ämtern hat die Regierung mittlerweile modernere Lösungen etabliert. Dazu gehört die Bund-ID, ein zentrales Nutzerkonto für Bürger, das ein integriertes Postfach für behördliche Schreiben bietet. Auf europäischer Ebene soll zudem bis Ende 2026 die EUDI-Wallet eingeführt werden. Dabei handelt es sich um eine digitale Brieftasche, mit der sich EU-Bürger online ausweisen und offizielle Dokumente sicher auf dem Smartphone speichern können.
Habt ihr die De-Mail in der Vergangenheit genutzt oder war euch der Dienst zu kompliziert? Teilt eure Erfahrungen zu dem Thema gerne mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
Bundestag besiegelt De-Mail-Ende
Der Bundestag hat nach 15 alles andere als erfolgreichen Jahren das endgültige Aus für die staatliche De-Mail beschlossen. Wenn der Bundesrat dem neuen Gesetz zum Bürokratierückbau ebenfalls zustimmt, wovon auszugehen ist, wird der Dienst zum Ende des laufenden Jahres komplett eingestellt. Die Regierung begründet den Schritt mit den unverhältnismäßig hohen Betriebskosten und den aufwendigen Prüfverfahren, die das System erfordert. Das Parlament zog damit die Konsequenz aus der geringen Akzeptanz.Die im Jahr 2011 eingeführte Technologie war ursprünglich als sichere und rechtlich verbindliche Alternative zur klassischen E-Mail konzipiert. Bürger und Unternehmen sollten damit beim Kontakt mit staatlichen Behörden zweifelsfrei nachweisen können, dass bestimmte Nachrichten oder Dokumente tatsächlich verschickt und empfangen wurden. Dabei garantierte die technische Architektur eine verschlüsselte Datenübertragung. Das System konnte sich im Alltag jedoch nie flächendeckend durchsetzen.
Fehlende Nutzerfreundlichkeit
Als Hauptgrund für das Scheitern gilt die mangelnde Nutzerfreundlichkeit. Die komplizierte Einrichtung und Handhabung schreckten viele potenzielle Anwender ab. Das offizielle Aus ist schon lange eigentlich nur noch Formsache, denn die Bundesverwaltung ist bereits seit 2024 nicht mehr zur Nutzung der Technologie verpflichtet.Auch die Privatwirtschaft hatte sich längst von dem Projekt abgewandt. Große Kommunikationsanbieter wie Deutsche Telekom, 1&1, GMX und Web.de beendeten ihre entsprechenden Dienste in den vergangenen Jahren.
Moderne Alternativen bereit
Das Ende der De-Mail bringt für die Wirtschaft einen konkreten Vorteil mit sich, da Unternehmen zukünftig von den strengen Prüfpflichten für das System befreit werden. Gleichzeitig spart der Staat die laufenden Ausgaben für die Aufrechterhaltung der Infrastruktur.Als Ersatz für die rechtssichere Kommunikation mit Ämtern hat die Regierung mittlerweile modernere Lösungen etabliert. Dazu gehört die Bund-ID, ein zentrales Nutzerkonto für Bürger, das ein integriertes Postfach für behördliche Schreiben bietet. Auf europäischer Ebene soll zudem bis Ende 2026 die EUDI-Wallet eingeführt werden. Dabei handelt es sich um eine digitale Brieftasche, mit der sich EU-Bürger online ausweisen und offizielle Dokumente sicher auf dem Smartphone speichern können.
Habt ihr die De-Mail in der Vergangenheit genutzt oder war euch der Dienst zu kompliziert? Teilt eure Erfahrungen zu dem Thema gerne mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Das endgültige De-Mail-Aus kommt: Letzter Anbieter stellt Dienst ein
- Das De-Mail-Ende ist nun auch bei GMX, WEB.DE und 1&1 besiegelt
- Staatssekretär jubelt: Wir schalten De-Mail jetzt endlich ab!
- Nach De-Mail-Ende bei Telekom: Es gibt Probleme beim Anbieterwechsel
- Telekom erinnert an Beendigung von De-Mail, Löschung zum Jahresende
Thema:
Neueste Downloads
Neue Nachrichten
Beliebte Nachrichten
Videos
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen