Zombie-Service: Telekom steigt nach hohen Verlusten aus De-Mail aus
Die jüngsten Umfragen deuten darauf hin, dass mit der kommenden Bundestagswahl ein Zeitraum von 16 Jahren CDU-geführter Bundesregierung zu Ende geht. Da passt es, dass ein Prototyp ihrer Digitalisierungs-Politik nun quasi den Todesstoß erhält.
Die Deutsche Telekom verschickt laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel derzeit Kündigungsschreiben an Kunden, die bei ihr De-Mail gebucht haben. Der staatlich konzipierte Dienst, mit dem rechtssichere E-Mails möglich werden sollten, hatte schon zu Beginn kaum Erfolgschancen. Wie auch andere Digitalisierungsvorhaben, die von konservativen Köpfen am Schreibtisch ersonnen wurden, ging er schlicht meilenweit an den Nutzungsgewohnheiten der Menschen vorbei.
Die Telekom soll mit De-Mail, seit dessen Einführung vor zehn Jahren, einen Verlust in dreistelliger Millionenhöhe eingefahren haben. Ein Ausstieg war bisher aber wohl aufgrund von Verträgen mit dem Staat nicht möglich. Nun sollen die hier gesetzten Fristen aber auslaufen, was der Konzern direkt nutzt, um sich des Dienstes zu entledigen. Die nun verschickten Kündigungsschreiben sollen den August 2022 als Endpunkt markieren.
Komplett am Ende ist der Dienst damit allerdings noch nicht. Immerhin gibt es noch das zugehörige Gesetz und auch noch einige Anbieter. Der größte unter ihnen ist dabei United Internet, das De-Mail seinen 1&1-, GMX- und Web.de-Kunden anbietet. Es soll wohl auch Absprachen mit der Telekom geben, nach denen der Konzern mögliche wechselwillige Kunden übernimmt.
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Die Telekom soll mit De-Mail, seit dessen Einführung vor zehn Jahren, einen Verlust in dreistelliger Millionenhöhe eingefahren haben. Ein Ausstieg war bisher aber wohl aufgrund von Verträgen mit dem Staat nicht möglich. Nun sollen die hier gesetzten Fristen aber auslaufen, was der Konzern direkt nutzt, um sich des Dienstes zu entledigen. Die nun verschickten Kündigungsschreiben sollen den August 2022 als Endpunkt markieren.
Es gibt noch Anbieter
Wie viele Nutzer De-Mail wirklich hat, ist unklar. Es gibt zwar vage Angaben zu den registrierten Usern, doch inwieweit diese den Service auch wirklich aktiv verwenden, sagt niemand so genau. Den Nagel auf den Kopf treffend merken die Spiegel-Kollegen an, dass es durchaus sympthomatisch ist, dass die Telekom ihre Kündigungsschreiben per Post verschickt - und nicht über De-Mail selbst, obwohl dies ebenso rechtssicher wäre. Denn ob die Postfächer noch abgerufen werden, lässt sich bei einem so mangelhaften Interesse kaum sagen.Komplett am Ende ist der Dienst damit allerdings noch nicht. Immerhin gibt es noch das zugehörige Gesetz und auch noch einige Anbieter. Der größte unter ihnen ist dabei United Internet, das De-Mail seinen 1&1-, GMX- und Web.de-Kunden anbietet. Es soll wohl auch Absprachen mit der Telekom geben, nach denen der Konzern mögliche wechselwillige Kunden übernimmt.
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