Mann fror seine kranke Frau kryogenisch ein, fand nun aber neue Liebe
Chinas erste kryokonservierte Frau sorgt für Diskussionen: Ihr Ehemann hat sich eine neue Partnerin gesucht, während seine Ehefrau seit 2017 tiefgefroren auf eine Heilung für ihren Lungenkrebs wartet. Die Empörung darüber ist groß.
Das Shandong Yinfeng Life Science Research Institute führte das Verfahren kostenlos durch - Teil eines experimentellen Programms in Zusammenarbeit mit der Qilu-Klinik der Shandong-Universität. Zhan Wenlians Körper wird seitdem bei minus 196 Grad Celsius in einem Behälter mit der Aufschrift "Container Nr. 1" aufbewahrt. Das Institut behauptet, ihr Zustand sei "stabil" und ihre Zellstruktur zeige keine abnormalen Schwankungen. Die Kryokonservierung von Menschen ist wissenschaftlich höchst umstritten, da bislang noch niemand erfolgreich wiederbelebt werden konnte.
Durch einen gemeinsamen Bekannten lernte er Wang Chunxia kennen, eine ehemalige Versicherungsverkäuferin. Wang kümmert sich um Gui, der nach einer Herzstent-Operation unsicher auf den Beinen ist und ihre Hilfe beim Überqueren der Straße benötigt. Dennoch gibt sich Gui emotional distanziert: "Sie ist noch nicht in mein Herz eingezogen. Ich fühle Verantwortung für sie, aber das ist kompliziert. Sie kann niemals meine Frau ersetzen."
Gui kämpft im Gespräch mit dem koreanischen Wirtschaftsmedium nicht nur mit ethischen, sondern auch grundlegenden Fragen: ""Wenn du Wang heiratest, gilt das dann als Bigamie? Wenn meine Frau wiederbelebt wird, mache ich mir Sorgen, wie ich mit dem Eigentum umgehen soll." Für das chinesische Recht wäre das komplettes Neuland, da Kryokonservierung rechtlich nicht als Tod gilt. Experten warnen vor den ungeklärten juristischen Konsequenzen solcher Verfahren. Trotz seiner Bedenken meint Gui aber, dass er ohne Wang nicht mehr leben kann.
Die Geschichte verdeutlicht die komplexen moralischen Dilemmata, die moderne Lebensverlängerungstechnologien mit sich bringen. Von den wirtschaftlichen bzw. finanziellen Fragen ganz zu schweigen, denn Kryokonservierung kostet normalerweise zwischen 200.000 und 300.000 Yuan (etwa 24.000 bis 36.000 Euro) und wird von den meisten Wissenschaftlern als Science-Fiction betrachtet.
Was haltet ihr von Guis Entscheidung? Ist seine neue Beziehung verständlich oder unmoralisch? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!
Siehe auch:
Pionierverfahren mit ungewissem Ausgang
Gui Junmin traf 2017 eine außergewöhnliche Entscheidung: Als seine Frau Zhan Wenlian an Lungenkrebs erkrankte und nur noch wenige Monate zu leben hatte, ließ er sie kryokonservieren. Die damals 48-jährige Frau wurde die erste Person in China, die sich diesem experimentellen Verfahren unterzog. Gui hoffte, dass seine Ehefrau in der Zukunft wiederbelebt werden könnte, sobald eine Heilung für Krebs gefunden würde.Das Shandong Yinfeng Life Science Research Institute führte das Verfahren kostenlos durch - Teil eines experimentellen Programms in Zusammenarbeit mit der Qilu-Klinik der Shandong-Universität. Zhan Wenlians Körper wird seitdem bei minus 196 Grad Celsius in einem Behälter mit der Aufschrift "Container Nr. 1" aufbewahrt. Das Institut behauptet, ihr Zustand sei "stabil" und ihre Zellstruktur zeige keine abnormalen Schwankungen. Die Kryokonservierung von Menschen ist wissenschaftlich höchst umstritten, da bislang noch niemand erfolgreich wiederbelebt werden konnte.
Gesundheitskrise führt zu neuer Beziehung
Zwei Jahre lang blieb der 57-Jährige allein. Das änderte sich 2020, als er einen schweren Gichtanfall erlitt und zwei Tage lang bewegungsunfähig in seiner Wohnung lag, bis Verwandte die Tür aufbrachen. Laut dem koreanischen Wirtschaftsmedium Maeil Business Newspaper erkannte Gui die Risiken des Alleinlebens: "Wenn wirklich etwas passiert, wenn man allein ist, kann die Person nichts tun. Niemand würde es erfahren, selbst wenn sie zu Hause stirbt."Durch einen gemeinsamen Bekannten lernte er Wang Chunxia kennen, eine ehemalige Versicherungsverkäuferin. Wang kümmert sich um Gui, der nach einer Herzstent-Operation unsicher auf den Beinen ist und ihre Hilfe beim Überqueren der Straße benötigt. Dennoch gibt sich Gui emotional distanziert: "Sie ist noch nicht in mein Herz eingezogen. Ich fühle Verantwortung für sie, aber das ist kompliziert. Sie kann niemals meine Frau ersetzen."
Gui kämpft im Gespräch mit dem koreanischen Wirtschaftsmedium nicht nur mit ethischen, sondern auch grundlegenden Fragen: ""Wenn du Wang heiratest, gilt das dann als Bigamie? Wenn meine Frau wiederbelebt wird, mache ich mir Sorgen, wie ich mit dem Eigentum umgehen soll." Für das chinesische Recht wäre das komplettes Neuland, da Kryokonservierung rechtlich nicht als Tod gilt. Experten warnen vor den ungeklärten juristischen Konsequenzen solcher Verfahren. Trotz seiner Bedenken meint Gui aber, dass er ohne Wang nicht mehr leben kann.
Heftige Online-Kritik
Die Situation hat in chinesischen Online-Communities heftige Debatten ausgelöst. Ein Nutzer schrieb: "Jetzt hält er eine Frau in den Armen, während er hofft, sich in 30 Jahren mit einer anderen zu vereinen - ist das emotionale Polygamie?" Andere Kritiker werfen Gui vor, seine aktuelle Partnerin kalt zu behandeln, während er seine verstorbene Frau idealisiert.Die Geschichte verdeutlicht die komplexen moralischen Dilemmata, die moderne Lebensverlängerungstechnologien mit sich bringen. Von den wirtschaftlichen bzw. finanziellen Fragen ganz zu schweigen, denn Kryokonservierung kostet normalerweise zwischen 200.000 und 300.000 Yuan (etwa 24.000 bis 36.000 Euro) und wird von den meisten Wissenschaftlern als Science-Fiction betrachtet.
Was haltet ihr von Guis Entscheidung? Ist seine neue Beziehung verständlich oder unmoralisch? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Ehemann ließ 2017 seine krebskranke Frau als Erste in China einfrieren
- Bei minus 196 Grad Celsius wartet die Frau auf eine zukünftige Heilung
- Nach gesundheitlichen Problemen fand der Mann eine neue Partnerin
- Gui kämpft mit ethischen und rechtlichen Fragen bei neuer Beziehung
- Öffentlichkeit kritisiert den Mann für emotionale Zwiespältigkeit
- Wissenschaftler halten Kryokonservierung für unwirksame Science-Fiction
Siehe auch:
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