Zu viele Copiloten: Interne Tonaufnahme zeigt Diskussion bei Microsoft
Der Wildwuchs an Anwendungen und Funktionen, die den Namen Copilot tragen, wurde bereits mehrfach thematisiert. Inzwischen wird die Debatte auch intern bei Microsoft geführt. Das zeigen Tonaufnahmen von Meetings im Konzern.
Tatsächlich existieren derzeit zwei Copilot-Versionen in den App-Stores: Zum einen die von Microsoft AI entwickelte App, zum anderen eine umbenannte Office-Anwendung, die nun ebenfalls "Copilot" heißt. Beide starten mit einer nahezu identischen Chat-Oberfläche. Der entscheidende Unterschied: Nur eine der Apps hat Word, Excel und PowerPoint integriert - ein Detail, das vielen Nutzern verborgen bleiben dürfte.
Konzernchef Satya Nadella nahm die Kritik mit Humor. Die einfachste Lösung sei, so scherzte er, eine Milliarde Anwender für jede Version zu gewinnen. Ernsthafter ergänzte er, dass sich die Unterschiede im praktischen Gebrauch von selbst klären würden. Als Beispiel verwies er auf GitHub Copilot, bei dem niemand die Einsatzmöglichkeiten missverstehe.
Gleichzeitig räumte Nadella ein, dass Marketing und Markenführung deutlicher kommunizieren müssten, welche Variante welchen Zweck erfüllt. Auch das Wechseln zwischen privaten Microsoft-Konten und Arbeits- bzw. Schulkonten sei für viele Kunden inzwischen Routine geworden.
Weiterhin will Microsoft künftig gezielter steuern, welche Copilot-Variante in welchem Umfeld im Vordergrund steht. So sollen Firmen-PCs standardmäßig mit dem Microsoft 365 Copilot ausgeliefert werden. Mehdi arbeitet dafür eng mit Mustafa Suleyman, Leiter des Consumer-Copilot, sowie Rajesh Jha, verantwortlich für die 365-Variante, zusammen.
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Nadella: Am besten alles nutzen
Interne Diskussionen bei Microsoft haben gezeigt, dass selbst Mitarbeiter Sorge haben, Kunden könnten den Überblick über die verschiedenen Copilot-Anwendungen verlieren. In einem internen Meeting, dessen Mitschnitt Business Insider vorliegt, thematisierte ein Angestellter die Frage, wie Nutzer künftig leichter zwischen den unterschiedlichen Apps unterscheiden können.Tatsächlich existieren derzeit zwei Copilot-Versionen in den App-Stores: Zum einen die von Microsoft AI entwickelte App, zum anderen eine umbenannte Office-Anwendung, die nun ebenfalls "Copilot" heißt. Beide starten mit einer nahezu identischen Chat-Oberfläche. Der entscheidende Unterschied: Nur eine der Apps hat Word, Excel und PowerPoint integriert - ein Detail, das vielen Nutzern verborgen bleiben dürfte.
Konzernchef Satya Nadella nahm die Kritik mit Humor. Die einfachste Lösung sei, so scherzte er, eine Milliarde Anwender für jede Version zu gewinnen. Ernsthafter ergänzte er, dass sich die Unterschiede im praktischen Gebrauch von selbst klären würden. Als Beispiel verwies er auf GitHub Copilot, bei dem niemand die Einsatzmöglichkeiten missverstehe.
Gleichzeitig räumte Nadella ein, dass Marketing und Markenführung deutlicher kommunizieren müssten, welche Variante welchen Zweck erfüllt. Auch das Wechseln zwischen privaten Microsoft-Konten und Arbeits- bzw. Schulkonten sei für viele Kunden inzwischen Routine geworden.
Man kommt zusammen
Unterstützung erhielt Nadella von Yusuf Mehdi, dem Marketingchef für Verbraucheranwendungen. Laut Mehdi nutzen bereits rund 100 Millionen Menschen monatlich eine der beiden Copilot-Versionen. Wichtig sei vor allem, dass sich beide Produkte in ihrer Funktionsweise möglichst ähnlich anfühlten, um nahtlose Übergänge zwischen den Apps zu gewährleisten.Weiterhin will Microsoft künftig gezielter steuern, welche Copilot-Variante in welchem Umfeld im Vordergrund steht. So sollen Firmen-PCs standardmäßig mit dem Microsoft 365 Copilot ausgeliefert werden. Mehdi arbeitet dafür eng mit Mustafa Suleyman, Leiter des Consumer-Copilot, sowie Rajesh Jha, verantwortlich für die 365-Variante, zusammen.
Zusammenfassung
- Microsoft-Mitarbeiter sorgen sich über Kundenverwechslungen bei Copilot-Apps
- Zwei verschiedene Copilot-Versionen existieren mit ähnlichen Benutzeroberflächen
- Nur eine der beiden Apps beinhaltet Word, Excel und PowerPoint-Integration
- Nadella fordert bessere Kommunikation über die Unterschiede der Varianten
- Konzern will in Zukunft gezielter steuern, welche Version wo erscheint
- Etwa 100 Millionen Menschen nutzen monatlich eine der beiden Copilot-Versionen
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