Microsoft will mit neuen Copilot-Preisen mehr Unternehmen anlocken
Microsoft stellt Medienberichten zufolge seine KI-Strategie neu auf und greift dabei auch beim Preis an. Abonnenten von Microsoft 365 Copilot sollen künftig Zusatzfunktionen wie Copilot for Sales, Service oder Finance ohne Aufpreis nutzen können.
Die Preisanpassung ist Teil einer größeren Umstrukturierung im Konzern. Seit Juni wurden mehrere Teams zusammengeführt, darunter das Business and Industry Copilot-Team von Charles Lamanna und das Copilot, Agents and Platform Ecosystem (CAPE). Sie berichten nun direkt an Rajesh Jha, den Chef für Experiences und Devices. Damit gibt es erstmals eine zentrale Verantwortung für Copilot und die Weiterentwicklung von KI-Agenten.
Besondere Aufmerksamkeit richtet sich derzeit auf "Agent 365". Unter der Leitung des langjährigen Microsoft-Managers Nirav Shah soll eine Plattform entstehen, mit der Unternehmen KI-Agenten nicht nur einsetzen, sondern auch zentral verwalten können - ähnlich wie bisher ihre Mitarbeiter. IT-Abteilungen sollen diese künftig im Microsoft Admin Center steuern.
Vorgestellt werden dürfte Agent 365 im Rahmen der Ignite-Konferenz Ende des Jahres. Auch das Geschäftsmodell selbst entwickelt Microsoft weiter.
Neben dem Hauptabo Microsoft 365 Copilot sollen Firmen mit Copilot Studio eigene KI-Agenten nach dem Baukastenprinzip erstellen können - abgerechnet wird hier über ein neues "Copilot Credits"-System. Parallel wird die Integration in Dynamics 365 und Power Apps ausgebaut.
Damit deutet sich ein Dreiklang an: ein klarer Kernservice mit gebündelten Funktionen, ein flexibles Baukastenmodell für Speziallösungen und tiefere Verankerung in Geschäftsanwendungen.
Was meint ihr - wird die Preissenkung reichen, damit Microsofts Copilot gegen ChatGPT & Co. in Unternehmen stärker Fuß fasst?
Siehe auch:
Microsoft bündelt Copilot-Zusatzdienste
Bisher mussten Firmenkunden dafür jeweils 20 Dollar pro Monat zusätzlich zahlen. Mit dem neuen Modell entfällt dieser Aufschlag - der Gesamtpreis sinkt damit von bislang 50 auf 30 Dollar pro Nutzer im Monat.Preissenkung für Unternehmen
Hintergrund ist nicht nur der Wunsch nach Vereinfachung, sondern auch zunehmender Wettbewerbsdruck. Während Microsoft im Geschäftskundensektor mit hohen Einstiegskosten kämpft, baut OpenAI mit ChatGPT seinen Einfluss in Unternehmen weiter aus. Durch das Bündeln der Add-ons will Microsoft den Einstieg attraktiver machen und seinen Vertriebsteams ein klareres Angebot in die Hand geben.Die Preisanpassung ist Teil einer größeren Umstrukturierung im Konzern. Seit Juni wurden mehrere Teams zusammengeführt, darunter das Business and Industry Copilot-Team von Charles Lamanna und das Copilot, Agents and Platform Ecosystem (CAPE). Sie berichten nun direkt an Rajesh Jha, den Chef für Experiences und Devices. Damit gibt es erstmals eine zentrale Verantwortung für Copilot und die Weiterentwicklung von KI-Agenten.
Besondere Aufmerksamkeit richtet sich derzeit auf "Agent 365". Unter der Leitung des langjährigen Microsoft-Managers Nirav Shah soll eine Plattform entstehen, mit der Unternehmen KI-Agenten nicht nur einsetzen, sondern auch zentral verwalten können - ähnlich wie bisher ihre Mitarbeiter. IT-Abteilungen sollen diese künftig im Microsoft Admin Center steuern.
Vorgestellt werden dürfte Agent 365 im Rahmen der Ignite-Konferenz Ende des Jahres. Auch das Geschäftsmodell selbst entwickelt Microsoft weiter.
Die Entwicklung von Microsoft Copilot
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2023
FebruarBing Chat startet, erste Copilot-Erfahrung
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2023
SeptemberCopilot-Brand wird eingeführt
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2023
NovemberCopilot für Microsoft 365 Enterprise verfügbar
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2023
DezemberNeue Features: Deep Search, Code Interpreter
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2024
JanuarCopilot-Key für Windows-Tastaturen
Damit deutet sich ein Dreiklang an: ein klarer Kernservice mit gebündelten Funktionen, ein flexibles Baukastenmodell für Speziallösungen und tiefere Verankerung in Geschäftsanwendungen.
Was meint ihr - wird die Preissenkung reichen, damit Microsofts Copilot gegen ChatGPT & Co. in Unternehmen stärker Fuß fasst?
Zusammenfassung
- Microsoft senkt Copilot-Preis und integriert Zusatzfunktionen
- Wettbewerbsdruck und Vereinfachung als Gründe für Preisanpassung
- Zentrale Verantwortung für KI durch Umstrukturierung
- 'Agent 365' für KI-Agenten-Verwaltung in Unternehmen geplant
- Copilot Studio ermöglicht Erstellung eigener KI-Agenten
- Dreiklang: Kernservice, Baukastensystem und Geschäftsintegration
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Nadine Juliana DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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