Microsoft erklärt die Treiber-Verbesserungen in Windows 11

Microsoft treibt die Entwicklung von Windows 11 weiter voran - diesmal mit einem Fokus auf die Treibersoftware der nächsten Generation. Im Zentrum steht die Programmiersprache Rust, die für mehr Sicherheit und Stabilität im Betriebssystem sorgen soll.
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Treiberentwicklung steht im Fokus

Seit Mitte 2023 arbeitet das Unternehmen daran, Rust schrittweise in den Windows-Kern zu integrieren. Was zunächst als Experiment begann - Windows konnte erstmals mit Rust im Kernel starten - nimmt inzwischen Gestalt an, wie Microsoft jetzt in der Tech-Community berichtet.

Besonders die Treiberentwicklung steht dabei im Fokus. Mit dem Projekt Windows-Drivers-RS hat Microsoft eine offene Plattform geschaffen, die Entwicklern den Einstieg in Rust für Windows-Treiber erleichtern soll.


Erste Umstellungen und Neuerungen

Neu hinzugekommen ist nun das Werkzeug cargo-wdk, eine Erweiterung für die bekannte Rust-Umgebung Cargo.

Damit lassen sich leere Treiberprojekte mit vorkonfigurierten Einstellungen erzeugen. Auch wichtige Tools aus dem Windows Driver Kit (WDK), etwa InfVerif, lassen sich direkt ansprechen - fast identisch wie bei der klassischen Entwicklung in C über Visual Studio.

Rust vs. C-Programme

Warum dieser Aufwand? Rust gilt als besonders speichersicher und kann typische Schwachstellen, die bei C-Programmen immer wieder auftreten, verhindern. Zugleich lässt sich der Code gut mit C und C++ kombinieren, was den Umstieg für Entwickler erleichtert. Microsoft betont, dass dies erst der Anfang ist.

Mittelfristig sollen automatische WDK-Installationen, Unterstützung für NT_TARGET_VERSION sowie vollständige ARM64-Kompatibilität folgen. Langfristig will der Konzern Rust-Entwicklern in Cargo die gleichen Werkzeuge und Konfigurationsmöglichkeiten bieten, die sie aus Visual Studio kennen. Windows 11 Treiberentwicklung RustMicrosoft stellt cargo-wdk vor

Was geht - und was nicht

Noch ist allerdings nicht alles ausgereift. Bestimmte Treibertypen lassen sich zwar bereits in Rust entwickeln, erfordern aber weiterhin viel sogenannten "unsafe code". Deshalb arbeitet das Windows Driver Frameworks-Team eng mit Rust-Experten zusammen, um sichere Abstraktionen für Kernel- und User-Mode-Treiber zu entwickeln. Erste Bausteine davon sind bereits im Kernel von Windows 11 enthalten.

Parallel dazu bereitet Microsoft weitere Leitlinien vor. In den kommenden Monaten will der Konzern Best Practices veröffentlichen, darunter die Empfehlung, auf CodeQL zur statischen Analyse von Treiber-Code zu setzen. Schon im Juli hatte es ein Update für die Vorgaben zur Codeprüfung bei Drittanbieter-Treibern für Windows 11 Version 25H2 gegeben.

Zusammenfassung
  • Microsoft integriert Rust in Windows 11 für sicherere Treibersoftware
  • Projekt Windows-Drivers-RS erleichtert Entwicklern den Umstieg auf Rust
  • Neues Werkzeug cargo-wdk vereinfacht die Erstellung von Treiberprojekten
  • Rust verhindert typische Sicherheitslücken im Vergleich zu C-Programmen
  • Erste Rust-Komponenten sind bereits im Windows 11 Kernel enthalten
  • Weitere Funktionen wie automatische WDK-Installationen sind in Planung
  • Microsoft will Leitlinien und Best Practices für Treiberentwickler veröffentlichen

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