Phison-Report über angebliche SSD-Probleme unter Windows 11 ist da
Nichts dran am angeblichen SSD-Bug: Der Hersteller Phison gibt nach wochenlanger Untersuchung Entwarnung. Trotz tausender Testzyklen und mehr als 4.500 Prüfungsstunden konnten die kolportierten Fehler unter Windows 11 nicht nachgestellt werden.
Kaum war die Diskussion entfacht, kündigte Phison eine Untersuchung an. Nun liegt ein erstes Ergebnis vor: Mehr als 4.500 Teststunden und rund 2.200 Testzyklen später konnte der Hersteller die beschriebenen Fehler nicht nachstellen (via Neowin). Weder interne Tests noch Rückmeldungen von Partnern oder Kunden hätten bislang Hinweise auf defekte Laufwerke oder Datenverluste ergeben, so das Unternehmen.
"Wir waren nicht in der Lage, das gemeldete Problem zu reproduzieren", teilte Phison in einer Stellungnahme mit. Dennoch wolle man die Situation weiterhin aufmerksam verfolgen und in enger Abstimmung mit Industriepartnern beobachten.
Gleichzeitig nutzte Phison die Gelegenheit, um Nutzer auf bewährte Praxisregeln hinzuweisen: Wer große Datenmengen verschiebt oder Archive entpackt, sollte seine SSD mit einem Kühlkörper oder Wärmeleitpads ausstatten. Nur so lasse sich eine stabile Temperatur halten und die volle Leistung dauerhaft abrufen.
Was meint ihr zu den Untersuchungen und dem Feedback bisher: Handelt es sich hier eher um ein seltenes Nutzerproblem oder könnte doch mehr hinter den Berichten stecken?
Siehe auch:
- Untersuchung zu angeblichen SSD-Schäden durch Windows-11-Updates
- Phison-Controller standen im Mittelpunkt der Problemberichte
- Nach 4500 Teststunden konnten gemeldete Fehler nicht reproduziert werden
- Weder interne Tests noch Partnerrückmeldungen bestätigten die Probleme
- Phison empfiehlt Kühlkörper bei intensiver SSD-Nutzung
- Ursache vereinzelter Fehlerberichte bleibt weiterhin ungeklärt
- Betroffene sollten sich bei Problemen direkt an den Hersteller wenden
Phison untersucht SSD-Probleme unter Windows 11
Vor wenigen Wochen machte die Meldung die Runde, dass bestimmte Windows-11-Updates NVMe-SSDs beschädigen und Nutzerdaten unbrauchbar machen könnten. Besonders im Fokus standen Modelle mit Controllern des taiwanischen Herstellers Phison, die in vielen Consumer-Laufwerken zum Einsatz kommen. Die Updates KB5063878 und KB5062660 galten als mögliche Auslöser.Kaum war die Diskussion entfacht, kündigte Phison eine Untersuchung an. Nun liegt ein erstes Ergebnis vor: Mehr als 4.500 Teststunden und rund 2.200 Testzyklen später konnte der Hersteller die beschriebenen Fehler nicht nachstellen (via Neowin). Weder interne Tests noch Rückmeldungen von Partnern oder Kunden hätten bislang Hinweise auf defekte Laufwerke oder Datenverluste ergeben, so das Unternehmen.
"Wir waren nicht in der Lage, das gemeldete Problem zu reproduzieren", teilte Phison in einer Stellungnahme mit. Dennoch wolle man die Situation weiterhin aufmerksam verfolgen und in enger Abstimmung mit Industriepartnern beobachten.
Gleichzeitig nutzte Phison die Gelegenheit, um Nutzer auf bewährte Praxisregeln hinzuweisen: Wer große Datenmengen verschiebt oder Archive entpackt, sollte seine SSD mit einem Kühlkörper oder Wärmeleitpads ausstatten. Nur so lasse sich eine stabile Temperatur halten und die volle Leistung dauerhaft abrufen.
Phison hält weiterhin an den höchsten Zuverlässigkeitsstandards fest und beobachtet die Situation in Zusammenarbeit mit unseren Industriepartnern weiter aufmerksam. Bewährte Verfahren für Endbenutzer: Obwohl unsere Validierungstests keine Probleme im Zusammenhang mit diesen Windows 11-Updates ergeben haben, haben wir bewährte Verfahren der Branche zur Unterstützung von Hochleistungsspeichergeräten veröffentlicht. Wir empfehlen Benutzern weiterhin, bei umfangreichen Arbeitslasten, wie der Übertragung großer Dateien oder der Dekomprimierung großer Archive, darauf zu achten, dass geeignete Kühlkörper oder ein Wärmeleitpad mit dem Speichergerät verwendet werden. Dies trägt dazu bei, optimale Betriebstemperaturen aufrechtzuerhalten, die Wahrscheinlichkeit einer thermischen Drosselung zu verringern und eine nachhaltige Leistung sicherzustellen.Ob die Ursache der vereinzelten Fehlerberichte tatsächlich bei Windows-Updates, bei der Hardware oder doch in spezifischen Nutzungsszenarien liegt, bleibt vorerst offen. Für Betroffene gilt: Wer Probleme bemerkt, soll sich direkt an den Hersteller wenden.
Was meint ihr zu den Untersuchungen und dem Feedback bisher: Handelt es sich hier eher um ein seltenes Nutzerproblem oder könnte doch mehr hinter den Berichten stecken?
Siehe auch:
- Windows-SSD-Ausfälle: Phison leitet rechtliche Schritte wegen Fake ein
- Windows-Update killt SSDs: Wichtiger Hersteller meldet sich zu Wort
- SSD-Ausfälle: Windows-11-Update macht Speicherlaufwerke unlesbar
- Biwin zeigt Mini SSD: Schneller 2-TB-Speicher ist kleiner als Euro-Münze
- Superschnelle SSDs: PCIe NVMe 8.0 knackt die 1-TB/s-Marke
Thema:
Nadine DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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