SSD-Ausfall: Phison-Untersuchung entlastet Windows-Update komplett
Ein fataler SSD-Fehler hat in den vergangenen Wochen für Verunsicherung unter Windows-11-Nutzern gesorgt. Nach dem August-Patch-Day häuften sich Berichte über plötzlich ausfallende SSDs. Die Suche nach der Ursache verläuft allerdings chaotisch.
Denn nun sorgt eine offizielle Stellungnahme des SSD-Herstellers Phison für neuen Diskussionsstoff. Das Unternehmen bestätigte gegenüber dem Online-Magazin Neowin, dass die Ursache nicht im Windows-Update selbst, sondern in einer speziellen Firmware-Version zu finden sei.
Konkret handele es sich um eine sogenannte Engineering-Preview, also eine Vorabversion der Firmware, die in einzelnen Fällen versehentlich eingesetzt wurde. Betroffen waren unter anderem Modelle von Corsair, Silicon Power und Apacer, die auf dem Phison-Controller E16 basieren.
Damit wäre Microsoft bei den Problemen also komplett außen vor. Auslöser der öffentlichen Diskussion um die SSD-Probleme war eine Facebook-Gruppe von PC-Selbstbauern, die die Fehler aufspürte und reproduzierte. Ihre Tests zeigten, dass sich die Laufwerke unter starker Belastung - etwa bei Schreibvorgängen von 100 Gigabyte bis zu einem Terabyte - ungewöhnlich schnell verabschiedeten.
Damit zeichnet sich ab, was schon vor einigen Tagen vermutet wurde: Das Windows-Update war nicht der Verursacher der Ausfälle. Vielmehr gerieten einige Testgeräte mit nicht freigegebener Firmware in Umlauf, die sich unter extremer Beanspruchung als anfällig erwiesen.
Wie viele Nutzer tatsächlich von dem Problem betroffen sind, bleibt weiter unklar. Phison hat angekündigt, den Vorfall weiter mit den betroffenen Herstellern wie Corsair aufzuarbeiten. Für Anwender, die reguläre SSDs im Handel erworben haben, scheint hingegen Entwarnung (noch einmal) zu gelten.
Was meint ihr: Hat Microsoft hier transparent genug gehandelt - oder hätte das Unternehmen die Fehler früher klar benennen müssen?
Siehe auch:
Es wird immer konfuser
Zwischenzeitlich hatte Microsoft ein Vorschau-Update veröffentlicht. Dieses sollte laut Unternehmensangaben mögliche Schwierigkeiten beim Zugriff auf SSDs umgehen und so das Risiko von Datenverlusten mindern. Ob die Maßnahme tatsächlich notwendig war oder eher ein vorsorglicher Schritt war, ist allerdings unklar.Denn nun sorgt eine offizielle Stellungnahme des SSD-Herstellers Phison für neuen Diskussionsstoff. Das Unternehmen bestätigte gegenüber dem Online-Magazin Neowin, dass die Ursache nicht im Windows-Update selbst, sondern in einer speziellen Firmware-Version zu finden sei.
Konkret handele es sich um eine sogenannte Engineering-Preview, also eine Vorabversion der Firmware, die in einzelnen Fällen versehentlich eingesetzt wurde. Betroffen waren unter anderem Modelle von Corsair, Silicon Power und Apacer, die auf dem Phison-Controller E16 basieren.
Damit wäre Microsoft bei den Problemen also komplett außen vor. Auslöser der öffentlichen Diskussion um die SSD-Probleme war eine Facebook-Gruppe von PC-Selbstbauern, die die Fehler aufspürte und reproduzierte. Ihre Tests zeigten, dass sich die Laufwerke unter starker Belastung - etwa bei Schreibvorgängen von 100 Gigabyte bis zu einem Terabyte - ungewöhnlich schnell verabschiedeten.
Fehler wurde nun doch reproduziert
Phison hat die Ergebnisse inzwischen im eigenen Labor nachvollzogen. Dort setzte man die gleichen SSD-Modelle mit der fehlerhaften Vorab-Firmware ein und konnte die Ausfälle bestätigen. Parallel wurden jedoch auch handelsübliche Modelle getestet, die mit der regulären, für den Markt freigegebenen Firmware arbeiten. Diese hielten den Belastungstests stand, ohne Schäden oder Abstürze zu zeigen.Damit zeichnet sich ab, was schon vor einigen Tagen vermutet wurde: Das Windows-Update war nicht der Verursacher der Ausfälle. Vielmehr gerieten einige Testgeräte mit nicht freigegebener Firmware in Umlauf, die sich unter extremer Beanspruchung als anfällig erwiesen.
Wie viele Nutzer tatsächlich von dem Problem betroffen sind, bleibt weiter unklar. Phison hat angekündigt, den Vorfall weiter mit den betroffenen Herstellern wie Corsair aufzuarbeiten. Für Anwender, die reguläre SSDs im Handel erworben haben, scheint hingegen Entwarnung (noch einmal) zu gelten.
Was meint ihr: Hat Microsoft hier transparent genug gehandelt - oder hätte das Unternehmen die Fehler früher klar benennen müssen?
Zusammenfassung
- Windows-11-Nutzer meldeten SSD-Ausfälle nach dem August-Update
- Microsoft hatte vorsorglich ein Review-Update zur Risikominderung freigegeben
- SSD-Hersteller Phison identifizierte fehlerhafte Vorab-Firmware als Ursache
- Betroffen waren Modelle mit Phison-E16-Controller von mehreren Herstellern
- Eine Facebook-Gruppe von PC-Bastlern entdeckte das Problem zuerst
- Labortests bestätigten: Reguläre Firmware-Versionen zeigen keine Probleme
- Phison arbeitet mit betroffenen Herstellern wie Corsair an einer Lösung
Siehe auch:
- Phison-Report über angebliche SSD-Probleme unter Windows 11 ist da
- Windows-SSD-Bug: Zweiter großer Hersteller äußert sich zu Ausfällen
- Windows-SSD-Ausfälle: Phison leitet rechtliche Schritte wegen Fake ein
- Windows-Update killt SSDs: Wichtiger Hersteller meldet sich zu Wort
- SSD-Ausfälle: Windows-11-Update macht Speicherlaufwerke unlesbar
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