Windows-SSD-Ausfälle: Phison leitet rechtliche Schritte wegen Fake ein

Das jüngste Update für Windows 11 sorgt für SSD-Ausfälle. Besonders betroffen sind wohl Einheiten mit Phison-Controllern. Jetzt warnt der Hersteller vor einem gefälschten Dokument, das erfundene Informationen enthält, und leitet rechtliche Schritte ein.
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Windows-11-Update verursacht SSD-Ausfälle

Microsofts Windows-11-Update KB5063878 zum August-Patch-Day sorgt für SSD-Ausfälle und verschwundene Laufwerke. Die Aktualisierung soll Probleme beim Schreiben großer Dateien verursachen. Nutzer berichten, dass ihre Systeme beim Kopieren oder Schreiben großer Datenmengen über 50 GB instabil werden.

Unter anderem scheinen SSDs mit Phison-Controllern betroffen zu sein, wobei der PS5012-E12 Controller häufig genannt wird. Phison ist einer der größten SSD-Controller-Hersteller weltweit und hält einen Marktanteil von 40 bis 50 Prozent bei Consumer-SSD-Controllern. Phison hatte sich bereits gestern zu Wort gemeldet und mitgeteilt, dass man eine Untersuchung der Ausfälle eingeleitet habe. Jetzt gibt es allerdings ein neues Problem.


Gefälschtes Dokument kursiert im Netz

Wie Hot Hardware berichtet, wurde Phison kürzlich auf ein "gefälschtes Dokument" aufmerksam, das als offizielle Kommunikation des Unternehmens ausgegeben und an verschiedene Kunden verteilt wurde. Das Unternehmen stellte unmissverständlich klar, dass das fragliche Dokument "weder eine offizielle noch inoffizielle Mitteilung von Phison" sei.

Das gefälschte Dokument trägt den Titel "Phison SSD Controller Issues Summary" und behauptet, eine Tabelle betroffener Controller-Modelle zu enthalten. Laut Phison sind diese Informationen allerdings nicht offiziell. Das Dokument stellt falsche Behauptungen bezüglich möglicher Speicher- und Datenprobleme im Zusammenhang mit dem Windows-Sicherheitsupdate auf. Windows 11 SSD-Ausfälle: Gefälschtes Phison-Dokument Windows 11 SSD-Ausfälle: Gefälschtes Phison-DokumentDieses Dokument stammt nicht von Phison

Rechtliche Schritte eingeleitet

Da solche Falschinformationen zu unnötiger Panik und falschen Entscheidungen führen können und so potenziell erheblichen Schaden für das Unternehmen und seine Kunden verursachen, geht Phison hart gegen die Verbreitung des Dokuments vor. Das Unternehmen hat angekündigt, rechtliche Schritte gegen die Verantwortlichen einzuleiten. Bisher gibt es allerdings keine Informationen über die Quelle des fiktiven Dokuments oder die Motivation hinter der Fälschung.

Tatsächliche Probleme werden untersucht

Laut Phison zeigen aktuelle Tests, dass das Problem Speichergeräte mehrerer Hersteller betreffen könnte und sich sowohl auf SSDs als auch HDDs erstreckt. Das Unternehmen arbeitet eng mit Microsoft zusammen, um die Angelegenheit zu lösen. Bisher ist Phison der einzige Hersteller, der auf die Probleme reagiert und die Schwierigkeiten von Nutzern mit ihren SSDs anerkannt hat.

Bestätigte Berichte von SSD-Ausfällen gibt es angesichts Phisons Marktanteil derzeit nur in relativ geringer Anzahl. Das könnte sich aber schnell ändern. Selbst wenn nur 0,01 Prozent der Systeme betroffen sind, könnte es weltweit unzählige Ausfälle geben. Bis zur Lösung des Problems oder bis detailliertere Informationen vorliegen, sollten Windows-Nutzer mit gefährdeten SSDs das Schreiben großer Datenmengen sicherheitshalber vermeiden und falls möglich stattdessen in kleineren Chargen über längere Zeit schreiben.

Was denkt ihr über Phisons Vorgehen gegen das Dokumente? Wen und welche Motivation vermutet ihr hinter der Fälschung? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!
Zusammenfassung
  • Windows-11-Update KB5063878 verursacht SSD-Ausfälle und Instabilität
  • Besonders SSDs mit Phison-Controllern scheinen betroffen zu sein
  • Gefälschtes Dokument über betroffene Controller-Modelle im Umlauf
  • Phison kündigt rechtliche Schritte gegen Verbreiter des Dokuments an
  • Laut Phison könnten SSDs und HDDs mehrerer Hersteller betroffen sein
  • Nutzer sollten vorerst das Schreiben großer Datenmengen vermeiden

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