Russische Fluglinie Aeroflot gehackt, angeblich tausende Server zerstört
Die staatliche russische Fluglinie Aeroflot musste gestern dutzende Flüge stornieren, nachdem es offenbar zum weitreichenden Ausfall der IT-Systeme des Unternehmens gekommen war. Proukrainische Hackergruppen beanspruchen, für den Angriff verantwortlich zu sein.
Wer den Status von Flügen des Moskauer Flughafens Scheremetjewo prüfte, bekam tatsächlich viele gestrichene Flüge und diverse Verspätungen angezeigt. Auch mehr als 12 Stunden nach Bekanntwerden der offenbar von der Ukraine ausgehenden Cyberattacke auf Aeroflot wurden viele Flüge gestrichen oder sind zumindest stark verspätet.
Zu den betroffenen Routen gehörten laut RadioSvoboda vor allem Stecken innerhalb Russlands, aber auch Auslandsverbindungen etwa nach Weißrussland oder Armenien und der Türkei. Die Probleme waren auch heute Nacht gegen zwei Uhr deutscher Zeit nicht überwunden, wurden auf der Website des Flughafens Scheremetjewo doch noch immer stundenlang verspätete oder ganz gestrichene Flüge angezeigt.
Gleich zwei proukrainische Hackergruppen beanspruchten in ihren Telegram-Kanälen, für die Ausfälle bei Aeroflot verantwortlich zu sein. Von einer Gruppe namens "Silent Crow" war zu hören, dass ihre Mitglieder die gesamten Datenbanken von Aeroflot abgreifen konnten, inklusive Flugverläufen, Audioaufzeichnungen, internen Telefonaten über Überwachungsdaten. Die Wiederherstellung werde zig Millionen Dollar kosten, weil man "strategischen Schaden" angerichtet habe, hieß es weiter.
Gemeinsam mit einer anderen Gruppe namens "Belarusian Cyberpartisans" sei man im Rahmen einer über viele Monate durchgeführten Aktion tief in das IT-Netz von Aeroflot eingedrungen und habe nun mehr als 7.000 Server der Fluglinie zerstört. Außerdem habe man die Kontrolle über die PCs diverser Mitarbeiter übernommen, darunter auch führende Manager.
Man wolle so der Ukraine helfen, indem man die größte russische Fluglinie lahmlege und großen finanziellen Schaden verursache, hieß es weiter. In Kürze wolle man die persönlichen Daten aller Russen veröffentlichen, die jemals mit Aeroflot geflogen seien, erklärten die Angreifer weiter. Obendrein sollen auch diverse Audioaufzeichnungen und interne E-Mails von Aeroflot-Mitarbeitern veröffentlicht werden.
Siehe auch:
Zahlreiche Flüge gestrichen oder stark verspätet
Russlands größte Airline Aeroflot wurde gestern Opfer von Attacken ukrainischer Hacker, denen es nach eigenen Angaben gelungen war, die IT-Infrastruktur der Fluglinie lahmzulegen. Das Unternehmen selbst teilte mit, dass man rund 40 Flüge wegen eines "technischen Ausfalls" streichen musste.Wer den Status von Flügen des Moskauer Flughafens Scheremetjewo prüfte, bekam tatsächlich viele gestrichene Flüge und diverse Verspätungen angezeigt. Auch mehr als 12 Stunden nach Bekanntwerden der offenbar von der Ukraine ausgehenden Cyberattacke auf Aeroflot wurden viele Flüge gestrichen oder sind zumindest stark verspätet.
Zu den betroffenen Routen gehörten laut RadioSvoboda vor allem Stecken innerhalb Russlands, aber auch Auslandsverbindungen etwa nach Weißrussland oder Armenien und der Türkei. Die Probleme waren auch heute Nacht gegen zwei Uhr deutscher Zeit nicht überwunden, wurden auf der Website des Flughafens Scheremetjewo doch noch immer stundenlang verspätete oder ganz gestrichene Flüge angezeigt.
Behörden ermitteln, Angreifer beanspruchen Verantwortung
Die russischen Strafverfolgungsbehörden haben nach eigenen Angaben Ermittlungen aufgenommen. Aeroflot selbst sprach nur von einer technischen Störung, doch erklärten russische Politiker Medienberichten zufolge, dass es sich wahrscheinlich um einen Cyberangriff handele, der von "unfreundlichen Staaten" ausgehe.Gleich zwei proukrainische Hackergruppen beanspruchten in ihren Telegram-Kanälen, für die Ausfälle bei Aeroflot verantwortlich zu sein. Von einer Gruppe namens "Silent Crow" war zu hören, dass ihre Mitglieder die gesamten Datenbanken von Aeroflot abgreifen konnten, inklusive Flugverläufen, Audioaufzeichnungen, internen Telefonaten über Überwachungsdaten. Die Wiederherstellung werde zig Millionen Dollar kosten, weil man "strategischen Schaden" angerichtet habe, hieß es weiter.
Gemeinsam mit einer anderen Gruppe namens "Belarusian Cyberpartisans" sei man im Rahmen einer über viele Monate durchgeführten Aktion tief in das IT-Netz von Aeroflot eingedrungen und habe nun mehr als 7.000 Server der Fluglinie zerstört. Außerdem habe man die Kontrolle über die PCs diverser Mitarbeiter übernommen, darunter auch führende Manager.
Man wolle so der Ukraine helfen, indem man die größte russische Fluglinie lahmlege und großen finanziellen Schaden verursache, hieß es weiter. In Kürze wolle man die persönlichen Daten aller Russen veröffentlichen, die jemals mit Aeroflot geflogen seien, erklärten die Angreifer weiter. Obendrein sollen auch diverse Audioaufzeichnungen und interne E-Mails von Aeroflot-Mitarbeitern veröffentlicht werden.
Zusammenfassung
- Russische Airline Aeroflot durch IT-Ausfall zu Flugstornierungen gezwungen
- Proukrainische Hackergruppen reklamieren Cyberangriff für sich
- Betroffen waren vor allem Inlandsflüge sowie Verbindungen ins Ausland
- Hackergruppen behaupten, mehr als 7000 Server der Fluglinie zerstört zu haben
- Angreifer drohen mit Veröffentlichung von Kundendaten und internen E-Mails
- Russische Behörden sprechen von Angriffen aus 'unfreundlichen Staaten'
- Laut Hackern wurden Datenbanken inklusive Flugverläufen abgegriffen
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