Mindfactory: Angeschlagener IT-Händler wird von Heise übernommen
Für den angeschlagenen Hardware-Händler Mindfactory gibt es nun doch eine Zukunft. Das Unternehmen wird vom Hannoveraner Heise-Verlag übernommen. Wie dieser mitteilte, wurden die entsprechenden Verträge gestern unterzeichnet.
"Ich könnte mir vorstellen, dass wir mit dem Bereich Hardwarehandel eine neue Säule in unserem Unternehmen aufbauen", führte Heise weiter aus. Bisher ist das Unternehmen im Wesentlich in drei Bereichen aktiv: Es gibt das klassische IT-Verlagsgeschäft rund um das Magazin C'T und das Portal Heise online, die Online-Marketing-Sparte Heise Regioconcept und die Preisvergleichsplattformen Guenstiger.de und Geizhals.
Eine breitere Aufstellung des Medienunternehmens ist angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung im Verlagswesen wohl durchaus sinnvoll. Eine Herausforderung dürfte es allerdings sein, einen unabhängigen IT-Journalismus und Neutralität auf den Preisvergleichsplattformen sicherzustellen, wenn man gleichzeitig im beobachteten Markt selbst aktiv ist. Daher bleibt vorerst abzuwarten, ob das Kartellamt noch Bedenken hinsichtlich der Übernahme hat.
Schon im März hatte Mindfactory allerdings erklärt, dass es nicht darum ginge, das Unternehmen abzuwickeln. Vielmehr wollte man eine Sanierung in Eigenregie schaffen. Aktuell verfügt der Händler über mehr als 100.000 Artikel im Sortiment und verzeichnet monatlich über 4 Millionen Besucher auf seiner Webseite.
Siehe auch:
Firma soll erhalten bleiben
Den Angaben zufolge soll der Mindfactory-Standort in Wilhelmshaven vollständig erhalten bleiben. Das heißt, dass sämtliche Beschäftigten als auch die Kundenbeziehungen von Heise übernommen werden. "Damit sichern wir den erfolgreichen Unternehmensweg und wollen ihn vor Ort weiter ausbauen und stärken", sagte Ansgar Heise, der geschäftsführende Gesellschafter des Medienhauses."Ich könnte mir vorstellen, dass wir mit dem Bereich Hardwarehandel eine neue Säule in unserem Unternehmen aufbauen", führte Heise weiter aus. Bisher ist das Unternehmen im Wesentlich in drei Bereichen aktiv: Es gibt das klassische IT-Verlagsgeschäft rund um das Magazin C'T und das Portal Heise online, die Online-Marketing-Sparte Heise Regioconcept und die Preisvergleichsplattformen Guenstiger.de und Geizhals.
Eine breitere Aufstellung des Medienunternehmens ist angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung im Verlagswesen wohl durchaus sinnvoll. Eine Herausforderung dürfte es allerdings sein, einen unabhängigen IT-Journalismus und Neutralität auf den Preisvergleichsplattformen sicherzustellen, wenn man gleichzeitig im beobachteten Markt selbst aktiv ist. Daher bleibt vorerst abzuwarten, ob das Kartellamt noch Bedenken hinsichtlich der Übernahme hat.
Insolvenz als Chance
Mindfactory wurde im Jahr 1996 gegründet und hat sich in den 28 Jahren zu einem der größten Online-Händler für Gaming und Hardware-Komponenten entwickelt. Vor einigen Monaten geriet das Unternehmen allerdings wirtschaftlich in Schieflage, was bis zu Eröffnung eines Insolvenzverfahrens ging.Schon im März hatte Mindfactory allerdings erklärt, dass es nicht darum ginge, das Unternehmen abzuwickeln. Vielmehr wollte man eine Sanierung in Eigenregie schaffen. Aktuell verfügt der Händler über mehr als 100.000 Artikel im Sortiment und verzeichnet monatlich über 4 Millionen Besucher auf seiner Webseite.
Zusammenfassung
- Heise-Verlag übernimmt den finanziell angeschlagenen Hardware-Händler Mindfactory
- Sämtliche Beschäftigte und Kundenbeziehungen am Standort Wilhelmshaven bleiben erhalten
- Hardwarehandel soll als neue Geschäftssäule neben den bestehenden Bereichen etabliert werden
- Unabhängiger IT-Journalismus könnte durch Übernahme vor Herausforderungen stehen
- Mindfactory existiert seit 1996 und geriet trotz Größe vor einigen Monaten in Schieflage
- Das Unternehmen führt über 100.000 Artikel und verzeichnet monatlich 4 Millionen Website-Besucher
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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