Mindfactory in Schieflage:
Deutscher PC-Hersteller offenbar als Retter
Im Fall des in Schieflage geratenen Hardware-Händlers Mindfactory gibt es offenbar neue Entwicklungen. Einerseits sind Angaben zu den Gründen für die mögliche Insolvenz der Firma aus Wilhelmshaven, andererseits soll auch ein Investor zur Rettung bereitstehen.
Inzwischen scheint sich die Lage aber etwas zu entspannen. So hat Mindfactory mittlerweile auf ein neues Shopsystem umgestellt und scheint eingehende Bestellungen ganz normal zu bearbeiten und verfügbare Ware auch zuverlässig zu liefern. Jedenfalls gibt es kaum Berichte über mögliche Lieferausfälle. Mindfactory hatte sein Sortiment allerdings zuletzt auch massiv ausgedünnt.
Wortmann selbst geht es laut den jüngsten Geschäftsberichten finanziell bestens, erwirtschaftete die Wortmann AG mit ihren rund 800 Mitarbeitern allein 2024 doch einen Jahresumsatz von über einer Milliarde Euro. Die Wortmann-Gruppe, zu der die Wortmann AG gehört, brachte es auf einen Umsatzrekord von 2,13 Milliarden Euro, auch wenn das Plus mit nur 0,5 Prozent im Vergleich zum Höchstwert aus dem Vorjahr klein ausfiel.
Wortmann erwirtschaftet seinen Umsatz vor allem mit dem Vertrieb von PC-Hardware, wobei Kosatec als B2B-Händler bzw. Hardware-Großhändler zuletzt 550 Millionen Euro beitrug. Die BAB Distribution GmbH, die ebenfalls als Großhändler aktiv ist und dabei vor allem auf Speicher, NAS-Systeme und auch PC-Hardware spezialisiert ist, kam auf etwa 220 Mio. Euro Umsatz.
Die Wortmann-Gruppe dürfte somit durchaus stark genug sein, um Mindfactory aus der Krise zu helfen. Die Probleme bei einem der größten Retailer für PC-Hardware in Deutschland dürften unterdessen hausgemacht sein. Gegenüber Golem hieß es aus Quellen im Umfeld der Firma, dass aufgrund von Fehlern in der Buchhaltung eine Steuernachzahlung in Millionenhöhe fällig sein soll.
Siehe auch:
Update 13:37 Uhr: Mittlerweile hat sich Mindfactory in Form einer Pressemitteilung der Agentur Möller PR erstmals zu dem Thema geäußert. Seit Ende Februar läuft demnach ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung.
Mehr Details dazu gibt es hier.
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Mindfactory selbst schweigt weiter
In den letzten Wochen gab es immer wieder Meldungen, laut denen der norddeutsche PC-Teilehändler Mindfactory in massive Schwierigkeiten geraten ist. Unter anderem war von einer Insolvenz des Unternehmens die Rede, wobei dies bisher noch immer nicht bestätigt wurde, auch weil Mindfactory selbst zu den Gerüchten eisern schweigt.Inzwischen scheint sich die Lage aber etwas zu entspannen. So hat Mindfactory mittlerweile auf ein neues Shopsystem umgestellt und scheint eingehende Bestellungen ganz normal zu bearbeiten und verfügbare Ware auch zuverlässig zu liefern. Jedenfalls gibt es kaum Berichte über mögliche Lieferausfälle. Mindfactory hatte sein Sortiment allerdings zuletzt auch massiv ausgedünnt.
Wortmann AG wohl als Investor am Start
Wie jetzt bei Heise zu lesen ist, steht mit der Wortmann AG offenbar auch ein potenter Investor bereit, der inzwischen angeblich bereits Anteile an Mindfactory in unbekannter Höhe erworben haben soll. Wortmann ist unter anderem Eigner des PC-Herstellers Terra und Miteigentümer des auf Business-Kunden spezialisierten Hardware-Händlers Kosatec.Wortmann selbst geht es laut den jüngsten Geschäftsberichten finanziell bestens, erwirtschaftete die Wortmann AG mit ihren rund 800 Mitarbeitern allein 2024 doch einen Jahresumsatz von über einer Milliarde Euro. Die Wortmann-Gruppe, zu der die Wortmann AG gehört, brachte es auf einen Umsatzrekord von 2,13 Milliarden Euro, auch wenn das Plus mit nur 0,5 Prozent im Vergleich zum Höchstwert aus dem Vorjahr klein ausfiel.
Wortmann erwirtschaftet seinen Umsatz vor allem mit dem Vertrieb von PC-Hardware, wobei Kosatec als B2B-Händler bzw. Hardware-Großhändler zuletzt 550 Millionen Euro beitrug. Die BAB Distribution GmbH, die ebenfalls als Großhändler aktiv ist und dabei vor allem auf Speicher, NAS-Systeme und auch PC-Hardware spezialisiert ist, kam auf etwa 220 Mio. Euro Umsatz.
Die Wortmann-Gruppe dürfte somit durchaus stark genug sein, um Mindfactory aus der Krise zu helfen. Die Probleme bei einem der größten Retailer für PC-Hardware in Deutschland dürften unterdessen hausgemacht sein. Gegenüber Golem hieß es aus Quellen im Umfeld der Firma, dass aufgrund von Fehlern in der Buchhaltung eine Steuernachzahlung in Millionenhöhe fällig sein soll.
Zusammenfassung
- Hardware-Händler Mindfactory gerät in finanzielle Schwierigkeiten
- Umstellung auf neues Shopsystem und normaler Geschäftsbetrieb
- Wortmann AG als potenzieller Investor mit Anteilserwerb im Gespräch
- Wortmann AG verzeichnet Milliardenumsatz und finanzielle Stabilität
- Steuernachzahlung in Millionenhöhe als möglicher Grund für Krise
- Wortmann-Gruppe könnte Mindfactory aus der Krise helfen
- Mindfactory schweigt zu Gerüchten über mögliche Insolvenz
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