Angriff auf russische Bomber:
Satelliten zeigen Ausmaß der Zerstörung
Neue Satellitenbilder zeigen das Ausmaß der ukrainischen Drohnenangriffe auf russische Flugzeuge. Die Operation "Spiderweb" hat mindestens 13 strategische Bomber zerstört oder schwer beschädigt. Der Schaden wird auf sieben Milliarden Dollar geschätzt.
Neue Satellitenaufnahmen belegen das Ausmaß der ukrainischen Drohnenangriffe auf russische Luftwaffenstützpunkte vom vergangenen Sonntag. Die Bilder zeigen massive Zerstörungen an strategischen Bombern und Infrastruktur an mehreren Militärbasen. "Mindestens" 13 russische Militärflugzeuge wurden dabei zerstört oder schwer beschädigt, sagte Andriy Kovalenko, Mitglied des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats der Ukraine.
Die koordinierten Schläge richteten sich gegen Stützpunkte der russischen Fernfliegerkräfte an fünf Standorten: Belaja, Djagilewo, Iwanowo Sewerni, Olenja und Ukrajinka. Mit 117 eingesetzten Drohnen war es der bislang größte Drohnenangriff auf russische Luftwaffenstützpunkte. Unter den getroffenen Maschinen befinden sich mindestens acht Tu-95-Bomber, also Langstreckenflugzeuge, die auch Atomwaffen tragen können und regelmäßig für Angriffe auf die Ukraine eingesetzt wurden.
Der Angriff wurde durch eine ausgeklügelte Operation des ukrainischen Geheimdienstes SBU ermöglicht. Sprengstoffbeladene Drohnen wurden in speziell präparierten Holzkisten versteckt und auf Lastwagen zum Rand der Luftwaffenstützpunkte transportiert. Durch einen ferngesteuerten Mechanismus öffneten sich die Dächer, sodass die Drohnen starten und ihre Angriffe beginnen konnten.
Die Tu-95, auch bekannt unter dem NATO-Codenamen "Bear", ist ein viermotoriger Turboprop-Bomber, der seit den 1950er Jahren im Einsatz ist. Diese Maschinen können bis zu 16 Kh-101- oder Kh-555-Marschflugkörper tragen und haben eine Reichweite von über 15.000 Kilometern. Sie bilden das Rückgrat der russischen Langstrecken-Luftangriffe gegen die Ukraine.
Nach Einschätzung des Institute for the Study of War könnte Russlands Fähigkeit, Langstreckenraketen und Drohnen gegen die Ukraine einzusetzen, zumindest vorübergehend eingeschränkt sein. Da einige der getroffenen strategischen Flugzeuge nicht mehr hergestellt werden, schwächt dies auch erheblich einen Teil von Russlands nuklearer Triade. Die nuklearen Streitkräfte Russlands bestehen aus landgestützten Interkontinentalraketen, U-Boot-gestützten Raketen und luftgestützten Nuklearwaffen - letztere werden hauptsächlich von Tu-95 und Tu-160 transportiert.
Was meint ihr zu diesem strategischen Schlag der Ukraine? Wie sehr wird dieser Angriff Russlands Luftoperationen beeinträchtigen? Teilt eure Einschätzung gerne in den Kommentaren.
Siehe auch:
Die koordinierten Schläge richteten sich gegen Stützpunkte der russischen Fernfliegerkräfte an fünf Standorten: Belaja, Djagilewo, Iwanowo Sewerni, Olenja und Ukrajinka. Mit 117 eingesetzten Drohnen war es der bislang größte Drohnenangriff auf russische Luftwaffenstützpunkte. Unter den getroffenen Maschinen befinden sich mindestens acht Tu-95-Bomber, also Langstreckenflugzeuge, die auch Atomwaffen tragen können und regelmäßig für Angriffe auf die Ukraine eingesetzt wurden.
Satellitenbilder zeigen Zerstörung
Wie The Warzone und Reuters berichten, zeigen Satellitenbilder vom Stützpunkt Belaja, die von Militärexperten ausgewertet wurden, dass dort mehrere strategische Bomber zerstört oder schwer beschädigt wurden. Die Aufnahmen dokumentieren Krater, verbrannte Flugzeugwracks und beschädigte Hangars.Der Angriff wurde durch eine ausgeklügelte Operation des ukrainischen Geheimdienstes SBU ermöglicht. Sprengstoffbeladene Drohnen wurden in speziell präparierten Holzkisten versteckt und auf Lastwagen zum Rand der Luftwaffenstützpunkte transportiert. Durch einen ferngesteuerten Mechanismus öffneten sich die Dächer, sodass die Drohnen starten und ihre Angriffe beginnen konnten.
Schwerer Verlust für Russland
Da es sich bei den Tu-95 um Flugzeuge aus der Sowjet-Ära handelt, können sie nicht mehr ohne Weiteres produziert werden. Schätzungen zufolge verfügt Russland nur über etwa 50 einsatzfähige Tu-95, weshalb selbst der Verlust weniger Maschinen schwer wiegt. Jeder Tu-95-Bomber hat einen geschätzten Wert von etwa 500 Millionen Dollar. Die Tu-22M3-Bomber, von denen ebenfalls mehrere getroffen wurden, kosten etwa 200 Millionen Dollar pro Stück.Die Tu-95, auch bekannt unter dem NATO-Codenamen "Bear", ist ein viermotoriger Turboprop-Bomber, der seit den 1950er Jahren im Einsatz ist. Diese Maschinen können bis zu 16 Kh-101- oder Kh-555-Marschflugkörper tragen und haben eine Reichweite von über 15.000 Kilometern. Sie bilden das Rückgrat der russischen Langstrecken-Luftangriffe gegen die Ukraine.
Nach Einschätzung des Institute for the Study of War könnte Russlands Fähigkeit, Langstreckenraketen und Drohnen gegen die Ukraine einzusetzen, zumindest vorübergehend eingeschränkt sein. Da einige der getroffenen strategischen Flugzeuge nicht mehr hergestellt werden, schwächt dies auch erheblich einen Teil von Russlands nuklearer Triade. Die nuklearen Streitkräfte Russlands bestehen aus landgestützten Interkontinentalraketen, U-Boot-gestützten Raketen und luftgestützten Nuklearwaffen - letztere werden hauptsächlich von Tu-95 und Tu-160 transportiert.
Was meint ihr zu diesem strategischen Schlag der Ukraine? Wie sehr wird dieser Angriff Russlands Luftoperationen beeinträchtigen? Teilt eure Einschätzung gerne in den Kommentaren.
Zusammenfassung
- Satellitenbilder belegen massive Zerstörung durch Operation Spiderweb
- Mindestens 13 strategische Bomber im Wert von sieben Milliarden Dollar zerstört
- 117 Drohnen griffen russische Luftwaffenstützpunkte an fünf Standorten an
- Acht Tu-95-Bomber getroffen, die auch für Atomwaffentransport geeignet sind
- Russlands Fähigkeit zu Langstreckenangriffen könnte vorübergehend eingeschränkt sein
- Der Angriff schwächt einen Teil der nuklearen Triade Russlands erheblich
Siehe auch:
- Ukraine hackt Bomberbauer Tupolew, erbeutet Gigabytes an Daten
- In Lkws versteckte Drohnen: Ukraine trifft Russlands Bomber-Herz
- Android-Spyware nimmt russische Soldaten in der Ukraine ins Visier
- Eutelsat statt Starlink: Deutschland finanziert Sat-Internet für Ukraine
- X-Ausfall: Musk behauptet, Attacke kam aus der Ukraine (Update)
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