Eutelsat statt Starlink: Deutschland finanziert Sat-Internet für Ukraine

Europa baut seine Unterstützung für die Ukraine in Form der Schaf­fung einer Alternative zu Elon Musks Starlink wie erwartet aus. Vor allem aus Deutschland kommt dabei Geld für die Verwendung von Satellitenterminals von Eutelsat. Rund 1000 Terminals laufen schon.
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Eutelsat

Eutelsat könnte schnell bis zu 10.000 Terminals bieten

Weil die Versorgung des ukrainischen Militärs mit Satelliten-Internet im Kampf gegen russische Angriffstruppen von essenzieller Bedeutung ist, versucht man in Europa seit einigen Wochen händeringend, möglichst schnell Kapazitäten über den französischen Satellitenbetreiber Eutelsat als Alternative zu den bisher verwendeten Starlink-Terminals aufzubauen.

Hintergrund ist, dass die Versorgung mit Starlink aufgrund von Elon Musks politischer Nähe zum neuen US-Präsidenten Trump als unsicher gilt. Laut der Nachrichtenagentur Reuters kommt das Vorhaben, zunehmend auf Eutelsat als Alternative zu Starlink zu setzen, durchaus voran. Nach Angaben von Eutelsat-Chefin Eva Berneke stammt das für die Umsetzung nötige Geld zum Großteil aus Deutschland.

50.000 Starlink-Terminals in der Ukraine im Einsatz

Noch ist unklar, wie viel Geld aus deutschen Quellen für den Betrieb von Eutelsat-Terminals in der Ukraine bereitgestellt wurde. Eutelsat zufolge sind derzeit weniger als 1.000 Terminals des Unternehmens in der Ukraine im Einsatz. Zum Vergleich: zuletzt war von rund 50.000 Starlink-Terminals in der Ukraine die Rede, deren Finanzierung zum Großteil durch Polen und die USA gewährleistet wird.

Berneke zufolge sei man in der Lage, innerhalb weniger Wochen 5.000 bis 10.000 weitere Eutelsat-Terminals in die Ukraine zu bringen, wobei deren Finanzierung derzeit verhandelt werde. Es soll geklärt werden, ob Deutschland oder andere Quellen die Finanzierung dieser Expansion übernehmen können. Gleichzeitig wird auch über den Aufbau des IRIS2 genannten Satellitennetzwerks im Rahmen des SpaceRISE-Konsortiums mit Unterstützung der EU diskutiert, hieß es weiter.

Anscheinend ist die Verfügbarkeit von alternativen Satellitenzugängen für die Ukraine von höchster Dringlichkeit. Man müsse sich dringend auf "unerwartete Entwicklungen" vorbereiten, so der für Verteidigung zuständige EU-Kommissar Andrius Kubilius aus Estland in der letzten Woche, wobei er nicht darauf einging, welche Art von Entwicklungen er damit meinte.

Zusammenfassung
  • Europa schafft Alternative zu Starlink für Satelliten-Internet in der Ukraine
  • Deutschland finanziert größtenteils Eutelsat-Terminals für ukrainisches Militär
  • Weniger als 1.000 Eutelsat-Terminals im Einsatz, 50.000 Starlink-Terminals
  • Eutelsat plant Erweiterung auf 5000 bis 10.000 Terminals in wenigen Wochen
  • EU diskutiert Aufbau des IRIS2-Satellitennetzwerks als weitere Alternative
  • Dringende Suche nach Alternativen wegen unsicherer Starlink-Versorgung
  • Elon Musks Nähe zu Trump gefährdet Zuverlässigkeit von Starlink-Diensten

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