Expresstransport: Rakete soll Fracht weltweit in 90 Minuten liefern
Rocket Lab wird eine neue Rakete für ein zukunftsweisendes US-Militärprojekt einsetzen: Ab 2026 will man mit der wiederverwendbaren Neutron-Trägerrakete testen, wie Fracht innerhalb von 90 Minuten an jeden Ort der Welt geliefert werden kann.
Die mittelgroße, wiederverwendbare Neutron-Rakete soll dabei einen Überlebensfähigkeitstest durchführen, bei dem eine Nutzlast in die Erdumlaufbahn gebracht und anschließend kontrolliert zur Erde zurückgeführt wird. Diese Mission stellt einen wichtigen Schritt dar, um die Möglichkeit eines raketengetriebenen Punkt-zu-Punkt-Transportsystems für das US-Militär zu erkunden.
Wie Rocket Lab in einer Pressemitteilung bekannt gab (via New Atlas), wird die Neutron-Rakete mit neun selbst entwickelten Archimedes-Triebwerken in der ersten Stufe angetrieben und besteht hauptsächlich aus Karbonverbundwerkstoffen. Ein besonderes Merkmal des Systems ist der "Hungry Hippo"-Mechanismus, bei dem sich die Nutzlastverkleidung wie ein Nilpferdmaul öffnet, um die zweite Stufe samt Nutzlast freizugeben.
Das REGAL-Programm der US-Luftwaffe, das allerdings noch in den Kinderschuhen steckt, zielt darauf ab, ein vollständig integriertes logistisches System zu entwickeln, das vergleichbar mit herkömmlichen militärischen Lufttransportflotten ist. Die Vision: Ein Raketensystem, das bis zu 77 Tonnen Fracht in weniger als 90 Minuten überall auf der Welt abliefern kann.
"Neutron ist eine leistungsstarke neue Startoption, die einen neuen Standard für Leistung, Erschwinglichkeit und Zuverlässigkeit für staatliche und kommerzielle Raumfahrtnutzer im mittleren Startbereich setzen wird", erklärte Peter Beck, Gründer und CEO von Rocket Lab.
Bei der geplanten Überlebensfähigkeitsmission werden während des kontrollierten Wiedereintritts wichtige Telemetriedaten gesammelt. Dazu gehören Temperatur, Druck, Beschleunigungskräfte, Wärmefluss sowie Auswirkungen auf Strukturelemente, Materialien und Fahrzeugsysteme bis zur Landungs- und Bergungsphase. Diese Daten sollen zur Validierung zukünftiger Missionsmodelle und zur Gewährleistung der Sicherheit von Nutzlasten dienen.
Was haltet ihr von dieser Idee? Könnte ein raketengetriebenes Transportsystem die Logistik revolutionieren oder seht ihr eher Risiken bei dieser Technologie? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
Siehe auch:
Neutron-Rakete für militärischen Schnelltransport
Rocket Lab hat einen bedeutenden Vertrag mit dem Forschungslabor der US-Luftwaffe (US Air Force Research Laboratory; AFRL) unterzeichnet. Das Raumfahrtunternehmen wird seine neue Neutron-Rakete für eine experimentelle Mission im Rahmen des REGAL-Programms ("Rocket Experimentation for Global Agile Logistics") einsetzen. Ziel ist es, die Machbarkeit eines neuartigen Transportsystems zu testen, das Fracht innerhalb von nur 60 bis 90 Minuten an jeden beliebigen Ort der Erde liefern könnte. Der Start der Mission ist für frühestens 2026 geplant.Die mittelgroße, wiederverwendbare Neutron-Rakete soll dabei einen Überlebensfähigkeitstest durchführen, bei dem eine Nutzlast in die Erdumlaufbahn gebracht und anschließend kontrolliert zur Erde zurückgeführt wird. Diese Mission stellt einen wichtigen Schritt dar, um die Möglichkeit eines raketengetriebenen Punkt-zu-Punkt-Transportsystems für das US-Militär zu erkunden.
Leistungsstarke Rakete
Mit einer Höhe von 43 Metern und einem Durchmesser von sieben Metern übertrifft die Neutron-Rakete deutlich die bisherige Electron-Rakete von Rocket Lab, die seit 2018 im Einsatz ist. Während Electron maximal 300 Kilogramm in eine niedrige Erdumlaufbahn befördern kann, ist Neutron mit einer Nutzlastkapazität von bis zu 13 Tonnen deutlich leistungsstärker.Rocket Lab testet den Hungry Hippo-Mechanismus der Neutron-Rakete
Wie Rocket Lab in einer Pressemitteilung bekannt gab (via New Atlas), wird die Neutron-Rakete mit neun selbst entwickelten Archimedes-Triebwerken in der ersten Stufe angetrieben und besteht hauptsächlich aus Karbonverbundwerkstoffen. Ein besonderes Merkmal des Systems ist der "Hungry Hippo"-Mechanismus, bei dem sich die Nutzlastverkleidung wie ein Nilpferdmaul öffnet, um die zweite Stufe samt Nutzlast freizugeben.
Das REGAL-Programm der US-Luftwaffe, das allerdings noch in den Kinderschuhen steckt, zielt darauf ab, ein vollständig integriertes logistisches System zu entwickeln, das vergleichbar mit herkömmlichen militärischen Lufttransportflotten ist. Die Vision: Ein Raketensystem, das bis zu 77 Tonnen Fracht in weniger als 90 Minuten überall auf der Welt abliefern kann.
"Neutron ist eine leistungsstarke neue Startoption, die einen neuen Standard für Leistung, Erschwinglichkeit und Zuverlässigkeit für staatliche und kommerzielle Raumfahrtnutzer im mittleren Startbereich setzen wird", erklärte Peter Beck, Gründer und CEO von Rocket Lab.
Bei der geplanten Überlebensfähigkeitsmission werden während des kontrollierten Wiedereintritts wichtige Telemetriedaten gesammelt. Dazu gehören Temperatur, Druck, Beschleunigungskräfte, Wärmefluss sowie Auswirkungen auf Strukturelemente, Materialien und Fahrzeugsysteme bis zur Landungs- und Bergungsphase. Diese Daten sollen zur Validierung zukünftiger Missionsmodelle und zur Gewährleistung der Sicherheit von Nutzlasten dienen.
Was haltet ihr von dieser Idee? Könnte ein raketengetriebenes Transportsystem die Logistik revolutionieren oder seht ihr eher Risiken bei dieser Technologie? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Rocket Lab nutzt neue Neutron-Rakete für 90-Minuten-Frachttransport
- US-Luftwaffe testet ab 2026 globales Liefersystem per Raketentransport
- Wiederverwendbare Rakete soll Nutzlast ins All bringen und kontrolliert landen
- Mit 43 Metern Höhe und 13 Tonnen Kapazität deutlich leistungsstärker
- Innovativer 'Hungry Hippo'-Mechanismus gibt zweite Stufe samt Nutzlast frei
- REGAL-Programm strebt integriertes System für bis zu 77 Tonnen Fracht an
- Mission sammelt wichtige Daten zu Temperatur, Druck und Beschleunigung
Siehe auch:
- Mach 5: Stratolaunch testet erfolgreich Hyperschall-Raketenflugzeuge
- Rheinmetall und Lockheed Martin planen gemeinsamen Raketenbau
- Antwort auf Chinas Hyperschallraketen: Japan zeigt seine Railgun
- NASA-Paradox: Wiederverwendbare Raketen, aber explodierende Kosten
- Kernfusions-Antrieb für Raketen: Erste Tests sollen bald starten
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