Kernfusions-Antrieb für Raketen:
Erste Tests sollen bald starten
Kernfusion könnte auch zur Grundlage kommender Raketenantriebe werden. Das britische Unternehmen Pulsar Fusion hat mit dem Fusionstriebwerk Sunbird ein entsprechendes Konzept vorgestellt, das die Reisezeit zu anderen Planeten drastisch verkürzen soll.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Fusionsreaktoren, bei denen die erzeugte Energie zunächst in Strom umgewandelt und dann in Schub umgesetzt wird, nutzt der DDFD die beim Fusionsprozess entstehenden geladenen Teilchen direkt zur Beschleunigung des Raumschiffs. Das soll den Energieverlust minimieren und den Antrieb besonders effizient machen.
Mit einem spezifischen Impuls von 10.000 bis 15.000 Sekunden erreicht die Sunbird laut Angaben von Pulsar Fusion eine beeindruckende Effizienz. Herkömmliche chemische Antriebe liegen deutlich darunter. Außerdem soll das System bis zu zwei Megawatt elektrische Energie bereitstellen - genug, um wissenschaftliche Instrumente und Bordsysteme langfristig zu betreiben.
Allerdings stehen dem ambitionierten Vorhaben große Herausforderungen gegenüber. Die kontrollierte Kernfusion gilt nach wie vor als eines der größten ungelösten Probleme der Physik. Hinzu kommt die Schwierigkeit, Helium-3 in ausreichenden Mengen zu beschaffen - auf der Erde ist dieses Isotop rar. Es könnte zwar vom Mond oder anderen Himmelskörpern gewonnen werden, doch das ist technisch wie finanziell aufwendig.
Auch sicherheitstechnisch und rechtlich wirft das Projekt Fragen auf. Der Einsatz nuklearer Technologie im Weltraum unterliegt strengen Regularien und ist diplomatisch sensibel. Technisch sieht man sich aber auf einem guten Weg. Noch in diesem Jahr plant Pulsar Fusion erste Bodentests des Antriebssystems. Ein Flugtest im All ist für 2027 vorgesehen.
Siehe auch:
Sunbird braucht Helium-3
Herzstück der Sunbird ist ein sogenannter Dual Direct Fusion Drive (DDFD) - ein kompakter Fusionsantrieb, der gleichzeitig Schubkraft und elektrische Energie liefert und demnächst ersten Tests unterzogen werden soll. Dabei wird ein Gemisch aus Helium-3 und Deuterium verschmolzen - zwei Wasserstoffisotope, die bei extrem hohen Temperaturen und Druck enorme Energiemengen freisetzen.Im Gegensatz zu herkömmlichen Fusionsreaktoren, bei denen die erzeugte Energie zunächst in Strom umgewandelt und dann in Schub umgesetzt wird, nutzt der DDFD die beim Fusionsprozess entstehenden geladenen Teilchen direkt zur Beschleunigung des Raumschiffs. Das soll den Energieverlust minimieren und den Antrieb besonders effizient machen.
Pulsar Fusion: Antriebskonzept für interplanetare Verbindungen
Mit einem spezifischen Impuls von 10.000 bis 15.000 Sekunden erreicht die Sunbird laut Angaben von Pulsar Fusion eine beeindruckende Effizienz. Herkömmliche chemische Antriebe liegen deutlich darunter. Außerdem soll das System bis zu zwei Megawatt elektrische Energie bereitstellen - genug, um wissenschaftliche Instrumente und Bordsysteme langfristig zu betreiben.
Bodentest steht bevor
Die Leistungsdaten sind vielversprechend: Ein rund 1.000 Kilogramm schweres Raumfahrzeug könnte innerhalb von nur vier Jahren Pluto erreichen - eine Reise, die mit aktueller Technik deutlich über ein Jahrzehnt dauern würde. Auch die Flugzeit zum Mars könnte etwa halbiert werden.Allerdings stehen dem ambitionierten Vorhaben große Herausforderungen gegenüber. Die kontrollierte Kernfusion gilt nach wie vor als eines der größten ungelösten Probleme der Physik. Hinzu kommt die Schwierigkeit, Helium-3 in ausreichenden Mengen zu beschaffen - auf der Erde ist dieses Isotop rar. Es könnte zwar vom Mond oder anderen Himmelskörpern gewonnen werden, doch das ist technisch wie finanziell aufwendig.
Auch sicherheitstechnisch und rechtlich wirft das Projekt Fragen auf. Der Einsatz nuklearer Technologie im Weltraum unterliegt strengen Regularien und ist diplomatisch sensibel. Technisch sieht man sich aber auf einem guten Weg. Noch in diesem Jahr plant Pulsar Fusion erste Bodentests des Antriebssystems. Ein Flugtest im All ist für 2027 vorgesehen.
Zusammenfassung
- Britisches Unternehmen Pulsar Fusion stellt Fusionstriebwerk Sunbird vor
- Dual Direct Fusion Drive nutzt Helium-3 und Deuterium für Energiegewinnung
- DDFD verwendet geladene Teilchen direkt zur Beschleunigung des Raumschiffs
- Sunbird soll Reisezeiten zu anderen Planeten drastisch verkürzen können
- Herausforderungen: kontrollierte Kernfusion und Beschaffung von Helium-3
- Erste Bodentests des Antriebssystems sind noch für dieses Jahr geplant
- Flugtest im All ist für 2027 vorgesehen
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