Sergey Brin erklärt: So ist Google in das "Glasshole"-Desaster gestolpert
Es war einer der größten Fehltritte von Google: eine smarte Brille mit Kamera, die für Technikbegeisterung sorgen sollte - und zum PR-Albtraum wurde. Sergey Brin spricht nun über das "Glasshole"-Desaster - und einen neuen Anlauf.
Jetzt, so Brin, sei die Lage eine andere. Mit dem neuen Betriebssystem Android XR und der Sprach-KI Gemini will Google tragbare Computer wieder salonfähig machen. Der Prototyp der neuen Brille sieht aus wie ein normales Modell - ohne sichtbare Technikkomponenten. "Und jetzt sieht es aus wie normale Brillen - ohne das Ding vorn", sagte Brin mit Blick auf das frühere Kameramodul.
Zusammen mit dem Brillenanbieter Warby Parker beabsichtigt Google schon 2026 ein marktfähiges Modell vorzustellen. Weitere Partner für Android XR sind unter anderem Samsung, Sony, Qualcomm, Xreal und Magic Leap. Die Brillen sollen sich per Sprache steuern lassen und dabei helfen, Informationen diskret im Alltag einzublenden - ohne ständige Ablenkung. Dafür nimmt der Konzern hunderte Millionen in die Hand.
Die Rückkehr der Datenbrille kommt nun mit deutlich gewandelter technischer Basis - und sicher auch einem Lerneffekt auf Führungsebene. Brin hatte mit Demis Hassabis und Journalist Alex Kantrowitz bei der Google I/O 2025 gesprochen, CNBC hatte berichtet.
Android XR: Neue Google Datenbrille kommt
Was haltet ihr von Googles neuem Anlauf im Bereich der Smart Glasses? Glaubt ihr, dass die Kombination aus KI und erfahrenen Brillenherstellern diesmal zum Erfolg führen wird? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
Siehe auch:
Google Glass: Brin hat sich verrannt
Rund zehn Jahre nach dem Debakel mit Google Glass meldet sich Sergey Brin mit ungewöhnlich offenen Worten zurück. Bei einem Gespräch während der Google I/O-Konferenz räumte der Google-Mitgründer eigene Versäumnisse beim ersten Anlauf ein: "Ich habe definitiv viele Fehler gemacht bei Google Glass, ich will ehrlich sein", so Brin. Damals sei er technisch wie wirtschaftlich überfordert gewesen - etwa mit Fragen zur Produktion oder Preisgestaltung.Ich hatte damals wirklich keine Ahnung von Lieferketten in der Unterhaltungselektronik - und davon, wie schwierig es ist, so ein Produkt zu bauen, es zu einem vernünftigen Preis anzubieten und gleichzeitig die gesamte Fertigung zu steuern.Vor allem habe der technische Stand 2013 nicht ausgereicht. Die erste Version von Google Glass hatte ein auffälliges Kameramodul, eingeschränkte Funktionen - und kostete 1.500 US-Dollar. Datenschutzbedenken machten das Produkt schnell zum gesellschaftlichen Reizthema: "Glasshole" wurde zum Synonym für die "übergriffigen" Nutzer der Technik.
Android XR: Google zeigt, was die neuen "Glass"-Brillen können
Jetzt, so Brin, sei die Lage eine andere. Mit dem neuen Betriebssystem Android XR und der Sprach-KI Gemini will Google tragbare Computer wieder salonfähig machen. Der Prototyp der neuen Brille sieht aus wie ein normales Modell - ohne sichtbare Technikkomponenten. "Und jetzt sieht es aus wie normale Brillen - ohne das Ding vorn", sagte Brin mit Blick auf das frühere Kameramodul.
Zusammen mit dem Brillenanbieter Warby Parker beabsichtigt Google schon 2026 ein marktfähiges Modell vorzustellen. Weitere Partner für Android XR sind unter anderem Samsung, Sony, Qualcomm, Xreal und Magic Leap. Die Brillen sollen sich per Sprache steuern lassen und dabei helfen, Informationen diskret im Alltag einzublenden - ohne ständige Ablenkung. Dafür nimmt der Konzern hunderte Millionen in die Hand.
Die Rückkehr der Datenbrille kommt nun mit deutlich gewandelter technischer Basis - und sicher auch einem Lerneffekt auf Führungsebene. Brin hatte mit Demis Hassabis und Journalist Alex Kantrowitz bei der Google I/O 2025 gesprochen, CNBC hatte berichtet.
Android XR: Neue Google Datenbrille kommt
Das Glass-Debakel
Als Google 2012 die erste Version von Google Glass vorstellte, war die Aufregung groß. Die futuristische Datenbrille sollte das Computing in den Alltag integrieren. Doch statt eines Durchbruchs folgte ein PR-Desaster. Träger wurden als "Glassholes" verspottet, Restaurants und Bars verbannten die Brillen wegen Datenschutzbedenken. Die Kombination aus auffälligem Design, hohem Preis und begrenzter Funktionalität führte 2015 zur Einstellung der Verbraucherversion.Was haltet ihr von Googles neuem Anlauf im Bereich der Smart Glasses? Glaubt ihr, dass die Kombination aus KI und erfahrenen Brillenherstellern diesmal zum Erfolg führen wird? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
Was ist Android XR?
Android XR ist ein von Google entwickeltes Betriebssystem für Extended Reality (XR), das auf Android basiert. Es wurde im Dezember 2024 angekündigt und soll im Laufe des Jahres 2025 offiziell erscheinen.
Das Betriebssystem ist speziell für XR-Geräte wie Headsets und smarte Brillen konzipiert und vereint Googles jahrelange Erfahrung mit Android, künstlicher Intelligenz und Augmented Reality zu einer einheitlichen Plattform.
Das Betriebssystem ist speziell für XR-Geräte wie Headsets und smarte Brillen konzipiert und vereint Googles jahrelange Erfahrung mit Android, künstlicher Intelligenz und Augmented Reality zu einer einheitlichen Plattform.
Wann kommen Android XR Geräte?
Die ersten Android XR Geräte sollen im Laufe des Jahres 2025 auf den Markt kommen. Samsung arbeitet bereits an einem Headset mit dem Codenamen "Project Moohan", das als erstes offizielles Android XR Gerät erscheinen soll.
Berichten zufolge kooperiert Google auch mit anderen Herstellern wie XREAL, die auf der Google I/O 2025 ihr "Project Aura" vorgestellt haben. Zudem soll Google an eigenen AR-Brillen arbeiten, die derzeit mit einer kleinen Gruppe von Testern erprobt werden.
Berichten zufolge kooperiert Google auch mit anderen Herstellern wie XREAL, die auf der Google I/O 2025 ihr "Project Aura" vorgestellt haben. Zudem soll Google an eigenen AR-Brillen arbeiten, die derzeit mit einer kleinen Gruppe von Testern erprobt werden.
Welche Funktionen bietet Android XR?
Android XR ermöglicht nahtlose Übergänge zwischen virtuellen und realen Umgebungen. Nutzer können den Raum um sich herum mit Apps und Inhalten füllen und durch den KI-Assistenten Gemini steuern.
Das System unterstützt beliebte Google-Anwendungen wie YouTube, Google TV, Google Fotos und Google Maps in 3D. Zudem sollen Android-Apps vom Google Play Store direkt auf den XR-Geräten funktionieren, ergänzt durch spezielle XR-Inhalte und -Anwendungen.
Das System unterstützt beliebte Google-Anwendungen wie YouTube, Google TV, Google Fotos und Google Maps in 3D. Zudem sollen Android-Apps vom Google Play Store direkt auf den XR-Geräten funktionieren, ergänzt durch spezielle XR-Inhalte und -Anwendungen.
Was ist Gemini in Android XR?
Gemini ist der in Android XR integrierte KI-Assistent, der laut Google kontextbezogene Hilfestellung bieten soll. Er kann verstehen, was der Nutzer sieht oder hört, und entsprechend reagieren.
Bei smarten Brillen soll Gemini hilfreiche Informationen genau dann liefern, wenn man sie benötigt - etwa Wegbeschreibungen, Übersetzungen oder Zusammenfassungen von Nachrichten, ohne dass man zum Smartphone greifen muss.
Bei smarten Brillen soll Gemini hilfreiche Informationen genau dann liefern, wenn man sie benötigt - etwa Wegbeschreibungen, Übersetzungen oder Zusammenfassungen von Nachrichten, ohne dass man zum Smartphone greifen muss.
Wie unterscheiden sich XR-Brillen?
Android XR unterstützt verschiedene Arten von Geräten: Headsets für immersive Erlebnisse und schlanke Brillen für Alltagsanwendungen. Die Headsets bieten vollständige Immersion, während die Brillen eher als diskrete Alltagshelfer konzipiert sind.
Laut Berichten werden alle Android XR-Brillen mit einer Kamera, Mikrofonen und Lautsprechern ausgestattet sein, während ein "In-Lens-Display" als optional beschrieben wird. Die Geräte sollen in Verbindung mit dem Smartphone funktionieren.
Laut Berichten werden alle Android XR-Brillen mit einer Kamera, Mikrofonen und Lautsprechern ausgestattet sein, während ein "In-Lens-Display" als optional beschrieben wird. Die Geräte sollen in Verbindung mit dem Smartphone funktionieren.
Wer entwickelt für Android XR?
Google arbeitet mit zahlreichen Partnern zusammen, darunter Samsung und Qualcomm für Hardware sowie Warby Parker und Gentle Monster für Brillendesigns. Auch XREAL wurde als Partner für die Entwicklung eines zweiten Android-XR-Geräts nach Samsungs Project Moohan genannt.
Entwickler können bereits mit dem Android XR SDK Developer Preview beginnen, Apps für die neue Plattform zu erstellen. Das SDK unterstützt bekannte Tools wie ARCore, Android Studio, Jetpack Compose, Unity und OpenXR.
Entwickler können bereits mit dem Android XR SDK Developer Preview beginnen, Apps für die neue Plattform zu erstellen. Das SDK unterstützt bekannte Tools wie ARCore, Android Studio, Jetpack Compose, Unity und OpenXR.
Was ist der Unterschied zu Google Glass?
Anders als das kommerziell erfolglose Google Glass setzt Android XR auf eine offene, einheitliche Plattform für verschiedene Gerätehersteller. Google hat seine Herangehensweise grundlegend überarbeitet und konzentriert sich nun auf alltagstaugliche, unauffällige Brillen.
Während Google Glass primär ein einzelnes Produkt war, stellt Android XR ein komplettes Ökosystem dar, das von mehreren Herstellern genutzt werden kann und nahtlos mit dem bestehenden Android-Ökosystem zusammenarbeiten soll.
Während Google Glass primär ein einzelnes Produkt war, stellt Android XR ein komplettes Ökosystem dar, das von mehreren Herstellern genutzt werden kann und nahtlos mit dem bestehenden Android-Ökosystem zusammenarbeiten soll.
Was bedeutet "XR" eigentlich?
XR steht für "Extended Reality" (erweiterte Realität) und ist ein Oberbegriff für Technologien, die reale und virtuelle Welten miteinander verbinden. Darunter fallen Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR) und Mixed Reality (MR).
Android XR ist als Betriebssystem konzipiert, das all diese Technologien unterstützt und sowohl auf Headsets als auch auf Brillen laufen kann, die diese verschiedenen XR-Erlebnisse ermöglichen.
Android XR ist als Betriebssystem konzipiert, das all diese Technologien unterstützt und sowohl auf Headsets als auch auf Brillen laufen kann, die diese verschiedenen XR-Erlebnisse ermöglichen.
Zusammenfassung
- Google-Mitgründer Brin gesteht Fehler beim Google Glass-Projekt ein
- Erste Version von Google Glass kostete 1.500 US-Dollar und hatte Mängel
- Nutzer der auffälligen Technik-Brille wurden als 'Glassholes' bezeichnet
- Neuer Anlauf mit Android XR und KI Gemini soll ab 2026 marktreif sein
- Partner wie Warby Parker sollen helfen, unauffälligere Brillen zu entwickeln
- Neue Brillen sollen Informationen diskret einblenden und per Sprache steuerbar sein
- Technische Basis und Führungsverständnis haben sich laut Brin gewandelt
Siehe auch:
- Google Glass fürs KI-Zeitalter? Google plant womöglich neue Brille
- Google Glass ist (wieder) tot: Smarte Brille wird erneut eingestellt
- Xiaomi bringt Google Glass-Ableger, nur noch klobiger und komischer
- Google Glass: Support für die erste Version wird im nächsten Jahr enden
- Google Glass 3. Generation soll fertig sein, Gewicht wie normale Brille
Thema:
Google-Glass-Videos
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