Alle Tankstellen zu: Traum vom Wasserstoff-Auto in Österreich geplatzt
Dass auch der Wille zu Technologieoffenheit nicht über die Realität hinweghilft, bestätigt sich nun auch in Österreich. Im ganzen Land wird es bald nicht mehr möglich sein, ein Auto, das auf Wasserstoff-Basis betrieben wird, zu betanken.
Viele Verbraucher trifft das aber letztlich auch nicht. Laut eines Berichts des ORF waren Ende März in ganz Österreich gerade einmal 62 Wasserstoff-PKW angemeldet, von denen sich nur fünf in Privatbesitz befanden. Im besten Fall warteten die Tankstellen also an den meisten Tagen darauf, dass sich gelegentlich auch mal ein durchreisendes Fahrzeug mit neuem Wasserstoff versorgen wollte.
Die erste Wasserstoff-Tankstelle in Österreich wurde 2012 eröffnet. Man rechnete damit, dass zusätzliche Anlagen mit der Zeit auch dazu führen werden, dass Verbraucher sich mehr Fahrzeuge anschaffen. Da diese aber noch teurer als Elektroautos sind und Wasserstoff als Energieträger auch noch mehr kostet als Benzin, blieb der wirtschaftliche Erfolg schließlich komplett aus.
Wasserstoff produzieren will OMV allerdings weiterhin. Aktuell baut man den größten Elektrolyseur in Österreich, der bald in Betrieb gehen soll. Das Gas soll dann aber nicht in Autos getankt, sondern an die vielen anderen Interessenten aus der Industrie verkauft werden.
Siehe auch:
Nur 5 private H2-PKW
Der Konzern OMV hat angekündigt, all seine Wasserstofftankstellen in Österreich zu schließen. Da das Unternehmen der einzige Betreiber öffentlicher Angebote dieser Art war, stehen Besitzer eines entsprechenden Fahrzeugs nun gänzlich im Regen.Viele Verbraucher trifft das aber letztlich auch nicht. Laut eines Berichts des ORF waren Ende März in ganz Österreich gerade einmal 62 Wasserstoff-PKW angemeldet, von denen sich nur fünf in Privatbesitz befanden. Im besten Fall warteten die Tankstellen also an den meisten Tagen darauf, dass sich gelegentlich auch mal ein durchreisendes Fahrzeug mit neuem Wasserstoff versorgen wollte.
Die erste Wasserstoff-Tankstelle in Österreich wurde 2012 eröffnet. Man rechnete damit, dass zusätzliche Anlagen mit der Zeit auch dazu führen werden, dass Verbraucher sich mehr Fahrzeuge anschaffen. Da diese aber noch teurer als Elektroautos sind und Wasserstoff als Energieträger auch noch mehr kostet als Benzin, blieb der wirtschaftliche Erfolg schließlich komplett aus.
Lieber Elektromobilität
OMV sieht daher keine Perspektive mehr in der Technologie. Stattdessen will das Unternehmen lieber in die Elektromobilität investieren und sein Netz von Ladestationen ausbauen. Ziel sei es, in Österreich ein "flächendeckendes Schnellladenetzwerk" zu etablieren und bis 2030 insgesamt rund 5000 Ladepunkte in Zentral- und Osteuropa vorzuhalten.Wasserstoff produzieren will OMV allerdings weiterhin. Aktuell baut man den größten Elektrolyseur in Österreich, der bald in Betrieb gehen soll. Das Gas soll dann aber nicht in Autos getankt, sondern an die vielen anderen Interessenten aus der Industrie verkauft werden.
Zusammenfassung
- OMV schließt alle Wasserstofftankstellen in Österreich
- Nur 62 Wasserstoff-PKW in Österreich, davon 5 in Privatbesitz
- Erste Wasserstofftankstelle wurde 2012 eröffnet
- Wasserstoffautos teurer als E-Autos, Treibstoff teurer als Benzin
- OMV investiert stattdessen in Ausbau von Elektroladesäulen
- Ziel: 5000 Ladepunkte in Zentral- und Osteuropa bis 2030
- OMV produziert weiterhin Wasserstoff für industrielle Zwecke
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