Kunden zahlen mehr: Rewe & Penny verschlechtern Bonusprogramme
Beide Unternehmen haben die Bedingungen ihrer digitalen Bonusprogramme deutlich verschärft. Kunden müssen jetzt erheblich mehr ausgeben, um die gleichen Rabatte zu erhalten. Die Änderungen wurden still und leise eingeführt.
Die Apps von Rewe und Penny bieten neben Rabatten auch personalisierte Angebote, digitale Kassenbons und Einkaufslisten. Für die Kunden sollte der Wechsel ursprünglich Vorteile bringen - mit niedrigeren Schwellenwerten für Rabatte als im Payback-System. Diese anfänglichen Vorteile wurden nun jedoch durch die Anpassungen teilweise wieder zunichtegemacht.
Besonders drastisch fallen die Anpassungen beim "Bonus Booster" von Rewe aus. Denn für einen Drei-Prozent-Rabatt müssen Kunden jetzt monatlich Waren im Wert von 100 Euro statt bisher 50 Euro einkaufen. Auch die höheren Rabattstufen wurden angehoben: Fünf Prozent gibt es erst ab 250 Euro (vorher 150 Euro), der maximale Rabatt von zehn Prozent erfordert ab sofort sogar Einkäufe von 500 Euro (vorher 400 Euro).
Rewe und Penny heben die Rabattschwellen deutlich an
Auch Penny hat die Schwellen seines "Rabattsammlers" erhöht. Die Einstiegsstufe für drei Prozent Rabatt steigt von 30 auf 50 Euro. Die weiteren Stufen wurden ebenfalls nach oben angepasst: fünf Prozent ab 150 Euro (vorher 100 Euro), sieben Prozent ab 250 Euro (vorher 200 Euro) und zehn Prozent ab 350 Euro (vorher 300 Euro).
Bei Penny zeigt sich ein ähnliches Bild. So wurden die geplanten Jahresziele für 2025 bereits nach einem Quartal erreicht. Die Nutzerzahlen der App haben sich im Vergleich zu den ursprünglichen Planungen fast verdoppelt. Möglicherweise ist man deshalb zu dem Schluss gekommen, dass die angebotenen Rabatte die beiden Unternehmen zu viel Geld kosten.
Für Penny heißt es aus der Unternehmenszentrale immerhin, dass es "derzeit nicht geplant [ist], die Schwellen nochmals zu verändern." Dass sich die Kunden enttäuscht von den Programmen abwenden werden, ist dennoch eher unwahrscheinlich. Das wissen wohl auch Rewe und Penny.
Was haltet ihr von diesen Änderungen? Nutzt ihr die Bonus-Apps von Rewe oder Penny und habt ihr die höheren Schwellenwerte bereits bemerkt? Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren!
Siehe auch:
Vom Payback-Ausstieg zum eigenen Programm
Gegen Ende 2024 hatten Rewe und Penny ein echtes Payback-Beben ausgelöst und sich nach Jahren aus dem Programm verabschiedet, um ihre eigenen digitalen Bonusprogramme einzuführen. Der Schritt war Teil einer strategischen Neuausrichtung, bei der die Handelsketten vermutlich mehr Kontrolle über ihre Kundendaten erlangen wollten.Die Apps von Rewe und Penny bieten neben Rabatten auch personalisierte Angebote, digitale Kassenbons und Einkaufslisten. Für die Kunden sollte der Wechsel ursprünglich Vorteile bringen - mit niedrigeren Schwellenwerten für Rabatte als im Payback-System. Diese anfänglichen Vorteile wurden nun jedoch durch die Anpassungen teilweise wieder zunichtegemacht.
Wie gewonnen, so zerronnen
Nur drei Monate nach dem Start ihrer neuen digitalen Bonusprogramme haben beide Einzelhandelsketten die Bedingungen zum Nachteil der Kunden angepasst. Für die gleichen Rabatte müssen Verbraucher jetzt deutlich mehr Geld ausgeben als zuvor. Die Änderungen wurden still und leise zum April 2025 eingeführt. Eine direkte Kommunikation an die Kunden gab es nach jetzigem Kenntnisstand nicht.Besonders drastisch fallen die Anpassungen beim "Bonus Booster" von Rewe aus. Denn für einen Drei-Prozent-Rabatt müssen Kunden jetzt monatlich Waren im Wert von 100 Euro statt bisher 50 Euro einkaufen. Auch die höheren Rabattstufen wurden angehoben: Fünf Prozent gibt es erst ab 250 Euro (vorher 150 Euro), der maximale Rabatt von zehn Prozent erfordert ab sofort sogar Einkäufe von 500 Euro (vorher 400 Euro).
Rewe und Penny heben die Rabattschwellen deutlich an
Auch Penny hat die Schwellen seines "Rabattsammlers" erhöht. Die Einstiegsstufe für drei Prozent Rabatt steigt von 30 auf 50 Euro. Die weiteren Stufen wurden ebenfalls nach oben angepasst: fünf Prozent ab 150 Euro (vorher 100 Euro), sieben Prozent ab 250 Euro (vorher 200 Euro) und zehn Prozent ab 350 Euro (vorher 300 Euro).
Opfer des eigenen Erfolgs?
Laut Recherchen von Supermarktblog verlief die Einführung der neuen Programme für die Rewe Group eventuell etwas zu erfolgreich. Die Erwartungen wurden "deutlich übertroffen", so ein Sprecher des Unternehmens. Zeitweise erreichte die Rewe-App sogar die Spitzenposition in den App-Stores. Neben ehemaligen Payback-Nutzern konnten auch viele Neukunden gewonnen werden.Bei Penny zeigt sich ein ähnliches Bild. So wurden die geplanten Jahresziele für 2025 bereits nach einem Quartal erreicht. Die Nutzerzahlen der App haben sich im Vergleich zu den ursprünglichen Planungen fast verdoppelt. Möglicherweise ist man deshalb zu dem Schluss gekommen, dass die angebotenen Rabatte die beiden Unternehmen zu viel Geld kosten.
Das war so nicht geplant
Die Rewe Group erklärt die Anpassungen der Rabatthürden allerdings damit, dass die Bonussysteme "kontinuierlich weiterentwickelt und optimiert" würden. Eine Optimierung scheint die Anpassung für die Kunden allerdings nicht zu sein. Auf Nachfrage beteuerte das Unternehmen, dass die konkreten Änderungen zumindest nicht von Anfang an geplant gewesen seien. Das würde jedoch bedeuten, dass man sich in Köln massiv verkalkuliert hat, was in einem solchen Ausmaß stark verblüfft.Für Penny heißt es aus der Unternehmenszentrale immerhin, dass es "derzeit nicht geplant [ist], die Schwellen nochmals zu verändern." Dass sich die Kunden enttäuscht von den Programmen abwenden werden, ist dennoch eher unwahrscheinlich. Das wissen wohl auch Rewe und Penny.
Was haltet ihr von diesen Änderungen? Nutzt ihr die Bonus-Apps von Rewe oder Penny und habt ihr die höheren Schwellenwerte bereits bemerkt? Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Rewe und Penny führten Anfang 2025 eigene digitale Bonusprogramme ein
- Neue Apps bieten Rabatte, personalisierte Angebote und digitale Kassenbons
- Nach nur drei Monaten wurden die Bedingungen zum Nachteil der Kunden angepasst
- Kunden müssen jetzt deutlich mehr ausgeben, um die gleichen Rabatte zu erhalten
- Einführung der Programme war für Rewe Group offenbar zu erfolgreich
- Nutzerzahlen der Apps übertrafen die ursprünglichen Erwartungen deutlich
- Unternehmen begründet Änderungen mit kontinuierlicher 'Optimierung'
Siehe auch:
- Aus & vorbei: Aldi kapituliert, macht eigenen Online-Shop komplett dicht
- E-Autos: Kaufland und Lidl machen Laden beim Einkauf billiger
- Schluss, aus, vorbei: Gamestop schließt in Kürze alle deutschen Filialen
- Konkurrenz für eBay & Co.: Ikea startet Marktplatz für gebrauchte Möbel
- Gravis: Termin für Schließung aller Filialen steht - Kundenservice bleibt
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