E-Autos: Kaufland und Lidl machen Laden beim Einkauf billiger

Die Nutzung von Elektroautos für die alltäglichen Wege wird jetzt attrak­tiver: Die Filialketten der Schwarz Gruppe - also Lidl und Kaufland - senken die Preise für die Nutzung der Ladestationen auf den Parkplätzen vor ihren Märkten.
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Nadine Dressler

HPC-Laden deutlich billiger

Bisher sorgen die Kosten für die Kilowattstunde an öffentlichen Ladepunkten immer wieder für Diskussionen. Denn die Betreiber verlangen oft recht saftige Gebühren. Dies wird als eine der maßgeblichen Bremskräfte bei der Umstellung auf Elektromobilität gesehen, da es vor allem die vielen Menschen trifft, die in Mietwohnungen leben und die auf die öffentliche Ladeinfrastruktur angewiesen sind.

Die Preissenkung der Handelsketten könnte nun allerdings einen Preiskampf einleiten. So teilte etwa Kaufland mit, dass man bereits über 500 Ladepunkte an 340 Filialen errichtet habe, an denen die Preise jetzt dauerhaft gesenkt wurden. Wer mit der Kaufland-App einen DC-Ladevorgang startet, zahlt 44 Cent pro Kilowattstunde, bisher waren es 48 Cent.


Noch kräftiger fällt die Preissenkung beim HPC-Laden aus, mit dem einige hochklassige Automodelle binnen weniger Minuten ordentlich Kilometer in den Akku bekommen. Hier sinkt der Preis von 65 auf 47 Cent pro Kilowattstunde. Verbraucher, denen die Ladeleistung der AC-Verbindungen reicht, bei denen man aber meist länger als einen normalen Einkauf lang am Strom sein muss, zahlen weiterhin 29 Cent pro Kilowattstunde.

Laden und einkaufen

"Die Verknüpfung von Einkaufen und Laden und somit die Integration des Ladens in den Alltag wird so noch attraktiver. Wir freuen uns, neben vollen Einkaufswägen auch für schnell gefüllte Akkus zu sorgen", erklärte Paul-Werner Neißer-Deiters, der bei Kaufland das Energiemanagement leitet.

Die gleichen Preissenkungen gelten auch für die Ladestationen an Lidl-Filialen. An diesen wird entsprechend die Lidl-App benötigt - es funktionieren aber jeweils auch die Apps der anderen Schwester-Kette. Somit wird das Laden für alle, die keine Wallbox haben, günstiger als bisher - und alle E-Auto-Fahrer können unterwegs günstiger nachladen. So lohnt es sich unter anderem schnell, von der Autobahn abzufahren und den nächsten Supermarkt auszusuchen, wo man nebenbei noch schnell einige Erledigungen machen kann.

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Zusammenfassung
  • Kaufland und Lidl senken Preise für E-Auto-Ladestationen an Filialen
  • Preissenkung könnte Preiskampf bei öffentlichen Ladepunkten auslösen
  • DC-Laden bei Kaufland kostet jetzt 44 Cent statt 48 Cent pro kWh
  • HPC-Laden wird von 65 auf 47 Cent pro kWh reduziert
  • AC-Laden bleibt bei 29 Cent pro kWh für längere Ladevorgänge
  • Preissenkungen gelten auch für Ladestationen an Lidl-Filialen
  • Günstigeres Laden macht E-Mobilität für mehr Menschen attraktiver

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