So plant Apple, die immensen US-Zölle auf iPhone-Importe zu umgehen
Trumps neue Importzölle könnten iPhone-Preise in den USA um bis zu 40 Prozent erhöhen. Wohin Apple nun seine Produktion verlagern will, zeigt eine überraschende Strategie: Brasilien könnte zum Rettungsanker werden - mit nur einem Zehntel der China-Zölle.
Der Technologieriese, der mehr als die Hälfte seiner iPhones aus China bezieht, könnte allein durch die neuen Zölle mit Preiserhöhungen von 30 bis 40 Prozent konfrontiert werden. Als Reaktion darauf erwägt Apple offenbar, seine Produktionskapazitäten in Brasilien deutlich auszubauen - Lenovo hat bereits einen ähnlichen Schritt angekündigt.
Laut Berichten des brasilianischen Magazins Exame prüft Apple nun intensiv die Option, die iPhone-Montage in Brasilien zu erweitern. Der entscheidende Vorteil dabei ist, dass die US-Regierung auf brasilianische Importe lediglich zehn Prozent Zoll erhebt, also deutlich weniger als bei Einfuhren aus China oder Indien.
In der Stadt Jundiaí im Bundesstaat São Paulo betreibt Apples langjähriger Partner Foxconn bereits seit 2011 eine Produktionsstätte. Dort werden aktuell die Basismodelle des iPhone 13, 14 und 15 für den lokalen Markt montiert. Kürzlich erhielt das Werk zudem die Zulassung der brasilianischen Telekommunikationsbehörde Anatel für die Produktion des iPhone 16. Die Pro-Modelle werden bislang allerdings importiert.
Die Überlegungen zur Produktionsausweitung in Brasilien begannen laut Exame bereits im vergangenen Jahr mit einer Erneuerung des Maschinenparks. Ziel sei aber nicht primär die Senkung der iPhone-Preise in Brasilien selbst, sondern vielmehr der Export in die USA.
Entscheidend für den Erfolg dieser Strategie wird sein, ob die Produktionsstätte in Jundiaí einen größeren Anteil der globalen iPhone-Fertigung bewältigen kann, ohne Kompromisse bei Lieferzeiten, Logistik und Qualitätskontrolle einzugehen. Zudem prüft Apple Berichten zufolge alternative Exportrouten und die Möglichkeit von Zollbefreiungen durch Verhandlungen mit der US-Regierung.
Was haltet ihr von Apples Strategie? Glaubt ihr, die Produktion in Brasilien könnte die Zollprobleme lösen, oder wird der Konzern andere Wege finden müssen? Teilt eure Meinungen in den Kommentaren! Siehe auch:
- Neue US-Importzölle könnten iPhone-Preise um bis zu 40 Prozent erhöhen
- Apple erwägt Ausbau der iPhone-Produktion in Brasilien wegen niedrigerer Zölle
- Zölle auf Importe aus China (54%) und Indien (26%) deutlich höher als Brasilien
- Foxconn betreibt seit 2011 iPhone-Produktionsstätte in Jundiaí, São Paulo
- Ziel ist Export in die USA, nicht Preissenkung in Brasilien selbst
- Herausforderungen: Produktionskapazität, Lieferzeiten, Logistik, Qualität
- Apple prüft alternative Exportrouten und Verhandlungen über Zollbefreiungen
Apple sucht Auswege aus der Zoll-Falle
Dass auch die Tech-Industrie durch die kürzlich von US-Präsident Donald Trump angekündigten Importzölle vor einem Problem steht, ist kein Geheimnis. Doch jetzt werden Spekulationen laut, nach denen Apple einen Plan B in der Schublade hat, um Zölle einzusparen.Der Technologieriese, der mehr als die Hälfte seiner iPhones aus China bezieht, könnte allein durch die neuen Zölle mit Preiserhöhungen von 30 bis 40 Prozent konfrontiert werden. Als Reaktion darauf erwägt Apple offenbar, seine Produktionskapazitäten in Brasilien deutlich auszubauen - Lenovo hat bereits einen ähnlichen Schritt angekündigt.
Brasilianische Alternative mit Potenzial
Die neuen Zölle treffen dabei Apple besonders hart. Für Importe aus China werden künftig 54 Prozent fällig, für Importe aus Indien 26 Prozent. Für den Konzern, der jährlich über 220 Millionen iPhones verkauft und in den USA seinen größten Markt hat, könnten diese Zusatzkosten verheerende Auswirkungen haben. Die Ankündigung ließ die Apple-Aktie bereits um mehr als acht Prozent einbrechen - der stärkste Rückgang seit September 2020.Laut Berichten des brasilianischen Magazins Exame prüft Apple nun intensiv die Option, die iPhone-Montage in Brasilien zu erweitern. Der entscheidende Vorteil dabei ist, dass die US-Regierung auf brasilianische Importe lediglich zehn Prozent Zoll erhebt, also deutlich weniger als bei Einfuhren aus China oder Indien.
In der Stadt Jundiaí im Bundesstaat São Paulo betreibt Apples langjähriger Partner Foxconn bereits seit 2011 eine Produktionsstätte. Dort werden aktuell die Basismodelle des iPhone 13, 14 und 15 für den lokalen Markt montiert. Kürzlich erhielt das Werk zudem die Zulassung der brasilianischen Telekommunikationsbehörde Anatel für die Produktion des iPhone 16. Die Pro-Modelle werden bislang allerdings importiert.
Die Überlegungen zur Produktionsausweitung in Brasilien begannen laut Exame bereits im vergangenen Jahr mit einer Erneuerung des Maschinenparks. Ziel sei aber nicht primär die Senkung der iPhone-Preise in Brasilien selbst, sondern vielmehr der Export in die USA.
Entscheidend für den Erfolg dieser Strategie wird sein, ob die Produktionsstätte in Jundiaí einen größeren Anteil der globalen iPhone-Fertigung bewältigen kann, ohne Kompromisse bei Lieferzeiten, Logistik und Qualitätskontrolle einzugehen. Zudem prüft Apple Berichten zufolge alternative Exportrouten und die Möglichkeit von Zollbefreiungen durch Verhandlungen mit der US-Regierung.
Was haltet ihr von Apples Strategie? Glaubt ihr, die Produktion in Brasilien könnte die Zollprobleme lösen, oder wird der Konzern andere Wege finden müssen? Teilt eure Meinungen in den Kommentaren! Siehe auch:
Nadine DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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