Neuer Tiefschlag: KI-Fiasko zwingt Apple zu erster Produktverschiebung

Apples Siri-Probleme wiegen schwerer als zunächst gedacht. Wegen der Ver­zö­ge­rung muss man jetzt auch die Veröffentlichung erster Hard­ware­pro­duk­te nach hinten verschieben. Die große für dieses Jahr geplante Smart-Home-Offensive ist damit wohl vom Tisch.
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Siri-Probleme bremsen Apples Hardware

Die Schwierigkeiten mit Apples KI-Assistenten nehmen konkrete Auswirkungen auf die Produktplanung des Unternehmens an. Die bereits angekündigten neuen Siri-Funktionen, die ursprünglich im Frühjahr 2025 erscheinen sollten, wurden bereits auf unbestimmte Zeit ins "nächste Jahr" verschoben. Nun trifft es auch die Hardware. So verzögert sich die große Smart-Home-Offensive des iPhone-Herstellers wohl ebenfalls erheblich.

Ambitionierte Pläne vorerst auf Eis gelegt

So wollte Apple sein unter dem internen Codenamen "J490" entwickeltes Smart Home Hub mit 7-Zoll-Display als direkte Konkurrenz zu Amazons Echo Show und Googles Nest Hub positionieren. Das Gerät, von Branchenbeobachtern oft als "HomePod mit Display" bezeichnet, sollte ursprünglich bereits im März 2025 auf den Markt kommen. Später wurde die Einführung auf April und dann sogar auf Ende 2025 verschoben. Doch jetzt sieht es nach einer noch längeren Wartezeit aus.


Wie Mark Gurman für Bloomberg in seinem "Power On"-Newsletter berichtet, erwägt Apple inzwischen eine Verschiebung bis ins Jahr 2026. Der Grund liegt in den massiven technischen Herausforderungen bei der Entwicklung der kontextbezogenen Siri-Funktionen. Diese Funktionen sind für die Steuerung des Smart Home Hubs von zentraler Bedeutung.

Obwohl das Gerät bereits bei zahlreichen Apple-Mitarbeitern zu Hause getestet wird, scheint die Software bisher nicht ausgereift zu sein. Die Probleme mit Apples KI-Funktionen wurden bereits deutlich, als das Unternehmen die Zusammenfassung von Nachrichten einschränken musste, nachdem sich etliche Nutzer über Ungenauigkeiten beschwert hatten. Die kontextbezogenen KI-Funktionen sind noch anfälliger für Fehler. Berichten zufolge lag die Genauigkeit der Ergebnisse bei internen Tests nur bei etwa 80 Prozent.

Mehr als eine Verzögerung

Das Smart Home Hub soll nur der Anfang einer größeren Produktoffensive sein. Apple arbeitet Gerüchten zufolge etwa auch an einer Türklingel mit Face ID und an Überwachungskameras für das Zuhause der Nutzer. Da beides vermutlich über das Smart Home Hub gesteuert wird, dürfte sich jedoch auch die Markteinführung dieser Produkte nach hinten verschieben.

Mit diesen Produktverzögerungen, dem Fiasko bei der Entwicklung von Siri und den kürzlich zurückgerufenen Software-Updates hat Apples Ruf als ein im Vergleich zur Konkurrenz besonders zuverlässiges Unternehmen gelitten. Mehr denn je müssen die fertigen Produkte daher überzeugen, wenn sie schließlich auf den Markt kommen.

Was haltet ihr von Apples Verzögerungen im Smart-Home-Bereich? Glaubt ihr, dass das Unternehmen mit einem HomePod mit Display noch Erfolg haben kann, wenn es erst 2026 auf den Markt kommt? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!
Zusammenfassung
  • Apples Smart-Home-Offensive verzögert sich wegen Problemen mit Siri
  • Smart Home Hub mit 7-Zoll-Display könnte erst 2026 erscheinen
  • Kontextbezogene KI-Funktionen bereiten Apple massive Schwierigkeiten
  • Genauigkeit der KI-Ergebnisse lag bei internen Tests nur bei 80 Prozent
  • Weitere geplante Produkte wie Türklingel mit Face ID wohl ebenfalls betroffen
  • Apple verliert zunehmend seinen Ruf für besondere Zuverlässigkeit
  • Fertige Produkte müssen überzeugen, um Verzögerungen wettzumachen

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