China wirbt über Tarnfirmen Fachleute von Microsoft und Intel an
China versucht im Geheimen westliche Fachkräfte aus der IT-Branche anzuwerben. Dazu dienen Tarnfirmen in Taiwan, wie das dortige Justizministerium nun aufgedeckt hat. Dieses hat bereits seit einiger Zeit gegen verschiedene Unternehmen ermittelt.
Die taiwanesischen Ermittler gehen davon aus, dass diese Chips eine Schlüsselrolle in Chinas Strategie "Data East, Compute West" spielen. Dieses Programm sieht vor, Rechenzentren aus den großen Ost-Metropolen in den Westen des Landes zu verlagern, wo erneuerbare Energien effizienter genutzt werden können. Berichten zufolge wurden Fachkräfte von Technologieunternehmen wie Intel und Microsoft abgeworben, um für Yunhe Zhiwang zu arbeiten. Um die wahre Herkunft zu verschleiern, soll das Unternehmen über eine Firma in Singapur operieren.
Auch der chinesische Halbleiter-Konzern Semiconductor Manufacturing International Corporation (SMIC), der auf der Sanktionsliste der USA steht, soll sich auf ähnliche Weise Zugang zum taiwanesischen Markt verschafft haben. Laut den Ermittlern hat SMIC eine Briefkastenfirma auf Samoa genutzt, um in Taiwan präsent zu sein und Fachkräfte aus dem Westen einzustellen. Da SMIC von den USA als Sicherheitsrisiko eingestuft wird, könnte diese Enthüllung diplomatische Spannungen verschärfen, insbesondere wenn Verbündete der USA mit der Firma kooperieren.
Als Reaktion auf die Enthüllungen prüfen nun Staatsanwaltschaften in sieben taiwanesischen Städten die Aktivitäten von insgesamt elf chinesischen Firmen, die mutmaßlich ihre Verbindungen zu Peking verschleiert haben. Die Enthüllungen haben erhebliche Auswirkungen auf Taiwans Wirtschaft. Die Halbleiter- und Chipindustrie zählt zu den tragenden Säulen des taiwanesischen Wohlstands. Sollte China erfolgreich Fachkräfte abwerben und sein technologisches Niveau steigern, könnte dies langfristig die Wettbewerbsfähigkeit und die Eigenständigkeit Taiwans gefährden.
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Diverse Unternehmen enttarnt
Laut eines Berichts des Ministeriums umgehen chinesische Unternehmen bestehende Gesetze, die Investitionen und Anstellungen durch Firmen aus China einschränken, indem sie Firmen gründen, die ihre wahre Herkunft verschleiern. Eine dieser Firmen sei Yunhe Zhiwang Technology, ein Unternehmen, das Hochleistungs-Netzwerkchips entwickelt.Die taiwanesischen Ermittler gehen davon aus, dass diese Chips eine Schlüsselrolle in Chinas Strategie "Data East, Compute West" spielen. Dieses Programm sieht vor, Rechenzentren aus den großen Ost-Metropolen in den Westen des Landes zu verlagern, wo erneuerbare Energien effizienter genutzt werden können. Berichten zufolge wurden Fachkräfte von Technologieunternehmen wie Intel und Microsoft abgeworben, um für Yunhe Zhiwang zu arbeiten. Um die wahre Herkunft zu verschleiern, soll das Unternehmen über eine Firma in Singapur operieren.
Auch der chinesische Halbleiter-Konzern Semiconductor Manufacturing International Corporation (SMIC), der auf der Sanktionsliste der USA steht, soll sich auf ähnliche Weise Zugang zum taiwanesischen Markt verschafft haben. Laut den Ermittlern hat SMIC eine Briefkastenfirma auf Samoa genutzt, um in Taiwan präsent zu sein und Fachkräfte aus dem Westen einzustellen. Da SMIC von den USA als Sicherheitsrisiko eingestuft wird, könnte diese Enthüllung diplomatische Spannungen verschärfen, insbesondere wenn Verbündete der USA mit der Firma kooperieren.
Ermittlungen laufen
Ein weiteres Beispiel für diese verdeckte Einflussnahme ist Shenzhen Tongrui Microelectronics Technology. Das Unternehmen konnte sich so gut tarnen, dass es sogar von Taiwans Ministerium für Industrie und Informationstechnologie als innovatives Wachstumsunternehmen ausgezeichnet wurde,Als Reaktion auf die Enthüllungen prüfen nun Staatsanwaltschaften in sieben taiwanesischen Städten die Aktivitäten von insgesamt elf chinesischen Firmen, die mutmaßlich ihre Verbindungen zu Peking verschleiert haben. Die Enthüllungen haben erhebliche Auswirkungen auf Taiwans Wirtschaft. Die Halbleiter- und Chipindustrie zählt zu den tragenden Säulen des taiwanesischen Wohlstands. Sollte China erfolgreich Fachkräfte abwerben und sein technologisches Niveau steigern, könnte dies langfristig die Wettbewerbsfähigkeit und die Eigenständigkeit Taiwans gefährden.
Zusammenfassung
- China wirbt über Tarnfirmen in Taiwan westliche IT-Fachkräfte an
- Yunhe Zhiwang Technology entwickelt Hochleistungs-Netzwerkchips
- Fachkräfte von Intel und Microsoft wurden für Yunhe Zhiwang abgeworben
- SMIC nutzte Briefkastenfirma auf Samoa für Zugang zum taiwanesischen Markt
- Shenzhen Tongrui Microelectronics erhielt Auszeichnung in Taiwan
- Staatsanwaltschaften prüfen Aktivitäten von elf chinesischen Firmen
- Abwerbung gefährdet Taiwans Wettbewerbsfähigkeit in der Chipindustrie
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