TSMC-Investment in den USA:
Scharfe Gegenstimmen aus Taiwan
In Taiwan hat die Ankündigung des Auftragsherstellers TSMC, 100 Milliarden Dollar in den USA investieren zu wollen, Empörung ausgelöst. Damit würde die amtierende Regierung das Unternehmen als Schutzgeld an den US-Präsidenten Donald Trump verkaufen.
Der frühere taiwanische Präsident Ma Ying-jeou, ein Mitglied der oppositionellen Kuomintang (KMT), beschuldigte die regierende demokratische Fortschrittspartei (DPP) entsprechend, gegen die Sicherheitsinteressen Taiwans zu arbeiten. Wie wichtig die Rolle TSMCs ist, hat selbst Trump angemerkt, als er den Konzern als "mächtigstes Unternehmen der Welt" bezeichnete.
Hintergrund dessen ist die strategische Bedeutung des Halbleiterherstellers als sogenanntes "Silizium-Schutzschild": Dieser ist fast als einziger in der Lage, die modernsten Chips in großen Mengen zu produzieren. Daher haben mindestens alle Industriestaaten ein Interesse daran, dass Produktion und Export beispielsweise nicht durch einen Angriff Chinas auf die Insel unterbrochen werden.
Experten weisen entsprechend darauf hin, dass Taiwans Sicherheit nicht allein von seiner Halbleiterindustrie abhängt. Die geopolitischen Ambitionen Chinas und Taiwans strategische Lage spielen eine ebenso wichtige Rolle. Bereits 1950 entsandten die USA ihre siebte Flotte in die Taiwanstraße, um eine Invasion zu verhindern - lange bevor die Insel zur Hochburg der Mikrochipproduktion wurde.
Siehe auch:
Silizium-Schutzschild wird geschwächt
Während die Nachricht über die Investitionsplanung in den USA gefeiert wurde, löste sie in Taiwan Besorgnis aus, berichtet CNN. Dort fürchtet man, dass der weltweit führende Halbleiterhersteller unter politischem Druck Teile seiner Produktion in die USA verlagert und damit die Vormachtstellung der Insel im Bereich der Hochtechnologie geschwächt wird. Dies wäre nicht nur ein wirtschaftliches Problem, sondern würde die Sicherheit des Landes untergraben.Der frühere taiwanische Präsident Ma Ying-jeou, ein Mitglied der oppositionellen Kuomintang (KMT), beschuldigte die regierende demokratische Fortschrittspartei (DPP) entsprechend, gegen die Sicherheitsinteressen Taiwans zu arbeiten. Wie wichtig die Rolle TSMCs ist, hat selbst Trump angemerkt, als er den Konzern als "mächtigstes Unternehmen der Welt" bezeichnete.
Hintergrund dessen ist die strategische Bedeutung des Halbleiterherstellers als sogenanntes "Silizium-Schutzschild": Dieser ist fast als einziger in der Lage, die modernsten Chips in großen Mengen zu produzieren. Daher haben mindestens alle Industriestaaten ein Interesse daran, dass Produktion und Export beispielsweise nicht durch einen Angriff Chinas auf die Insel unterbrochen werden.
Nicht so einfach
Wenn TSMC nun also auch in der Lage wäre, große Kontingente modernster Chips in den USA herzustellen, wäre der Schutz vor dem mächtigen Nachbarn reduziert. Allerdings sitzt Taiwan hier auch in einer Zwickmühle: Ohne die USA wäre das Land militärisch auch nicht in der Lage, einer Intervention Chinas etwas Nennenswertes entgegenzusetzen. Entsprechend will die Regierung sich natürlich auch mit Trump gut stellen. Denn wie schnell sich dieser verärgert aus Partnerschaften zurückzieht, hat man gerade an der Ukraine sehen können.Experten weisen entsprechend darauf hin, dass Taiwans Sicherheit nicht allein von seiner Halbleiterindustrie abhängt. Die geopolitischen Ambitionen Chinas und Taiwans strategische Lage spielen eine ebenso wichtige Rolle. Bereits 1950 entsandten die USA ihre siebte Flotte in die Taiwanstraße, um eine Invasion zu verhindern - lange bevor die Insel zur Hochburg der Mikrochipproduktion wurde.
Zusammenfassung
- TSMCs geplantes 100-Milliarden-Dollar-Investment in USA löst Empörung aus
- Befürchtung: Verlagerung der Produktion schwächt Taiwans Hochtechnologie
- Ex-Präsident Ma wirft Regierung Gefährdung der Sicherheitsinteressen vor
- TSMC als 'Silizium-Schutzschild' hat strategische Bedeutung für Taiwan
- Reduzierung des Schutzes vor China durch US-Produktion befürchtet
- Taiwan in Zwickmühle: Abhängigkeit von USA für militärische Sicherheit
- Experten: Taiwans Sicherheit hängt nicht nur von Halbleiterindustrie ab
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