Bei Krieg mit Taiwan will China Starlink-Satelliten massenhaft jagen

Chinesische Wissenschaftler haben eine Methode entwickelt, um Starlink-Satelliten zu verfolgen und möglicherweise zu stören. Eine Simulation zeigt, dass China mit verhältnismäßig wenigen eigenen Satelliten fast 1400 Starlink-Satelliten erreichen könnte.
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Chinas Strategie gegen Starlink

Chinesische Forscher haben eine neue Methode entwickelt, um die Starlink-Satellitenkonstellation von SpaceX zu verfolgen und potenziell zu stören. Das Ganze ist derzeit zwar nur Theorie, hat aber einen ernsten Hintergrund, nämlich die Spannungen mit Taiwan. Eine kürzlich durchgeführte Computersimulation zeigt, dass China mit nur 99 eigenen Satelliten innerhalb von zwölf Stunden fast 1400 Starlink-Satelliten erreichen könnte. Die chinesischen Satelliten könnten mit Lasern, Mikrowellen und anderen Geräten zur Aufklärung und Verfolgung ausgestattet werden.

Die Forschung wurde von Wu Yunhua, Direktor der Abteilung für Luft- und Raumfahrtkontrolle an der Universität für Luft- und Raumfahrt in Nanjing, geleitet. Das Team entwickelte einen neuen binären KI-Algorithmus, der die Jagdstrategie von Walen nachahmt. Diese Technologie ermöglicht es Computern am Boden, in weniger als zwei Minuten einen umfassenden und zuverlässigen Aktionsplan zu generieren.


Wie die South China Morning Post berichtet, erhielt das Projekt erhebliche finanzielle Unterstützung von der chinesischen Regierung und dem Militär, zu beiden bestehen gleich mehrere enge Verbindungen.

Strategische Bedeutung von Starlink

Die Entwicklung dieser Technologie zeigt, dass die Bedeutung von (privater) Satellitenkommunikation in Konflikten immer weiter wächst. Starlink, das von Elon Musks Unternehmen SpaceX betrieben wird, hat sich im Ukraine-Krieg als strategisch wertvoll erwiesen, indem es Echtzeitkommunikation auf dem Schlachtfeld ermöglicht und auch für Drohnen eingesetzt wird. Das hat natürlich auch die Aufmerksamkeit chinesischer Militärstrategen geweckt.

China arbeitet auch an der Entwicklung von "weichen und harten Methoden" zur Neutralisierung des dezentralisierten Starlink-Netzwerks. Dazu gehören fortschrittliche Technologien wie der "relativistische Klystron-Verstärker" (RKA), eine Hochleistungs-Mikrowellenwaffe, die empfindliche Satellitenelektronik außer Gefecht setzen kann. Außerdem erforscht China Möglichkeiten, mehrere Satelliten mit einem einzigen Angriff auszuschalten, beispielsweise durch den Einsatz von Röntgenlasern.

SpaceX hat bisher über 6.700 Starlink-Satelliten gestartet und plant, diese Zahl in den kommenden Jahren auf Zehntausende zu erhöhen. Die Lebensdauer eines Starlink-Satelliten beträgt etwa fünf Jahre, und SpaceX hofft langfristig auf bis zu 42.000 Satelliten in dieser sogenannten Megakonstellation.

Zusammenfassung
  • Chinesische Forscher entwickeln Methode zum Verfolgen von Starlink
  • Simulation: 99 chinesische Satelliten könnten 1400 Starlink erreichen
  • KI-Algorithmus nach Vorbild von Walen für effiziente Jagdstrategie
  • Projekt erhält Unterstützung von chinesischer Regierung und Militär
  • China arbeitet an Methoden zur Neutralisierung des Starlink-Netzwerks
  • Hochleistungs-Mikrowellenwaffe könnte Satellitenelektronik stören
  • SpaceX plant Ausbau auf Zehntausende Starlink-Satelliten

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