Seekabel beschädigt: Taiwan setzt Schiff mit chinesischer Crew fest
Die Behörden von Taiwan haben ein mit chinesischer Crew operierendes Schiff festgesetzt, das im Togo registriert sein soll. Es besteht der Verdacht, dass der Frachter ein wichtiges Unterseekabel zwischen Taiwan und der Insel Penghu durchtrennt hat.
Ein Schiff der taiwanischen Küstenwache forderte den Frachter zu diesem Zeitpunkt auf, das Gebiet umgehend zu verlassen, da es sich zu nah an den zwischen Taiwan und Penghu verlaufenden Trasse mehrerer Unterseekabel befand. Erst gegen 3:30 Uhr habe der Frachter seinen Anker hochgezogen und sich in Bewegung gesetzt. Kurze Zeit später erhielt die Küstenwache die Nachricht, dass ein Unterseekabel in genau dieser Gegen durchtrennt wurde. Dabei war die "Hong Tai 58" das einzige Schiff in der Nähe.
Das Schiff steht im Verdacht, unter einer gefälschten Registrierungsnummer gefahren zu sein und kurzfristig seinen Namen geändert zu haben. So identifizierte sich der Frachter auf dem Radar als "Hong Tai 58", wobei auf der Hülle der Schriftzug "Hong Tai 168" angebracht ist.
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Der Frachter soll außerdem nicht auf mehrere Versuche der Kontaktaufnahme durch die taiwanische Küstenwache reagiert haben, obwohl er sich seit Samstag in den gleichen Gewässern aufhielt. Hinzu kommt, dass das Schiff eigentlich nicht für den Hochseebetrieb geeignet ist, sondern als Küstenschiff gelten soll.
Für Taiwan, auf das China seit Jahrzehnten unrechtmäßig Ansprüche erhebt, gilt der Vorgang als Frage der nationalen Sicherheit. Unter anderem vermuten die Behörden, dass es sich um einen Fall von sogenannter "Grauzonenbelästigung" handeln könnte. Damit sind Geschehnisse gemeint, mit denen die chinesische Regierung versucht, dem kleinen Nachbarland das Leben schwer zu machen, dabei aber ihre Spuren verwischen will.
Derzeit häuft sich die Zahl der Fälle, in denen es zu Ausfällen der von Taiwan aus verlaufenden Unterseekabel für die Internetkommunikation kommt. So gab es allein 2025 bereits fünf derartige Ausfälle, während es in den letzten beiden Jahren jeweils nur drei derartige Fälle gab. Auch in der Ostsee kam es zuletzt immer wieder durch mutmaßliche und tatsächliche Beschädigungen von Unterseekabeln durch Schiffe, die Russland oder China zugeordnet werden.
Siehe auch:
Verdacht der Sabotage durch China
Laut Angaben der Taiwan Coast Guard lag das Schiff, das unter verschiedenen Bezeichnungen fährt, von denen eine "Hong Tai 58" lautet, gegen 2:30 Uhr Ortszeit als einziges Schiff in der direkten Nähe eines Unterseekabels vor Anker, das zwischen Taiwan und der zu dem südostasiatischen Land gehörenden Insel Penghu verläuft.Ein Schiff der taiwanischen Küstenwache forderte den Frachter zu diesem Zeitpunkt auf, das Gebiet umgehend zu verlassen, da es sich zu nah an den zwischen Taiwan und Penghu verlaufenden Trasse mehrerer Unterseekabel befand. Erst gegen 3:30 Uhr habe der Frachter seinen Anker hochgezogen und sich in Bewegung gesetzt. Kurze Zeit später erhielt die Küstenwache die Nachricht, dass ein Unterseekabel in genau dieser Gegen durchtrennt wurde. Dabei war die "Hong Tai 58" das einzige Schiff in der Nähe.
Herkunft des Frachters unklar
Daraufhin zwang die taiwanische Küstenwache den Frachter, einen Hafen anzulaufen, und setzte das Schiff fest. Man prüft nun, ob die "Hong Tai 58" durch ein absichtliches Manöver für die Beschädigung des Unterseekabels verantwortlich ist. Dabei sind diverse Fragen offen, da der in die Jahre gekommene Frachter äußerst undurchsichtige Eigentumsverhältnisse hat.Das Schiff steht im Verdacht, unter einer gefälschten Registrierungsnummer gefahren zu sein und kurzfristig seinen Namen geändert zu haben. So identifizierte sich der Frachter auf dem Radar als "Hong Tai 58", wobei auf der Hülle der Schriftzug "Hong Tai 168" angebracht ist.
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Acht Chinesen an Bord
Außerdem besteht die achtköpfige Crew ausschließlich aus chinesischen Staatsbürgern, wobei das Schiff in der afrikanischen Republik Togo registriert sein soll. Unklar ist dabei, wo das Unternehmen, dem der Frachter derzeit gehört, beheimatet ist.Der Frachter soll außerdem nicht auf mehrere Versuche der Kontaktaufnahme durch die taiwanische Küstenwache reagiert haben, obwohl er sich seit Samstag in den gleichen Gewässern aufhielt. Hinzu kommt, dass das Schiff eigentlich nicht für den Hochseebetrieb geeignet ist, sondern als Küstenschiff gelten soll.
Für Taiwan, auf das China seit Jahrzehnten unrechtmäßig Ansprüche erhebt, gilt der Vorgang als Frage der nationalen Sicherheit. Unter anderem vermuten die Behörden, dass es sich um einen Fall von sogenannter "Grauzonenbelästigung" handeln könnte. Damit sind Geschehnisse gemeint, mit denen die chinesische Regierung versucht, dem kleinen Nachbarland das Leben schwer zu machen, dabei aber ihre Spuren verwischen will.
Derzeit häuft sich die Zahl der Fälle, in denen es zu Ausfällen der von Taiwan aus verlaufenden Unterseekabel für die Internetkommunikation kommt. So gab es allein 2025 bereits fünf derartige Ausfälle, während es in den letzten beiden Jahren jeweils nur drei derartige Fälle gab. Auch in der Ostsee kam es zuletzt immer wieder durch mutmaßliche und tatsächliche Beschädigungen von Unterseekabeln durch Schiffe, die Russland oder China zugeordnet werden.
Zusammenfassung
- Taiwan setzt verdächtiges Schiff mit chinesischer Crew fest
- Frachter soll wichtiges Unterseekabel durchtrennt haben
- Undurchsichtige Eigentumsverhältnisse und gefälschte Registrierung
- Verdacht auf 'Grauzonenbelästigung' durch China
- Häufung von Ausfällen bei taiwanesischen Unterseekabeln
- Ähnliche Vorfälle in der Ostsee mit Verbindung zu Russland
Siehe auch:
- Ostsee: Wieder Unterseekabel defekt - wieder Schiff beschlagnahmt
- Angriffe auf Unterseekabel: NATO arbeitet an Notfallsystem
- Zerstörte Unterseekabel: Finnen finden Beweise auf dem Meeresgrund
- Weiteres Unterseekabel beschädigt, dieses Mal trifft es Stromversorgung
- Sabotage wahrscheinlich: Wichtige Unterseekabel in der Ostsee gekappt
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