Nvidia unter Druck: Qualitätsmängel bei RTX 5000-Serie häufen sich
Einige Nutzer hatten entdeckt, dass ihre Exemplare der RTX 5090 über weniger Render-Einheiten verfügen als offiziell angegeben. Jetzt ist auch die erste RTX 5070 Ti mit einem entsprechenden Mangel aufgetaucht. Nvidia hat sich mittlerweile dazu geäußert.
Nach diesen Berichten hat Nvidia mittlerweile offiziell bestätigt, dass ein Defekt in den GB202- und GB203-GPUs für die reduzierten ROP-Zahlen verantwortlich ist. Laut dem Unternehmen sollen aber "weniger als 0,5 %" der produzierten Karten betroffen sein. Die durchschnittlichen Leistungseinbußen werden mit vier Prozent angegeben.
ROPs spielen eine entscheidende Rolle im Rendering-Prozess moderner GPUs. Sie sind für die finale Verarbeitung von Pixelinformationen zuständig und steuern wichtige Funktionen wie Antialiasing. Eine Reduzierung der ROP-Anzahl kann daher spürbare Auswirkungen auf die Leistung haben. Bei einer betroffenen RTX 5090 wurden in Benchmarks Leistungseinbußen von bis zu 5,6 Prozent im Vergleich zu Nvidias Founders Edition und sogar 8,4 Prozent im Vergleich zu einer Asus ROG Astral RTX 5090 festgestellt.
Wie hoch die Leistungseinbußen bei der betroffenen RTX 5070 Ti sind, ist unklar
Für Kunden stellt sich mittlerweile die Frage, wie viel sie sich noch gefallen lassen. Die Kombination aus hohen Preisen, Lieferschwierigkeiten und jetzt auch noch Qualitätsmängeln könnte einige Interessenten dazu bewegen, sich nach Alternativen umzusehen. AMDs kommende RDNA 4-Generation könnte davon profitieren, sofern sie mit guter Leistung und einem attraktiven Preis punkten kann. In ersten Benchmarks überzeugte die Radeon RX 9070 (XT) allerdings nicht.
Was denkt ihr über die anhaltenden Schwierigkeiten bei Nvidias neuester GPU-Generation? Sind diese Probleme für euch ein Grund, andere Hersteller in Betracht zu ziehen, oder bleibt ihr Nvidia treu? Teilt eure Meinungen in den Kommentaren!
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Siehe auch:
Leistungseinbußen bei Blackwell-GPUs
Die negativen Nachrichten bei Nvidias neuer Blackwell-Generation reißen nicht ab. Nach hohen Preisen, Bildausfällen und schmelzenden Stromanschlüssen taucht nun ein weiteres Ärgernis auf: Einige der verkauften Grafikkarten verfügen über weniger Render Output Units (ROPs) als offiziell angegeben. Bei einigen Exemplaren der GeForce RTX 5090 wurden etwa statt der spezifizierten 176 ROPs nur 168 aktive Einheiten entdeckt.Nach diesen Berichten hat Nvidia mittlerweile offiziell bestätigt, dass ein Defekt in den GB202- und GB203-GPUs für die reduzierten ROP-Zahlen verantwortlich ist. Laut dem Unternehmen sollen aber "weniger als 0,5 %" der produzierten Karten betroffen sein. Die durchschnittlichen Leistungseinbußen werden mit vier Prozent angegeben.
Auch RTX 5070 Ti mit Mängeln
Betroffen ist neben der GeForce RTX 5090 wohl auch die RTX 5070 Ti, die erst letzte Woche ihr Debüt feierte. Das bestätigt jetzt auch ein Nutzer über Facebook (via VideoCardz). Wie auf Screenshots zu sehen ist, verfügt seine RTX 5070 Ti nur über 88 anstatt der beworbenen 96 ROPs - ein Minus von über acht Prozent. Das dürfte sich ebenso wie bei der RTX 5090 auf die Leistung der Karte auswirken. Eventuell ist das Problem weiter verbreitet als von Nvidia zugegeben.ROPs spielen eine entscheidende Rolle im Rendering-Prozess moderner GPUs. Sie sind für die finale Verarbeitung von Pixelinformationen zuständig und steuern wichtige Funktionen wie Antialiasing. Eine Reduzierung der ROP-Anzahl kann daher spürbare Auswirkungen auf die Leistung haben. Bei einer betroffenen RTX 5090 wurden in Benchmarks Leistungseinbußen von bis zu 5,6 Prozent im Vergleich zu Nvidias Founders Edition und sogar 8,4 Prozent im Vergleich zu einer Asus ROG Astral RTX 5090 festgestellt.
Wie hoch die Leistungseinbußen bei der betroffenen RTX 5070 Ti sind, ist unklar
Mangelnde Endkontrollen?
Die erneuten Probleme werfen Fragen zur Qualitätskontrolle bei Nvidia auf. Eigentlich sollten fehlerhafte Komponenten, die sich spürbar auf die Leistung auswirken, bei einer gründlichen Überprüfung auffallen. Es entsteht der Eindruck, dass der Grafikkarten-Gigant möglicherweise aufgrund von Zeitdruck bei der Markteinführung Abstriche bei der Qualitätssicherung gemacht hat. Zuvor hatte es bereits Berichte über Schwierigkeiten bei der Chip-Produktion gegeben.Für Kunden stellt sich mittlerweile die Frage, wie viel sie sich noch gefallen lassen. Die Kombination aus hohen Preisen, Lieferschwierigkeiten und jetzt auch noch Qualitätsmängeln könnte einige Interessenten dazu bewegen, sich nach Alternativen umzusehen. AMDs kommende RDNA 4-Generation könnte davon profitieren, sofern sie mit guter Leistung und einem attraktiven Preis punkten kann. In ersten Benchmarks überzeugte die Radeon RX 9070 (XT) allerdings nicht.
Nvidia unter Druck
Es bleibt abzuwarten, wie Nvidia langfristig mit dieser Situation umgehen wird. Eine transparente Kommunikation und schnelle Lösungen für betroffene Kunden wären wichtige Schritte, um das Vertrauen der Nutzer nicht zu verspielen. Bisher schob man die Verantwortung aber weiter und sagte, Kunden sollten sich bei Problemen an die Grafikkartenhersteller wenden.Was denkt ihr über die anhaltenden Schwierigkeiten bei Nvidias neuester GPU-Generation? Sind diese Probleme für euch ein Grund, andere Hersteller in Betracht zu ziehen, oder bleibt ihr Nvidia treu? Teilt eure Meinungen in den Kommentaren!
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Zusammenfassung
- Nvidias RTX 5000-Serie hat weniger ROPs als angegeben, auch RTX 5070 Ti
- Der Defekt in GB202- und GB203-GPUs verursacht reduzierte ROP-Zahlen
- Bis zu 8,4 % Leistungseinbußen bei betroffenen Grafikkarten gemessen
- Fragen zur Qualitätskontrolle bei Nvidia werden laut
- Kombination aus Problemen könnte Kunden zu Alternativen treiben
- Nvidia schiebt Verantwortung auf Grafikkartenhersteller ab
- Transparente Kommunikation und schnelle Lösungen sind erforderlich
Siehe auch:
- RTX 5090: Absurde Adapter sollen Schmelzen der Anschlüsse verhindern
- Gegen Wucher: Nvidia startet Lossystem für den Verkauf der RTX 5080/5090
- RTX 5070 Ti: Überzeugender Benchmark bringt RTX 5080 in Bedrängnis
- "Scalper werden weinen": Nvidia baut RTX 5090 Produktion aus
- RTX 5080: Händler geht im Kampf gegen Scalper radikalen Schritt
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